Gedanken oder Fragen

07.07.2010 um 22:30 Uhr

Es ist vorbei, vorbei....

Der Traum ist zu Ende.
Deutschland verpasst das Finalspiel in Südafrika.
Muss sich gegen Spanien 0 : 1 geschlagen geben.

Schade, schade, schade.
Ich hätte es so nicht erwartet.
Woher hat Paul, der Tintenfisch gewusst und den Sieger richtig vorhergesagt?
Sind Tintenfische doch die besseren Hellseher und Wahrsager?
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Yaimm schreibt am 07.07.2010 um 22:37 Uhr:Anscheinend...
  2. Jari schreibt am 07.07.2010 um 23:33 Uhr:Vielleicht hat er ja irgendwie seine Tentakel im Spiel, sodass seine Prophezeihungen wahr werden...?
  3. ameparia schreibt am 07.07.2010 um 23:50 Uhr:Ich hab's auch gesagt.. Manchmal hasse ich es, Recht zu haben ;).
  4. AngelInChains schreibt am 08.07.2010 um 00:17 Uhr:Also ich freu mich (ja, buht mich aus *lol*) :P Frag mich sowieso, wieso man für eine Mannschaft sein muss, nur, weil die demselben Land angehört, wie man selbst.

    Abgesehen davon ist es sowieso nur ein Spiel. Ich verstehe nicht, wieso einige Leute jetzt herumheulen, als seien Verwandte gestorben.
  5. ameparia schreibt am 08.07.2010 um 00:35 Uhr:*augenroll*
    Ich hab den Portugiesen, den Argentiniern und den Deutschen die Daumen gedrückt.
    Und wieso jemand nun geknickt ist? Nun, es gibt soetwas wie Leidenschaft und Begeisterung. Dass man es nicht versteht - okay. Nicht jeder ist mit so viel Elan bei nem Sport dabei, ist legitim. Für mich ist es auch nur ein Spiel, auch wenn ich traurig bin, Fußball liebe und es Deutschland gegönnt habe. Aber gehässig muss man nicht werden...
  6. AngelInChains schreibt am 08.07.2010 um 03:13 Uhr:Was heißt hier gehässig? Ich freu mich halt für Spanien, weil ich ihr Spiel, soweit mitbekommen, besser fand. Und? Darf ich nicht, nur, weil die Massen lieber Deutschland mögen? ;)

    Aber das Geheul versteh ich wirklich nicht, sorry. Es ist und bleibt ein Spiel, und wie viel Emotionen da hochkochen, das find ich seltsam... Gerade auch die gewaltsamen, hasserfüllten Emotionen. Ich steh dazu: Wenn Leute wegen eines Spieles den Spielkontrahenten oder die Fans des Spielkontrahenten beschimpfen oder angreifen (sehe ich bei jeder Sportveranstaltung oft genug), dann bin ich der Meinung, tickt bei ihnen was nicht mehr richtig im Hirn. Nenn es gehässig, aber wenn Leute Spiel und Ernst wohl nicht mehr unterscheiden können, und wegen einem SPIEL Menschen ernsthaft angreifen, dann stimmt echt was nicht. Auch Leidenschaft entschuldigt das nicht, bei Gewalt hört der Spaß auf.

    Aber natürlich kann jeder über alles heulen, was ihm Spaß macht. Ist seine Sache und schadet außer möglicherweise ihm selbst keinem (und alles, was keinem anderen schadet, ist für mich legitim). Ich verstehs aber trotzdem nicht. Das logische Verständnis fehlt halt. Ist auch eine individuelle Sache. Nichts weiter wollte ich zum Ausdruck bringen. Dass ich diese übertriebene Begeisterung und diesen aufkeimenden Patriotismus nicht verstehen kann.
  7. Romyforever schreibt am 08.07.2010 um 08:27 Uhr:Streitet euch nicht, freut euch lieber!
    Heute Abend gibt es OKTOPUSS SALAT :-)))))
    Paul, Du bist fällig ;-)
  8. ameparia schreibt am 08.07.2010 um 09:46 Uhr:"Was heißt hier gehässig? Ich freu mich halt für Spanien, weil ich ihr Spiel, soweit mitbekommen, besser fand. Und? Darf ich nicht, nur, weil die Massen lieber Deutschland mögen? ;)"

    Gehässig schrieb ich, weil ich es einfach unnötig finde, sich unter "Trauernden" gerade über das zu freuen, was sie so betrauern. Vielleicht habe ich da aber auch einfach ein anderes Fingerspitzengefühl, bedanke mich eher beim Gegner, der verloren hat und geh mich dann dort freuen, wo es angemessen ist und ich es ihm nicht nochmal reinwürge.
    Und jap, Spanien hat heute Abend besser gespielt und es ist erstaunlich, dass es tatsächlich diese Mannschaft war, die über's Turnier hinweg so mittelmäßige Leistungen erbracht und gestern aber so geglänzt hat.

