Elisa
Ich werde sie niemals wiedersehen , Elisa,
und die Trauer darüber wird mich ein Leben lang begleiten.
Zitat aus der it. Fernsehserie "Elisa"
Ein Serienjunkie bin ich nicht. Zu mühsam, immer und immer wieder schauen zu "müssen", um ja nichts zu verpassen.
Doch an "Elisa" bin ich hängengeblieben.
Eine Serie zu Zeiten der Adeligen und der Könige in Italien. Eine Serie die von dem Leid des einfachen Volkes und der Bediensteten spricht, von Hochmut, Intrigantentum, Bosheit, Missgunst und den Kampf um das Gerechte.
Und hängengeblieben bin ich an dem obigen Zitat, welches ein Käpt'n zu Elisa sagt, bevor sie nach der gemeinsamen Schiffsüberfahrt nach Genua, das Schiff verlässt.
Welch grosse Worte von einem Mann einer Frau gesagt:
"Und die Trauer darüber wird mich ein Leben lang begleiten".
Ein Leben lang. Lebenslänglich. Trauer.
Wohin mit der Trauer?
Kann man die Trauer verstauen, anhäufen irgendwo auf einer Art Trauerkonto?
Gibt es im Leben eines Menschen ein Trauer- und ein Glückskonto?
Ja, und worauf bekommen wir einen Vorschuss mit, bei Einrichtung dieser Konten?
Soll und Haben. Wie in der Buchhaltung.
Sie haben ihr Trauerkonto überzogen, wir bitten um baldigen Ausgleich.
Wie kann man sein Trauerkonto leeren.
Oder hat es ein Limit, über das hinaus man es nicht mehr auffüllen kann, egal was passiert?
Trauer hat wohl eine Grenze. Sie kann nicht grenzenlos sein, denke ich. Irgendwann ist ein Level erreicht, der Bodensatz der Trauer sichtbar geworden. Von da an wird es dann besser.
Meistens jedenfalls.
Dabei wollte ich doch eher über Glück und Glückskonten sprechen, nicht über die Trauer.
Und über das "Wunder" der ewigen Liebe, wie sie aus dem Zitat
"Und die Trauer darüber wird mich ein Leben lang begleiten" spricht.
Die ewige Liebe. Glauben wollen wir irgendwie alle an diese ewige Liebe. Suchen danach, wie nach einem Edelstein. Nein, sie wird wohl wertvoller sein, als ein banaler Edelstein, egal wieviel Karat dieser besitzen mag.
Kann es so etwas wie die ewige Liebe überhaupt im Leben geben? Ich glaube ja, oder besser gesagt, ich will es glauben. Geschworen wird sie oft, auch wenn sie oftmals die Jahre nicht übersteht.
Und doch, irgendetwas in mir will an dieses mystische des allumfassenden und über alle Zeiten hinweg bestehende der Liebe glauben.
Vielleicht ist sie auch nur so selten anzutreffen, da der Mensch Angst hat.
Angst vor diesem "ewigen" in dem Wort, welches in seiner Endgültigkeit vielen wohl wie eine Bedrohung erscheinen mag.
Im Film "Elisa" brauchte der Käpt'n übrigens nicht sein Leben lang zu trauern. Er gab sich als der mitreisende Archäologe aus, verliess das Schiff und folgte Elisa nach Genua.
In Anlehnung an Anna (Klecks im Hemd ), sage ich
"Ach, würden die Menschen doch nur noch Freudentränen weinen müssen und keine Tränen des Leides und der Trauer mehr, würde die Welt um einiges anders aussehen".
.
und die Trauer darüber wird mich ein Leben lang begleiten.
Zitat aus der it. Fernsehserie "Elisa"
Ein Serienjunkie bin ich nicht. Zu mühsam, immer und immer wieder schauen zu "müssen", um ja nichts zu verpassen.
Doch an "Elisa" bin ich hängengeblieben.
Eine Serie zu Zeiten der Adeligen und der Könige in Italien. Eine Serie die von dem Leid des einfachen Volkes und der Bediensteten spricht, von Hochmut, Intrigantentum, Bosheit, Missgunst und den Kampf um das Gerechte.
Und hängengeblieben bin ich an dem obigen Zitat, welches ein Käpt'n zu Elisa sagt, bevor sie nach der gemeinsamen Schiffsüberfahrt nach Genua, das Schiff verlässt.
Welch grosse Worte von einem Mann einer Frau gesagt:
"Und die Trauer darüber wird mich ein Leben lang begleiten".
Ein Leben lang. Lebenslänglich. Trauer.
Wohin mit der Trauer?
Kann man die Trauer verstauen, anhäufen irgendwo auf einer Art Trauerkonto?
Gibt es im Leben eines Menschen ein Trauer- und ein Glückskonto?
Ja, und worauf bekommen wir einen Vorschuss mit, bei Einrichtung dieser Konten?
Soll und Haben. Wie in der Buchhaltung.
Sie haben ihr Trauerkonto überzogen, wir bitten um baldigen Ausgleich.
Wie kann man sein Trauerkonto leeren.
