Gedanken oder Fragen

21.12.2009 um 14:53 Uhr

Der dunklen Zeit entkommen

Heute, am 21.12.09, können wir die längste Nacht des Jahres feiern.
Wenn wir sie denn feiern wollen.
Wintersonnenwende und kalendarischer Winteranfang um 18.47 Uhr.
Die Tage waren kurz, die Dunkelheit und Nächte lang. Ab heute geht es wieder aufwärts.

Ja, die Tage werden wieder länger, es wird wieder früher hell und später dunkel.
Anfangs noch kaum merkbar. Im Januar dann rasanter fortschreitend. Tag für Tag immer etwas mehr Licht und eine höhersteigende Sonne.

Hey, die dunkle Jahreszeit haben wir jetzt so gut wie hinter uns gebracht.
Als Ausgleich zum noch fehlenden Licht wird die Weihnachtsbeleuchtung die Tage und Nächte erhellen.

So wie früher schon mit Feuern die Wintersonnenwende gefeiert wurde, in dem Glauben, die Sonne sei neugeboren wie ein kleines Kind, so feiern die Christen die Wintersonnenwende heute auf ihre Art und nennen es Weihnachten.
Dass da im christlichen Glauben keine Sonne neugeboren wurde, sondern das Jesuskind, welches uns ins Licht und Gottes Herrlichkeit führen soll, erscheint mir, gegenüber den heidnischen Sonnenwendfeiern mit der Neugeburt der Sonne, auch nicht so sehr viel anders.
Werden auch heute keine heidnischen Opfergaben mehr an diesen Tagen erbracht, so opfern wir dann doch dem Gotte des Mammom und tanzen um das goldene Kalb herum, in diesen Zeiten mit seinen Kaufräuschen. Wer bringt schon noch Myrrhe und Weihrauch mit als Wehnachtsgabe, wie die heiligen drei Könige es taten.?
Nein, es muss schon mehr sein und etwas kosten. Nun ja, Gold als Gabe brachten sie dem Jesuskind auch mit. Vielleicht beteten auch sie schon den schnöden Mammon an? Dachten Gott ist käuflich?

Der Weihnachtsmann hat es heute auch nicht mehr leich und manchmal wird er wohl mit seinem Kopfe schütteln über die Wünsche der Erdenbürger, wenn sein Renpferd Rudolph die schwere Last des Schlittens kaum noch ziehen kann.
Unbestätigten Gerüchten zufolge, soll sich der Weihnachtsmann in diesem Jahr schon wegen Burn-Out Syndrom in fachärztliche Behandlung begeben haben, um seinen schweren Weihnachtsdienst weiter verrichten zu können.

Und jedes Jahr aufs neue treibt es ihm die Tränen in die Augen, wenn er die Unzufriedenheit der menschlichen Geschenkeempfänger sieht, die den Weihnachtsmann sofort fragen, ob dem Geschenk auch ein Umtauschschein beiliegt.
Jedem will er es recht machen, doch es fällt ihm mmer schwerer, denn für die Weihnachtsstimmung gibt es leider keinen Umtauschschein, musste er feststellen..

Juchu, es wird wieder heller werden, die dunkle Zeit haben wir hinter uns.
Ist dieses nicht auch ein Weihnachtsgeschenk? Vielleicht sogar das grösste, nicht in ewiger Dunkelheit versinken zu müssen.
Die Wintersonnenwende.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. AngelInChains schreibt am 21.12.2009 um 15:16 Uhr:"Wer bringt schon noch Myrthe mit als Wehnachtsgabe, wie die heiligen drei Könige es taten.?"

    Ich würd mich wahnsinnig freuen! Ehrlich :) Ich brauche noch paar Harze und Kräuter für mein neues Weihrauchfass. Hätte an Oppoponax, Styrax, Myrrhe, Elemi und rotes Sandelholz gedacht. Wenn jemand welches übrig hat, bitte melden ;)

    Diesen Wettlauf um teure Geschenke finde ich übrigens auch schrecklich. Ich habe von gleichaltrigen Damen schon Klagen gehört, ihr Freunde haben ihnen "nur" etwas für 150 Euro geschenkt. Ob er sie nicht wirklich lieben würde. Also, ich kann da echt nur den Kopf schütteln (abgesehen davon, dass ich finde, dass 150 Euro eine ziemliche Menge Geld sind).

    Mir ist der Preis egal... Ich kann mich über ein selbst gezeichnetes Bild mehr freuen, als über eine Designerjeans für 200 Euro. Wobei ich sagen muss, es gäbe auch teure Geschenke, die mich freuen würden. zB eine tolle Reise nach Wien. Aber da würd ich mich auch nicht freuen, weil es teuer ist, sondern, weil ich nach Wien möchte. Also für mich ist es einfach unwichtig, wie viel etwas kostet, es gefällt oder es gefällt nicht, preisunabhängig!