    Ich kann mich nicht entsinnen, irgendwo gesagt zu haben, ich fände die Gewalt, die z.T. von Fans ausgeht, gut. Im Gegenteil - siehe u.A. mein Blog. Es ging um heulende Menschen, deren Verhalten ich durch Leidenschaft erklärt habe.

    Dass du es nicht verstehen kannst, ist für mich in Ordnung. Wie gesagt, ich hätt jetzt acuh nicht geheult, sondern bin nur sehr traurig. Aber sich vor den Trauernden zu freuen und noch ein wenig gehässig Salz in die Wunde damit zu streuen... Ne, sorry. Das fand ich nicht okay von dir.
  9. Zwischenweltler schreibt am 08.07.2010 um 10:23 Uhr:Bei allem Respekt vor den "Trauernden", aber Leute, das ist doch keine Beerdigung, oder?
    Was ich mich frage: Wieso löst ausgerechnet Fußball solch eine Patriotismus-Welle aus? Nur weil wir die Chance hatten, einmal ganz oben mitzumischen? Und weshalb reicht es uns nicht, gut zu sein (denn das war unsere Mannschaft definitiv), weshalb müssen wir unbedingt die Besten sein? Warum stürzen Welten ein, wenn wir nicht die Besten sind?
    Definieren wir unser persönliches Selbstwertgefühl über die Ergebnisse von Fußballspielen? (So ganz nebenbei bemerkt, dürften die meisten der Trauernden noch nie einen Ball am Fuß gehabt haben.)
    Schaut mal, als es noch einen Jan Ullrich gab, hatten wir einen regelrechten Tour-De-France-Hype. Aber jetzt, wo kein Deutscher zu den Favoriten zählt, interessiert sich auch keiner mehr für die Tour. Warum ist das so? Kann mir das mal einer erklären?
    Ich werde nämlich den Eindruck nicht los, daß bei der ganzen Sachen überhaupt nicht der Sport im Mittelpunkt steht, sondern eine Art patriotischer Selbstbefriedigung.
    Wer wirklich Freude am Sport hat, sollte sich heute auch am Sieg der Spanier erfreuen können, denn die haben einfach guten Fußball gespielt. Oder irre ich da?
  10. ameparia schreibt am 08.07.2010 um 11:09 Uhr:"Ich werde nämlich den Eindruck nicht los, daß bei der ganzen Sachen überhaupt nicht der Sport im Mittelpunkt steht, sondern eine Art patriotischer Selbstbefriedigung.
    Wer wirklich Freude am Sport hat, sollte sich heute auch am Sieg der Spanier erfreuen können, denn die haben einfach guten Fußball gespielt. Oder irre ich da?"

    Da magst du bei Vielen vermutlich Recht haben. Ich würde mich da aber ausnehmen ;). Ich schau immer Fußball und hab bei der WM fast jedes Spiel gesehen - weil es mir so Spaß macht, zuzuschaun. Und wenn diese junge, deutsche Mannschaft spielt, ist es noch toller. ^^
    Natürlich freue ich mich für die Spaniern, sie haben gestern besser gespielt und verdient gewonnen. Klar :). Ich hab gestern Abend auch noch einem spanischen Fan gratuliert - das gehört dazu, so ist Fußball.
    Vielleicht bin ich hier auch einfach ein Sensibelchen, das mit der Mannschaft sehr "mitleidet". Sie tun mir einfach so leid. Niemand hat ihnen zugetraut, dass sie so weit gekommen sind. Sie haben so gekämpft, so schön gespielt - und dann gestern ihre Gesichter zu sehn, das hat mich traurig gemacht. Es tut mir wahnsinnig leid für diese junge, unglaublich tolle Mannschaft (vor zwei Jahren bei der EM war ich nicht sonderlich traurig, weil m.E. Deutshcland während des Turniers einfach nicht so gut war und den Titel auch nicht verdient hätte). Ich hätte es ihnen dieses Jahr von Herzen gegönnt, ins Finale zu kommen. Und ja, wenn dann meine Lieblingsmannschaft verliert, bin ich traurig. Als Portugal nicht weiter gekommen ist, war ich auch traurig.

