Gedanken oder Fragen

11.05.2012 um 23:46 Uhr

Fancoise Hollande, als sei der Teufel in Frankreich eingefahren

Der Teufel persönlich scheint die Franzosen heimgesucht zu haben.
So jedenfalls scheint es, wenn man die Medien sich anschaut.
Die Wünsche eines Scheiterns an der "Realität", der Exorzismus auf hohem konservativ politischem Niveau prägt die Berichterstattung der Medien.
Die Märkte und die Finanzwirtschaft wird dem Präsidenten Hollande seine Flausen schon austreiben. Hand in Hand mit Angela Merkel.

Sie sehen ihn, den künftigen Lenker der "Grande Nation" schon bettelnd auf den Knien rutschend um Hilfe rufen. Das Leben wollen sie ihm schwermachen, seine Vorschläge, sein Wollen ad absurdum führen. Frankreich unter Hollande am liebsten aus der EU Staatengemeinde ausschliessen.

Doch so einfach wird es nicht sein, sich seinen Forderungen und Vorstellungen zu widersetzen.
Was haben uns die konservativen, den Märkten hörigen und die ökonomische Marktkonforme Demokratie verteidigenden EU Staatenführer schon gebracht.
Eine Krise nach der anderen, ein Sparprogramm nach dem anderen, welche letztendlich nichts besser, aber vieles schlechter gemacht hat. Armut und hungernde Menschen, die um ihr Überleben kämpfen in Griechenland, Portugal, Italien, Spanien, Haushaltskürzungen die die Wirtschaft und auch das soziale in den Ländern abwürgen. Immer niedrigere Löhne, mehr Zeitarbeit und Arbeitsverhältnisse von denen man nicht leben kann. Privatisierungen auf Kosten der Bürger.
Wollen wir dieses noch alles, dazu noch in einer verschärften Form? Es muss eben noch mehr gespart werden, sagt Merkel und lässt die Städte und Gemeinde Infrastruktur den Bach hinuntergehen. Schwimmbäder, Büchereien, Jugendzentren und vieles andere wird geschlossen, es reicht nicht, es muss eben noch mehr gespart werden.

Griechenland wird geholfen, nur hat der Grieche nichts davon. Die Hilfsgelder stehen unter dem Vorbehalt, dass sie nur genutzt werden dürfen, um Schulden oder Zinsen der Banken, die Forderungen haben, davon vorrangig zu bezahlen.

Und jetzt der Leibhaftige Hollande in Frankreich.
Der es einfach nicht einsehen will, Sparen als Allheilmittel, als gute Medizin anzusehen.
Er will den Leistungsträgern ihren verdienten Lohn wegnehmen, heisst es. Sie höher besteuern. Frechheit könnte man sagen, wenn er Einkommen von über 1 Millionen Euro jährlich, für das was darüber geht mit über 70 Prozent besteuern will.
Würde uns dieses nicht alle tief treffen, denn wer verdient schon weniger als 1 Millionen Euro jährlich? Doch kaum einer und wenn dann sind es die Looser, die eh nicht mehr verdient haben.

Ganz schlimm auch, er will die Bezüge für Präsidenten, Minister, und Regierungschefs kürzen. Darf doch wohl nicht wahr sein!
Dafür will er auch noch mehr Geld in die Schulen, Kindergärten, Jugendausbildung, sozialen Wohnungsbau, ÖVPN in der Fläche und anderen Firlefanz stecken.
Ja hta der Hollande denn noch alle beisammen, wo lebt er denn, wenn er noch nicht mitbekommen hat, all dieses braucht keiner, Sparen ist angesagt.
Lieber sollte er doch die Suppenküchen und Tafeln für die Armen ausbauen, so wie Merkel es für die Hartz IV Empfänger macht, dann braucht er auch keine 35 Stunden Woche und Kündigungsschutzgesetze, die nur die Arbeiter von Niedriglohnjobs fernhält, bequem und faul macht.

Nein, ich bin schon froh. dass die Franzosen einen Sozialisten zum Präsidenten gewählt haben, den Teufel in Person für die Neoliberalen in Deutschland.
Für dir, die uns letztendlich immer weiter in den Abgrund führen, wie man anhand der Krisen gut sehen kann.
Hollande sein 60b Punkte Plan würde der SPD auch gut zu Gesicht stehen, nur sind die SPD Oberen leider schon seit langer Zeit keine Sozialisten mehr, geht ja auch nciht, sonst würden sie sich ja von der CDU, FDP und den Grünen unterscheiden.
Das wollen sie nicht und in diesem Einheitsbrei der Marktwirtschft hörigen Parteien, die den Lobbygruppen und der Fianzwirtschaft sich andient, versinken. Wenn schon untergehen, dann glorios. Stones können schnell und tief sinken, wenn man sie ins Wasser wirft, aber nicht nur Steinmeiers und Streinbrücks auch Gabriels, der meint noch härter sparen zu wollen, als es die CDU und FDP schon forder

So, wer bis hierhin mit dem lesen durchgehalten hat, der kann sich noch schnell die deutsche Übersetzung der 60 Forderungen und Vorhaben von Hollande anschauen:

wiesausieht.de der 60 Punkte Plan von Hollande *klick*

und sagen was an diesen Vorhaben so falsch sein soll.
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Alcide schreibt am 12.05.2012 um 17:48 Uhr:Wohltuende Worte, danke!
    Hoffentlich meint ers auch ernst, Herr Hollande, und macht uns nicht den Schröder!
  2. KREATIV schreibt am 12.05.2012 um 17:54 Uhr:Tja, klingt gut. Die Punkte 3 und 5 sprechen mich besonders an.
  3. Jari schreibt am 13.05.2012 um 17:32 Uhr:Ich bin wirklich, wirklich gespannt, was jetzt aus Frankreich wird und wohin Hollande die Nation führt. Für diesen Weg mit viel Gegenwind wünsche ich ihm alles Gute und dass er seiner Linie treu bleibt und nicht plötzlich zurückkrebst.
  4. sternenschein schreibt am 18.05.2012 um 04:34 Uhr:Hoffe ja auch, er nimmt nicht den Weg von Schröder und Blair, bleibt standhaft bei seiner Linie.
    Die ersten Zeichen aus Paris lassen ja hoffen.
    Sarkozy hatte sich als erste Amtshandlung sein Präsidenentengehalt hochgesetztt.
    Hollande hatte als erste Amtshandlung sein Präsidentensalär sowie die Ministergehälter um 30 % gekürzt, dazu ethische Regierungsrichtlinien erlassen was Nebenbeschäftigungen der Minister angeht.
    Lässt schon mal hoffen.
    Am selben Tag hat Merkel, um zu zeigen wie falsch die Politik Holannde's ist, dads Kanzler und die Ministergehälter in Deutschland hinaufgesetzt.
    Liebe Grüsse
  5. Jari schreibt am 20.05.2012 um 13:41 Uhr:Ob sie realisieren werden, welche Linie dem Volk mehr zusagt? Hollande hat damit ja schon starke Zeichen gesendet.

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