Doch keine Abschaffung der Studiengebühren ?
Stimmung: gut
Die Landtagsmehrheit, bestehend aus SPD, Die Grünen und Die Linken, hatten ein Gesetz beschlossen, welches die Studiengebühren in Hessen wieder abschaffen sollte. Die Ausfälle sollte das Land übernehmen.
Hessen wäre damit das erste Bundesland, welches die Studiengebühren kippt.
Vielleicht eine Kette, die zur Folge gehabt hätte dass diese unsäglich unsozialen Studiengebühren auch in anderen Bundesländern abgeschafft worden wären.
Der Wahlverlierer Koch (CDU), zur Zeit immer noch geschäftsführender Ministerpräsident, will sich weigern das Gesetz zu unterzeichnen. Somit besteht die Gefahr, dass es zum Wintersemester 2008 nicht in Kraft treten kann.
Ich finde, Koch hat die Wahl verloren, er muss weg.
Aber Schuld hat auch die SPD. Hätte die SPD ihre Vorsitzende Ypsilanti geschlossen unterstützt, wäre sie jetzt Ministerpräsidentin, und dieses Problem gäbe es garnicht. Leider ist die SPD nicht einmal in der Lage geschlossen für ihre eigene Ministerpräsidentenkandidatin zu stimmen, so dass Frau Ypsilanti garnicht erst zur Wahl antrat.
Chaostage in Hessen und die Studenten müssen jetzt darunter leiden.
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Herr Koch wollte das Gesetz ja meines Wissens deswegen nicht unterschreiben, weil es am Wortlaut etwas zu bemängeln gab, der aber wohl noch geändert werden soll und dann nochmal auf den Tisch kommt.
Man darf gespannt sein, wie das weitergeht und was für Konsequenzen das für andere Bundesländer haben wird (hier in Baden-Württemberg wohl gar keine).
@sternenschein
das mit der abschaffung ist doch wieder nur so ein betrug...in hamburg wollten oder haben? sie ja auch und da sollte die gebühr auf 350 euro gesenkt werden und dann NACH dem studium fällig werden...also alles nur LEERES GEREDE wie immer
Trotzdem, oder gerade deswegen wage ich zu behaupten, dass es grundsätzlich möglich ist, dass auch sozial schlechter Gestellte studieren können. Leicht ist das natürlich nicht, aber das hat ja auch keiner behauptet. Ich selbst lebe im Moment auch nur von Bafög und Kindergeld, da meine Eltern mich finanziell nicht oder nur in sehr geringem Maße unterstützen können. Und ich krieg trotzdem alle Ausgaben unter. Man muss sich halt einschränken. aber besondere Härtefälle müssen ja z.B. auch keine Studiengebühren zahlen.
Ich denke das große Problem ist eher eine gewisse Unwissenheit bei den Betroffenen. Man hört was von 500 Euro Studiengebühren und denkt sofort "das können wir uns ja nie leisten!" und schon ist das Thema Studium weg vom Tisch. Meine Eltern dachten damals auch so und wollten, dass ich lieber eine Ausbildung mache. Aber ich wollte unbedingt studieren und hab mich durchgesetzt :-P Und wie gesagt: es geht! Und ich lebe auch nicht nur von Wasser und trocken Brot und hause in einer Bruchbude ;-)
Den Wortlaut hätte die Ministerin vor dem Gesetzesbeschluss ja reklamieren können, hat sie aber nicht. Denn dann hätte er noch geändert werden können.
Jetzt muss es in die zweite und wohl dritte Lesung und damit ist der Termin zum Wintersemester es aufzuheben, unwahrscheinlich oder schwierig geworden.
Für Menschen mit wenig Einkommen sind die Studiengebühren schon ein grosses Hindernis.
Der Staat sagt zwar, wir brauchen Bildung, wir brauchen mehr Fachkräfte, aber spart dennoch in diesem Bereich.
Leider. Klar studieren nicht alle Ingeneurswesen, obwohl es da einen Mangel geben soll. Aber einige, die es könnten, werden wohl, auch aufgrund der Studiengebühren dann eher eine normale Ausbildung machen.
Liebe Grüsse