    Für Viele ist es vielleicht das Gemeinschaftsgefühl, Andere genießen es, endlich mal patriotisch sein zu dürfen, ohne dass man als Nazi beschimpft wird und wieder andere genießen die Erfolgswelle ;). Ich denke übrigens, es spielt bei der Patriotismus-Welle eine große Rolle: man darf man stolz sein auf sein Land, darf mal eine Fahne aus dem Fenster hängen, was sonst einfach tabu ist weil immer "drittes Reich" mitschwingt. Während der EM oder WM kann man das mal vergessen, ich mag das.

    Verstehen muss man nicht unbedingt, weshalb manche Menschen vom Fußball so mitgerissen sind. Aber respektieren sollte man die Gefühle... Wenn es Ausmaße annimmt - okay. Aber, ganz ehrlich - egal ob man nun versteht, wieso jemand traurig ist oder nicht - es gehört zum guten Ton, dass man sich dann nicht direkt neben ihm über das freut, worüber er trauert. Zumindest für mich. Nur darum ging es mir.
  11. Zwischenweltler schreibt am 08.07.2010 um 12:04 Uhr:Mein Kommi ging gar nicht so sehr in Deine Richtung, amiparia, wie Du vielleicht dachtest. Jeder ehrliche Fan hat meinen Respekt und ich verstehe sogar die Trauer.
    Was ich aber auch gerne verstehen möchte, jedoch nicht kann, ist dieses Phönomen des kollektiven Bewußtseins.
    Ich kenne Leute, die wechseln ständig ihre Lieblingssportart - mal Radsport, mal Formel 1, dann wieder Fußball - Hauptsache ein Deutscher ist der Held und möglichst viele schließen sich dieser Hysterie an.
    Nun bin ich ja auch schon ein älteres Semester und mußte selbst miterleben, wie die Altlast "Drittes Reich" an unserer Generation klebt. Allerdings sollte dies doch langsam der Geschichte angehören. Wer also möchte, darf ruhig eine Deutschlandfahne an sein Fenster hängen - auch wenn keine WM ist. Kein Mensch wird ihm deswegen Revisionismus unterstellen wollen.
    Trotzdem scheint unser Nationalstolz irgendwie immer an herausragende Erfolge gekoppelt zu sein.
    Ich würde mir wünschen, daß heute jeder Deutsche, der zufällig auf einen Spanier trifft, diesem gratuliert und auf ein gemeinsames Bier einläd. Das wäre nämlich ein guter Beitrag, die Altlasten vergessen zu machen.
    Zum Verlieren gehört auch, dem Anderen den Triumpf zu gönnen. Und etwas mehr Großherzigkeit würde uns allen gut zu Gesicht stehen. Heißt es nicht immer: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel?
  12. AngelInChains schreibt am 08.07.2010 um 15:06 Uhr:Ame, wir sind hier aber auch nicht in nem Trauer-Thread, sondern in einem allgemeinen Thread über das Spiel gestern, oder nicht? Daher war ich der Meinung, dass man zum SPIEL schreiben kann, was man denkt. Der eine trauert halt, weil Deutschland verloren hat, der andere freut sich, weil Spanien gewonnen hat. Ich jedenfalls fände das legitim.
  13. sternenschein schreibt am 08.07.2010 um 20:34 Uhr:Zum Spiel selbst.
    Spanien und Holland waren bisher noch kein Weltmeister, wenn ich es richtig sehe.
    Deshalb sei es ihnen gegönnt.
    Die Spanier waren gestern besser. Aber überragend fand ich ihre Leistung nun auch wieder nicht. Es war eher eines der langweiligeren Spiele. Das Feuer fehlte ein wenig, dieses, welches die Löw Mannschaft gegen England zeigte.
    Sie spielten eher wie in den ersten Spielen, in denen sie ja auch nicht sooo glänzten.
    Teils gehört wohl auch immer eine Portion Glück zu einem Spiel dazu.
    Nach Freude auf den Gegner sah es mir gestern bei den deutschen Fussballern nicht gerade aus.

    @ame, es hat mich berührt, dass du den vorbeifahrenden Spaniern zugeklatscht hast, sie anhielten und sich bei dir dafür bedankten.
    Das ist Fairnis finde ich.

