Gedanken oder Fragen

30.05.2012 um 09:57 Uhr

Der Liebe aus dem Weg gehen

von: sternenschein   Kategorie: Liebe und Emotionen   Stichwörter: Liebe, weg, ausweichen, Angst, finden

Der Liebe aus dem Weg zu gehen,
scheint manchmal einfacher und erstrebenswerter als
der Liebe einfach mit einem Lächeln auf den Lippen entgegenzugehen.

"Ich will mich niemals wieder verlieben", hört man oft von Menschen, die von sich sagen, sie suchen nach der Liebe.
Aber wie soll das gehen, diese Suche, wenn man die grössten Umwege geht um ihr ja nicht zu begegnen? Sich Gedankenkonstrukte aufbaut, die das Lieben und auch das finden der Liebe verhindern.
Woher kommt diese Angst vor der Liebe. Sie muss ja ein mächtig grosses Ungetüm sein, welches einen verschlingt, sobald man sich in ihre Nähe wagt.
Oder haben zu viele dieses "Liebe macht blind" zu hören bekommen und sitzen jetzt wie das Kaninchen vor der Schlange und fürchten um ihr Augenlicht?
Rosarote Brillen sollen übrigens auch keinen Lichtschutzfaktor besitzen, sie schützen nicht vor temporärer Liebesblindheit. :D

Nein. Jetzt im ernst, woher stammt diese Angst vor der Liebe, vor dem sich verlieben? Was ist an der Liebe so schrecklich, dass man der Liebe nicht begegnen will und ihr wenn möglich aus dem Wege geht?
Wer hat Angst vor der Liebe? Macht sie das Leben leichter oder eher komplizierter?

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Phil_Sophie schreibt am 30.05.2012 um 09:59 Uhr:Irgendwie habe ich einen Teil in meinem Leben verpasst. Angst vor der Liebe? Das kenne ich nicht, eher die Angst vor den Folgen.
  2. TheNicciPain schreibt am 30.05.2012 um 10:00 Uhr:Ich hab auch keine Angst davor und muss mich Phil_Sophie anschließen .. die Folgen sind mitunter unschön ;)
  3. sternenschein schreibt am 30.05.2012 um 10:10 Uhr:*Wow*, ihr beide seid aber schnell.
    ja, die Folgen..meint ihr damit die "gebrochenen" Herzen, der Herzschmerz wenn es auseindergeht? Oder eher die Einschränkungen wenn man partnerschaftlich verbunden ist, der Verlust der Freiheit, wie ihn etliche manchmal beklagen.
    Beides müsste ja nicht gerade zwangsläufig sein.
    Etliche scheinen schon am Anfang einer Liebe Angst vor deren Ende zu haben.
    Sagen dann ich will diesesmal nicht zu sehr lieben, damit es später nicht so wehtut.
    Kann man die Intensität mit der man liebt überhaupt steuern? Ich glaube nicht.
  4. Phil_Sophie schreibt am 30.05.2012 um 10:26 Uhr:Nein, Liebe kann man nicht steuern, sie ist da oder nicht. Liebe wächst aber, sie wird stärker und später wird sie anders, sie wächst aus und sucht sich neue Bereiche. Liebe ist ständigen Veränderungen unterworfen und das macht es erst interessant.
  5. Muffin schreibt am 01.06.2012 um 11:30 Uhr:Ich glaube, es ist mehr die Angst davor verletzt zu werden, als die eigentlich Angst vor der Liebe.
  6. sternenschein schreibt am 05.06.2012 um 18:19 Uhr:@Muffin,
    wer sich dieser Angst verletzt zu werden nicht aussetzt, wird die Liebe wohl nicht wirklich erleben.
    Wir öffnen uns, binden uns emotionell, machen uns dadurch verletzbar, werden vielleicht auch mal enttäuscht. Aber dieses alles gehört wohl zu der Liebe und dem lieben dazu. Sich einzumauern kann auch keine Lösung sein.
    Liebe Grüsse
  7. Muffin schreibt am 07.06.2012 um 12:32 Uhr:Ich sehe das genau so ;) Aber ich kenne genug Menschen, bei denen ich glaube, dass es so ist - dabei kann Liebe so wundervoll sein :)
  8. curasui schreibt am 08.06.2012 um 16:30 Uhr:Ich denke, man kann "Liebe" durchaus beeinflussen. Der Mensch ist ein Meister darin, sich Bilder zu erschaffen und in sie zu verlieben - oder sich durch sie zu gnadenlosen Zynikern zu machen. Dass der Verstand die Gefühle nicht beeinflussen kann, glaube ich wirklich nicht. beides geht für mich Hand in Hand.

    Und wieso man sie meiden möchte, diese ominöse Liebe? Muffin hat es für mich treffend ausgedrückt: Angst vor dem Schmerz. Wer liebt, macht sich verletzlich. Er geht in gewisser Weise ein Wagnis ein, springt, ohne zu wissen, ob er gefangen wird oder auf dem Boden aufschlägt.
    Eine Freundin sagte mir vor ein paar Tagen, dass die entscheidende Frage die sei, ob ich mir vertrauen könne. Es gehe nicht um das Vertrauen darin, dass er mir nicht weh tun würde - sondern dass ich auf mich achten und für mich sorgen könne, egal was geschieht. Mit dieser Sicherheit zu springen heißt, den Flug zu genießen und, egal was kommt, am Ende immer irgendwie auf den Beinen zu landen.
  9. Christophe Mersch schreibt am 10.01.2013 um 21:42 Uhr:Ich glaube die Kunst darin nicht ganz so sehr verletzt zu werden liegt erstmal darin nicht naiv zu denken dass die Beziehung ewig hält, auch sollte man sich immer sagen: Wenns schief geht, hab ich ja noch meine Freunde oder den Sport die mich aufbauen.

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