    Wobei ich mich bei Geschenken auch über das Geschenk selbst als solches freue. Dass jemand an mich gedacht hat, das ist doch schon schön genug. So freue ich mich über jede Weihnachtspostkarte, die hier ankommt. Ja, ich freue mich auch über bloße Hinweise, wo ich zB was bekommen kann oder mir etwas ansehen kann (verlassene Orte, schöne Parks, etc). Auch, wenn mir das kein Geld bringt. Es zählt, dass jemand an mich gedacht hat!
  2. sternenschein schreibt am 21.12.2009 um 16:15 Uhr:Liebe AngelInChains,
    stimmt natürlich, es heisst Myrrhe..habe es oben editiert. Hatte es verkehrt im Kopf, und was ich dabei bemerkte, die hl. drei Könige brachten als Gabe auch Gold mit, was mich sehr verwunderte.
    Scheinbar hatte diese Goldgabe mich, früher als Kind, überhaupt nicht interessiert, da ich sie vollkommen vergessen hatte.
    Sie wird allerdings in Goldforen sehr hervorgehoben, als Gold welches einem König würdig ist. Gold als das kostbarste was es auf Erden gibt.
    Denken sie jedenfalls.
    Ist Liebe, Zuwendung und Zuneigung nicht um so vieles kostbarer als alles Gold der Welt? Ich kann diesen Goldfanatismus, den Goldrausch der sich seit ewigen Zeiten durch die Menschheitsgeschichte zieht, einfach nicht nachvollziehen. Gold mag als Werkstoff für bestimmte Produkte einen gewissen Wert haben, doch aber nicht einfach als Gold ansich, finde ich. Wieviel Elend hat das Gold schon über die Menschen gebracht?
    Ansonsten geht es mir wie dir. Nicht der äussere Wert eines Geschenkes macht den Wert aus.
    Und ich lese ja oftmals, wies sehr du dich freust, wenn einem bestellten Paket von dem Absender etwas als Geschenk hinzugefügt wurde.
    Für Kinder ist Weihnachten und die Geschenke dazu schon etwas ganz besonderes, finde ich.
    Doch auch hier bekommen Kinder manchmal derartig viel an Spielsachen, dass sie schon garnicht mehr wissen womit sie spielen sollen, da die Auswahl einfach zu gross bei ihnen ist. Was oftmals zu Frust führt, so dass sie nur noch dabei sind ihre Spielsachen aus der Kiste oder was auch immer auszuräumen, aber nicht mehr wirklich zum spielen kommen aus lauter Unlust.
    Und Wien als Stadt zu sehen in all ihrer Vielfalt ist nur empfehlenswert, ich hoffe es wird dir noch einmal möglich dorthin zu reisen.
    Liebe Grüsse
  3. AngelInChains schreibt am 21.12.2009 um 17:14 Uhr:Naja, wer weiß, wie viel von der Gold-Sache wahr ist ;) Laut Bibel sind es streng genommen übrigens keine Könige. Auch keine Heiligen. Es sind nicht einmal drei. ;) In der Weihnachtsgeschichte ist von "Sternendeutern" die Rede, von mehr nicht. Auch, wenn sich dann im Volksglauben eben heilige drei Könige eingebürgert haben.

    Ich sehe Geld an sich eigentlich nur als Mittel dazu an, sich damit Dinge zu leisten, die einem gefallen. Geld allein ist für mich nicht interessant. Interessant sind Reisen, die ich mir damit finanzieren kann, beispielsweise (ich denke, irgendwann werde ich schon nach Wien kommen, ich weiß nur noch nicht, wann). Also anstatt Geld zu horten, würde ich es eher ausgeben, wenn ich es denn habe (was natürlich nicht heißt, dass man nicht auch mal auf etwas Teureres sparen könnte). Aber Geld allein macht eben nicht glücklich.

    Und auch ohne Geld kann man (wenn im Grunde das, was zum Leben notwendig ist, da ist - also ein Dach über dem Kopf, Nahrung, im Winter eine Möglichkeit, sich zu wärmen, etc.) glücklich sein. Man kann ja auch vieles unternehmen, was nichts kostet. Ich denke, es ist eher ein Drängen unserer Gesellschaft, dass Menschen mit wenig Geld als armselig betrachtet werden, und dass viele Menschen immer nach mehr Geld streben. Dieser Gedanke "Wer Geld hat, ist was". Ich finde das traurig.

    Das mit den Geschenken, wenn ich bei privaten Verkäufern bzw Künstlern, die ihre Sachen verkaufen, etwas erwerbe, freut mich vor allen Dingen, weil ich dann das Gefühl habe, die Person hat Spaß mit ihrer Kunst. Jedenfalls würde ich, wenn etwas mir keinen Spaß machen würde und ich es nur tun würde, um Geld zu verdienen, ja nicht freiwillig mehr produzieren und es verschenken, einfach so. Ich habe mich mit einer Händlerin auch schon unterhalten, nachdem ich mich für die Beilagen bedankt hatte. Sie meinte, sie würde immer eine Menge herstellen, weil es einfach Spaß macht, sie wüsste kaum, wohin damit (geht mir ein wenig so mit den selbstgemachten Seifen ;) ). Also legt sie gerne eine Kleinigkeit bei, wenn jemand etwas bei ihr kauft.
  4. Clara schreibt am 21.12.2009 um 18:04 Uhr:wamm jwdizfwgilgqilgq
  5. InchenG schreibt am 21.12.2009 um 21:51 Uhr:hach, allein der Gedanke an bald wieder mehr Licht hebt die Stimmung (positiv denken! :))

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