    @Zwischenweltler,
    du hast noch Boris Becker und Steffie Graf vergessen. Da hing ganz Deutschland bei jedem Tennisturnier vorm Fernseher und fieberte mit. Guckt heute auch kaum noch jemand.
    Ja, es sind Hypes und Wellen, die kommen und gehen.
    Fussball ist bei den Fans wohl etwas beständiger als diese anderen Personenabhängigen Lieblingssportarten.
    Mir selbst würde es etwas schwerfallen, auf "unsere" Mannschaft oder den jeweiligen Sporthelden stolz zu sein.
    Ich bewundere zwar die jeweiligen Leistungen, habe ja aber nichts zu ihnen selbst beigetragen, selbst wenn ich mitfiebern würde. Es ist, wenn sie gewinnen, alleine ihr Verdienst, nicht meiner.
    Und doch rührt mich die Freude über einen Gewinn, oder auch die Trauer um einen Verlsut an.

    Die letzten WM hatten mich nicht so interessiert, wenn ich da an dieses Ballgeschiebe ganz früher beim Spiel Deutschland : Österreich denke.
    Bei dieser WM kam Interesse auf, da die Löw Mannschaft jung und neu war, keiner ihnen etwas zutraute und sie in den letzten beiden Spielen ein Feuerwerk abbrannten, wie man es bei Fussballspielen eben selten sieht.
    Und dieses Feuer war gestern bei ihnen leider erloschen.

    Da ich meistens für Aussenseiter bin, hätte ich den Ghanesen doch auch ein weiterkommen gegönnt. Was sie ohne dieses Handspiel des gegnerischen Spielers im Tor wohl auch geschafft hätten. Im Grunde hatten sie wohl nur Pech gehabt.

    Liebe Grüsse
  14. sternenschein schreibt am 08.07.2010 um 23:51 Uhr:Wenn ich allerdings lese was @Muffin schreibt, das nach einem Streit wegen dem Spiel, ein junger Mann einen anderen in Mühlhausen , mit einem abgebrochenen Flaschenhals ins Herz stach, diesen dann liegenliess und meinte es geschah aus Notwehr. Dazu noch die zwei wegen eines Fussballsterits erschossenen Italiener in Hannover. Ausserdem zahlreiche angezündete und demolierte Container in Thüringen, einem Autofahrer der in eine Fanmange geriet, wurde die Frontscheibe eingeschlagen und Beulen ins Auto getreten.
    Dazu die oftmals nach Bundesligaspielen stattfindenden Strassenkämpfe der Hooligans mit Polizei oder Anhängern gegnerischer Vereine, dann kann ich allerdings auch nur noch den Kopf schütteln und mich fragen was das für merkwürdige Fussballfans sind, die so reagieren.
    Sie schaden dem Fussball und rücken die Fans in ein schlechtes Licht.
    Sind natürlich nicht alle so, aber bei diesen Schlagzeilen kann ich Angel ihr Unverständnis schon verstehen.
  15. ameparia schreibt am 11.07.2010 um 17:14 Uhr:@Zwischenweltler
    Wie schön geschrieben, Zwischenweltler. Ich hatte deinen Eintrag auf mich bezogen, verzeih bitte. Ja, wenn du es so schreibst, kann ich es verstehen, bzw. frage es mich auch. Ich weiß nicht, wieso dem so ist...

    @Angel
    Ich fand's "unangebracht". Ich persönlich hätte es nicht gemacht, hätte Rücksicht genommen, aber gut. Gott sei Dank sind wir alle individuelle Menschen.

    @sternenschein
    "Spanien und Holland waren bisher noch kein Weltmeister, wenn ich es richtig sehe."
    Jap, waren beide noch keine Weltmeister.
    Spanien fand ich Mittwoch besser als während der ganzen WM. M.E. ihr bestes Spiel und auch definitiv "berechtigt" gewonnen.

    "Nach Freude auf den Gegner sah es mir gestern bei den deutschen Fussballern nicht gerade aus."
    Ne, das stimmt. Wir hatten den Eindruck, dass sie Angst hatten, oder zu viel Respekt. Sie haben sich nicht viel getraut, leider. Jap, war eher eines der schwächeren Spiele. Wäre schön gewesen, hätten sie wie gegen Australien, England oder Argentinien gespielt. Aber immerhin haben sie gestern nochmal recht schönen Fußball gezeigt *lächel*.



    Die Gewaltausbrüche schockieren mich auch... Man muss nicht unbedingt die großen Schlagzeilen lesen, es reicht, auf youtube.com zu gehen und sich dort die Kommentare durchzulesen. Das ist das Letzte, solche "Fans" verabscheue ich schlichtweg. Für diese habe ich keinerlei Verständnis.
    Für die jedoch, die weinen, habe ich viel Verständnis. Das ist dann für mich Leidenschaft und Liebe. Die Kämpfe, der Hass, die Wut - das ist für mich keine Leidenschaft zum Fußball, sondern schlicht das Ego oder - pardon - ein unbefriedigtes Sexualleben.

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