Gedanken oder Fragen

24.05.2010 um 03:20 Uhr

Der Zukunft entgegen gehen

In jedem Moment unseres Lebens gehen wir der Zukunft entgegen.
Diesem imaginärem Ding Namens Zukunft, die nur in unserer Vorstellung existiert. Nicht wirklich da ist, denn wenn sie eingetreten ist, wird sie Gegenwart sein.

Wir planen fùr die Zukunft, versuchen sie zu beeinflussen, rechnen und richten unsere heutigen Entscheidungen an ihr aus.
Schreiben das Leben fort, dehnen es wie ein Gummiband auf die Zukunft aus.
Jeder trägt wohl so ein Lebenszukunftsgummiband mit sich herum.
Berechnen diese, unsere Zukunft.

Wir können sie uns rosig oder tiefschwarz ausmalen. Sie kann zu Hoffnung, aber auch zu Zukunftsängsten fùhren.
Ohne eine angenommene Zukunft wùrden wir wohl oftmals anders handeln als wir in Anbetracht dieser handeln. ..

Lebt der Mensch von und durch die Zukunft, ihren Versprechungen, die auch manchmal wie Drohungen daherkommen können?
Sicherlich ist es oftmals gut, die Auswirkungen des jetzigen Handelns auf die Zukunft zu bedenken.
Manchmal, mt einigen Dingen sollte man aber nicht auf die Zukunft vertrauen und abwarten. Da sollten wir sofort handeln.
Das Morgen kommt ganz sicherlich, die Zukunft auch, aber doch bleibt es ungewiss fùr jeden Einzelnen, ob er sie erlebt oder ob sie so eintrifft, wie er es fùr sich vorausgeplant hatte.

Nicht umsonst heisst es:
"Das Leben ist anders, es folgt seinen ganz eigenen Regeln".
Unsere Grosseltern sagten:
"Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach".

"Wir blicken so gerne in die Zukunft,
weil wir das ungefähre, was sich in ihr hin und herbewegt, durch stille Wùnsche so gern zu unseren Gunsten heranleiten wùrden".

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe
( Wahlverwandtschaften )

Wùnsche euch allen eine wunderbare lebenswerte Zukunft und fùr heute einen schönen Pfingstmontag.
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Nasoetwas schreibt am 24.05.2010 um 11:38 Uhr:Recht hatten Goetht und unsere Großeltern.

    Zukunft kann man nur wünschen und sich ein Ziel setzen. Den Weg zum Ziel findet man nur in der Gegenwart. Die gestaltet sich jeder so gut er kann.
    LG
    nasoetwas
  2. apres schreibt am 24.05.2010 um 14:28 Uhr:Lebenszukunftsgummiband. Ein herrliches Wort.
  3. ameparia schreibt am 24.05.2010 um 16:29 Uhr:Ich frage mich, in wiefern Zukunftsdenken von den jeweiligen Kulturen abhängig ist. Weißt du dazu was, sternenschein?
  4. sternenschein schreibt am 24.05.2010 um 20:12 Uhr:@Nasoetwas,
    "Den Weg zum Ziel findet man nur in der Gegenwart".
    Damit sagst du ja irgendwie, dass unsere Art zu denken mit ùber die Zukunft entscheiden kann. Anderes Denken, andere Zukunft?

    Auf die Zukunft kam ich, da @Inge in ihrem Blog schrieb.
    "Es ist das einzige was zukunftsfähig ist, und doch schmerzt mir die Seele dabei".
    Da fragte ich mich, auf wieviel wir im Namen der Zukunft verzichten, nur weil es uns nicht zukunftsträchtig erscheint.
    Und ob dieses in die Zukunft projezieren gut und sinnvoll ist?
    In vielen Bereichen wohl schon, in anderen mag es hinderlich sein, vielleicht uns sogar die "wirkliche" Zukunft verbauen.

    @apres,
    wir versuchen doch oft dieses Zukunftsgummiband ins unendliche auszudehnen und dann auf einmal..*PATSCH*..reisst es oder schnellt zurùck, so dass es uns umhaut.;-)

