Ich ärger mich..
Stimmung: ärgerlich bis wütend
Kinder sollen laufen lernen, um dann stillsitzen zu müssen.
Sie sollen sprechen lernen, um dann schweigen zu müssen. Sie sollen zuhören lernen, um dann angeschrien zu werden. Sollen selbständig werden, um dann alles selbständige verboten zu bekommen. Und als sei das nicht genug, werden sie auch heute noch manchmal geschlagen, obwohl im Gesetz steht:
Ein Kind hat das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Dieses Gewaltfreiheit beinhaltet sowohl körperliche Gewalt, als auch seelische Misshandlung und Erniedrigung!
Aber scheinbar ist das bei vielen Eltern noch nicht angekommen. Was gibt einem Erwachsenen das Recht, seine Launen, seine Verzweiflung, seine Ängste und Unsicherheiten an einem Kind auszulassen? Dann vielleicht noch zu sagen, ich will doch nur Dein bestes. Zu fordern ohne Ende, Druck auszuüben, und damit soviel zu zerstören. Kinder sollen groß und erwachsen werden, aber erst wenn der Erwachsene die Erlaubnis dazu gibt.
Reinhard May sang einmal:
Kinder werden als Riesen geboren,
doch mit jedem Tag der dann erwacht....
tun wir etwas, was sie kleiner macht,
bis sie wie erwachsene Zwerge
endlich so klein, wie wir großen sind!.
Manches ist zum kotzen! Ist alles nicht wissenschaftlich fundiert, aber das stört mich nicht.

ich bin selber mit vielen Schlägen aufgewachsen. Meine Mum war sehr streng. Ich habe es bei meinen Kiddy´s anders gemacht und es trotzdem vergeigt. Sie sind zu Fremden meistens höflich, aber zuhause richtige Iddis. Was lief falsch ? Ich wollte sie nie schlagen und Gewalt ausüben. Manchmal aber denke ich, dass sie dann respektvoller wären. Es geht hier richtig zur Sache - alles unter der Gürtellinie. Schläge können aber doch keine Alternative zur Freundschaft sein ! Wo ist der Mittelweg, gibt es ihn überhaupt ?
lg Archi
Ich bin Mutter und dreimal sogar Stiefmutter und ich habe die
Kinder mit Liebe aber auch einer gewissen Konsequenz erzogen.
Die andere, leibliche Mutter, hat ihre drei Kinder anders erzogen, ohne
Verbote und auch ohne Diskussionen. (Die Stiefkinder lebten natürlich bei ihr - sie hatte das Sorgerecht)
Für die Kinder ein Traum - zu mir (uns) wollten sie nicht und heute...
heute sagen ALLE drei Stiefkinder, sie wären doch wohl besser schon früher zu uns (der bösen Stiefmutter und dem leiblichen Vater) gezogen, dann wäre die Chance auf einen guten schulischen Abschluss, einen Ausbildungsplatz und einen anschliessenden guten Job grösser gewesen.
Meine leibliche Tochter, die immer bei mir gelebt hat, hat eine relativ gute schulische Ausbildung, einen Ausbildungsplatz und eine genaue Vorstellung wie ihr Leben aussehen soll. Sie verfolgt ihre Ziele, was man von den anderen Kindern nicht sagen kann, denn die haben keine!
Die anderen Kinder sind arbeitslos oder noch in der Schule ohne genaue Vorstellung wie es weiter gehen soll usw. usw. usw. (Beispiel: ich mache Fachabi für Elektrotechnik aber ich möchte anschliessend Maler und Anstreicher werden! O-Ton dieses Frühjahr!)
Ich halte nichts davon Kinder zu schlagen, aber Regeln und Gradlinigkeit in der Erzíehung gehören für mich zusammen.
Dazu gehört einfach auch ein gewisser Druck den man ausüben muss, gerade wenn die Pubertät ansteht oder die Trotzphase.
Das ist meine Meinung und durch den Vergleich mit den Kindern wird mir das nur bestätigt.
Es reicht eben NICHT Kinder zu lieben und ihnen die Wünsche von den Augen abzulesen und sie auf Händen zu tragen wie kleine Prinzen und Prinzessinnen.
Es ist viel wichtiger sie auf das Leben vorzubereiten, mit Spiel und vor allem mit einer richtigen "Anleitung", so dass sie Freude am Leben haben und sich auf das Erwachsensein freuen.
Ich verurteile Schläge und psychischen Terror auch! DAs hat mit Liebe und ERziehung nichts zu tun - daran sieht man nur die Unsicherheit und Unfähigkeit der Eltern ihre Kinder zu erziehen.
Gruß
Veela
Psychischen Terror haben sie oft mit mir getrieben... Mein Vater hat gefragt ob ich wohin mit will und hat dann gesagt, er wartet beim Auto, und wenn ich kam, hat er das Auto gestartet und fuhr los...und ich stand mitten auf der Straße... sowas kam öfter vor.
Ich habe 2 kleinerer Brüder, wenn ich irgendwas in der Schule nicht auf die Reihe bekam, wurde ich solange angeschrien, bis ich nur noch weinte, auch wenn ich schon 14/15 oder älter war. Ich hatte immer einen wahnsinnigen Druck, alles musste gut laufen, die Noten mussten gut sein, unbedingt, ich wusste, wenn ich nicht zu Hause bleibe, dann geht das von jetzt an auf meine Brüder, dazu kommt, dass einer von beiden Legasteniker ist, er wird wohl nie besser als 5-6 in einem Diktat haben..
Ich wäre gegangen, ich glaube wirklich ich wäre gegangen, wenn ich nicht so Angst um die beiden gehabt hätte.
Nun ja, diese Art Erziehung ist natürlich beschissen..aber ich habe dadurch einen sehr guten Abschluss bekommen, gute Möglichkeiten...ich weiß nicht, wie das mit meinen Brüdern ist, sie sind um einiges jünger als ich. Aber ich denke, auch für sie sieht es nicht schlecht aus. Trotzdem werde ich das nie niemals so bei meinen Kindern machen.
Das Gesetz schützt nicht die Kinder, Kinder lieben ihre Eltern trotzdem, Kinder wissen nicht, dass man ihnen helfen kann, wenn ein Kind Hilfe braucht, dann fragt es Mama und Papa, andre Hilfe kennt es nicht. Mit andren Leuten spricht es nicht. Was ist Gerechtigkeit?