Oder hat es ein Limit, über das hinaus man es nicht mehr auffüllen kann, egal was passiert?
Trauer hat wohl eine Grenze. Sie kann nicht grenzenlos sein, denke ich. Irgendwann ist ein Level erreicht, der Bodensatz der Trauer sichtbar geworden. Von da an wird es dann besser.
Meistens jedenfalls.
Dabei wollte ich doch eher über Glück und Glückskonten sprechen, nicht über die Trauer.
Und über das "Wunder" der ewigen Liebe, wie sie aus dem Zitat
"Und die Trauer darüber wird mich ein Leben lang begleiten" spricht.
Die ewige Liebe. Glauben wollen wir irgendwie alle an diese ewige Liebe. Suchen danach, wie nach einem Edelstein. Nein, sie wird wohl wertvoller sein, als ein banaler Edelstein, egal wieviel Karat dieser besitzen mag.
Kann es so etwas wie die ewige Liebe überhaupt im Leben geben? Ich glaube ja, oder besser gesagt, ich will es glauben. Geschworen wird sie oft, auch wenn sie oftmals die Jahre nicht übersteht.
Und doch, irgendetwas in mir will an dieses mystische des allumfassenden und über alle Zeiten hinweg bestehende der Liebe glauben.
Vielleicht ist sie auch nur so selten anzutreffen, da der Mensch Angst hat.
Angst vor diesem "ewigen" in dem Wort, welches in seiner Endgültigkeit vielen wohl wie eine Bedrohung erscheinen mag.
Im Film "Elisa" brauchte der Käpt'n übrigens nicht sein Leben lang zu trauern. Er gab sich als der mitreisende Archäologe aus, verliess das Schiff und folgte Elisa nach Genua.
In Anlehnung an Anna (Klecks im Hemd ), sage ich
"Ach, würden die Menschen doch nur noch Freudentränen weinen müssen und keine Tränen des Leides und der Trauer mehr, würde die Welt um einiges anders aussehen".
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Vielleicht ist sie am wertvollsten, wenn wir sie geben. Wenn wir nichts zurückfordern. Gerne geben, ohne den Gedanken, etwas von dem anderen zu brauchen, das unser Glück ausmachen solle. Dann fließt sie, hin und her.
Alles Liebe
Hidee
Vielleicht werde ich manche ihrer Schritte nicht verstehen und manches nicht gutheißen können - aber die Liebe bleibt!
Die ewige Liebe, das beschränkt sich in den Köpfen wohl auch zu sehr auf den Partner, aber was ist mit all der anderen Liebe ringsherum? Die Liebe zum Leben, die Liebe zu meinen Freunden und vorallem die Liebe zu mir selbst?
Letzteres erachte ich als die wichtigste im Leben, denn wie Konfuzius schon sagte, kann nur derjenige andere lieben, der sich selbst liebt.
Als Jugendliche hab ich das nicht so richtig fassen können. Heute, da ich seit der Trennung stetig daran gearbeitet habe, mich schätzen und somit lieben zu lernen, wird mir bewusst, was er damit meinte. Nur sehen viele darin eher abwertend den Egoismus.
Ich denke auch, das Thema Liebe ist so komplex, dass man es nicht verallgemeinernd beantworten kann.
Eckhart von Hirschhausen hat in seinem Programm "Glück kommt selten allein" gesagt, dass das Unglücklichsein doch genau so zum Leben dazu gehört, wie das Glücklichsein und dass nur Narren sich darüber ärgern würden, dass sie nicht immer glücklich sein können.
Manchmal glaube ich, Trauer wird erst dadurch unerträglich, weil sie nicht sein darf. Trauer, das gehört sich nicht, das ist was Böse, das muss ganz ganz schnell wieder weg. W i e s o ?
Ohne meine Trauer, meinen Schmerz, meinen "Wahnsinn" wäre mein Leben reichlich langweilig. Wieso sollte ich das wollen? Und könnte man das Glück überhaupt schätzen, wenn es nicht auch das Unglück gäbe? Beziehungsweise: gäbe es das Glück dann überhaupt noch?
Nein nein, lass mir mal meine Trauer und mein Unglück - ich mag sie. Sie schenken mir so wunderbare Kontraste, Erfahrungen und Farbenvielfalt im Leben.
Ja, es mag sich kitschig anhören, doch wenn ich die fast 400 Kommentare zu dme Thema "Jugendliebe wiedergefunden" sehe, dann gibt es diese Trauer wegen einer verlorenen Liebe auch im realen Leben.
Siehe:
http://www.blogigo.de/gedanken_oder_fragen/verliebt-in-Jugendliebe/732
Da wird von ewiger Trauer, Schmerz und Hoffnung geschrieben.
Viele der Kommentare dort haben mich sehr berührt.
Liebe Grüsse
Begleiten - das heißt ja nicht, dass man nur die Trauer im Kopf hat und an nicht anderes denken kann. Begleiten heißt n u r - nicht vergessen ! Manchmal wehmütig daran denken ! Mit der Zeit zu lernen, mit der traurigen Erinnerung zu leben und eventuell aus der Erinnerung auch Glücksmomente herausfiltern.