    Liebe Grùsse
  5. sternenschein schreibt am 24.05.2010 um 20:32 Uhr:@ameparia,
    wäre interessant zu wissen, inwiefern dieses Zukunftsdenken kulturell bedingt ist und was es bei den verschiedenen Kulturen bewegt. Leider weiss ich auch nicht viel darùber.
    In unserem Sprachgebrauch soll es das Wort Zukunft auch noch nicht so lange geben.
    Fùr vergangenes und gegenwärtiges haben wir Wörter. Ich fuhr, ich fahre, doch fùr die Zukunft behelfen wir uns mit ich werde fahren. Da gibt es kein eigenes Wort dafùr.
    Ohne Zukunftsplanung könnten wir wohl auch garnicht leben. Zukunft entsteht ja teils auch aus gelerntem, aus in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen. Die wir versuchen in die Zukunft fortzuschreiben. . Selbst wenn sich diese in einem ganz anderem Kleide und Licht zeigen mag.
    Frage mich auch, ob Moralvorstellungen, wie wir sie kennen, ohne Zukunftsgedanken ùberhaupt existieren könnte. Denn wenn es keine Zukunftsvorstellungen gibt, dann gäbe es ja auch keine Folgen, ausser den direkten und momentanen.
    Ob Tiere auch Zukunftsgedanken haben?
    Wenn sie ihre Nester oder Höhlen bauen, sich Vorräte fùr den Winter anlegen?
    Wir denken, es sei Instinkt, aber wer weiss dieses schon? Vielleicht ist es auch bei ihnen erlerntes, erfahrenes und auf die Zukunft projeziertes.
    Bei den Menschn gibt es ja eine ganze Zukunftsindustrie. Wir bauen Häuser, schaffen uns Vorräte, Waffen fùr eine eventuelle Verteidigung und viele, viele Versicherungen um uns vor der Zukunft zu schùtzen und abzusichern.
    Und manchmal verteidigen wir uns mit Gedanken, indem wir uns sagen:'Das passiert mir nicht noch einmal".
    Was durchaus richtig und sinnvoll ist. Doch können wir niemals wissen, was die Zukunft wirklich bringt, ob dieses eine Mal genauso wieder passieren wird, oder ob es doch anders ist, selbst wenn es ähnlich aussehen mag.
    Liebe Grùsse
  6. Nasoetwas schreibt am 24.05.2010 um 20:37 Uhr:
    Nasoetwas:Recht hatten Goethe und unsere Großeltern.Zukunft kann man nur wünschen und sich ein Ziel setzen. Den Weg zum Ziel findet man nur in der Gegenwart. Die gestaltet sich jeder so gut er kann.LGnasoetwas
  7. Nasoetwas schreibt am 24.05.2010 um 20:49 Uhr:was ist denn nun passiert? Ich habe doch nur den Schreibfehler bei Goethe korrigiert. Na egal. Dann

    Es liegt doch in der Natur des Menschen zu versuchen die Zukunft zu planen und versuchen zu organisieren. Das war schon immer so.
    Wir sollten nicht unsere Köpfe damit belasten.
    Das Leben spielt sich immer nur in der Gegenwart ab.
    Jetzt spielt die Musik. Gestern hat sie gespielt. Morgen höre ich wieder Musik.
  8. Nasoetwas schreibt am 24.05.2010 um 20:59 Uhr:
    Nasoetwas:was ist denn nun passiert? Ich habe doch nur den Schreibfehler bei Goethe korrigiert. Na egal. Dann Es liegt doch in der Natur des Menschen zu versuchen die Zukunft zu planen und versuchen zu organisieren. Das war schon immer so.Wir sollten nicht unsere Köpfe damit belasten. Das Leben spielt sich immer nur in der Gegenwart ab. Jetzt spielt die Musik. Gestern hat sie gespielt. Morgen höre ich wieder Musik.


    Übrigends Albert Einstein sagte dazu:

    "mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft,
    denn in ihr gedenke ich zu leben"
  9. ameparia schreibt am 25.05.2010 um 09:59 Uhr:
    Nasoetwas:
    Wir sollten nicht unsere Köpfe damit belasten.
    Das Leben spielt sich immer nur in der Gegenwart ab.
    Jetzt spielt die Musik. Gestern hat sie gespielt. Morgen höre ich wieder Musik.


    Da hast du definitiv recht, Nasoetwas, das Leben spielt sich im hier und jetzt ab. Dennoch finde ihc es interessant, solche Gedanken zu denken. Das erweitert den Horizont und macht mich fit :). Mal nicht alles für gegeben nehmen, sondern auch mal reflektieren.


    @sternenschein
    Ich könnte mir vorstellen, dass das Zukunftsdenken stark mit der jeweiligen Religion verbunden ist. Wir haben ja ein recht starkes Zukunftsdenken: wenn ich jetzt genug arbeite, habe ihc es i r g e n d w a n n mal besser. Beim Arbeiten geht es gemeinhin nicht darum, dass man j e t z t gut leben kann, sondern irgendwann. Ich hab mal einen Aufsatz gelesen, in dem dieses diffuse Zukunftsdenken mit dem Christentum verknüpft wurde, das ja auch auf ein Irgendwann ausgerichtet ist: lebe jetzt gut und gefalle Gott, dann kommst du nach dem Tod ins Himmelreich. Das Leben ist auf das Jenseits ausgerichtet, und weniger auf die Gegenwart.

    Wie ist das Zukunftsdenken dann wohl bei Buddhisten...?

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