Ist ein Studium wichtig fuer die Zukunft?
Stimmung: gut
Darauf schrieb ich ihr, sie hat so viel Wissen angesammelt, an der Uni des Lebens..nur eben keine akdemischen Würden.
Sind diese so wichtig? Macht ein Doktortitel, ein Diplom einen besseren Menschen aus? Macht ein Studium glücklich, sichert es die Zukunft?
Diese Frage, stellt sich im Moment AngelInChains.
Was habt ihr Ausbildungsmässig vor, welchen Beruf gelernt, wie zufrieden seid ihr damit.
Dieses fragt sie, in ihrer
Umfrage, AngelInChains, hier klicken
in ihrem Blog.
Ich bitte Euch, nehmt Euch kurz die Zeit, schreibt ihr einen Kommentar mit Eurer Meinung zu diesem Thema in Ihre Umfrage. Interessiert mich auch sehr, was ihr zu ihren Fragen sagt.

So wird das Studium wohl immer ein Traum bleiben müssen. Sehr schade!
Lg Schmetterling
und was habe ich heute davon? in meinem beruf (architektur) gibt es auf 700 einwohner deutschlands einen architekten/In ... es gibt für mütter (vorallem mit kleinen kindern) keine chance für einen wiedereinstieg und ich kenne ein paar selbständige architekten, die weit unter der grenze arbeiten, die ihnen laut honorarordnung zustehen würden (die sogar gesetzlich vorgeschrieben sind!).
letztenendes hat mir das studieren aus jetziger beruflicher sicht nicht die arbeitsstelle gebracht, die ich mir erhofft habe - aber ich sehe es auch nicht als verloren an, wie so einige menschen in meinem umfeld (und dafür hast du nun sechs jahre studiert ...) - ich habe in dieser zeit eine große persönliche veränderung erlebt, die mir fast noch wichtiger erscheint, als alle berufliche ausbildung.
aber auch all das kreative durfte ich durch mein studium ausleben, ich habe einen blick für eine gewisse ästhetik entwickeln können und das lebe ich jetzt einfach weiter!
du siehst, ein studium sichert einem noch lange keine berufliche zukunft (jedes jahr werden allein an der dresdner uni 120-150 absolventen in die arbeitslosigkeit entlassen!!!), sie macht aus einem menschen kein höheres oder niederes wesen, wenngleich uns der arbeitsmarkt oft das gegenteil beweist ...
viel schlimmer finde ich die tatsache, dass unsere zwei/drei-klassen-gesellschaft jetzt ihre vollendung im arbeitsamt findet. bei uns werden hochschulabsolventen feinsäuberlich von den "normalsterblichen" getrennt - ich finde das sooooo makaber!!! auch werden einzelne förderprogramme nur für studierte bereitgestellt - unfassbar! intern werden hartzV-empänger in weitere kategorien von a bis e eingeteilt und je weiter man im alphabet nach hinten gerutscht ist, desto weniger wird dir noch irgendwie geholfen werden ...
DAS sind dinge, die mir angst machen!
und wenn ich um mich schaue, dann habe ich viele "unstudierte" freunde ... aber es sind viele, vor denen ich den hut ziehe, denn sie haben das leben studiert, sie regen mich zu neuem denken an, schaffen es immer wieder, interessante diskussionen zu führen und mich auch mal in meiner meinung zu verändern.
Ein Dankeschoen an Euch und die anderen, die bei AngelInChaine ihren Kommentar schrieben..
Ich finde, was ihr da geschrieben habt, sehr ehrlich und nachdenkenswert.
Der falsche Beruf, den man nicht wirklich ausüben will, macht wohl wirklich nicht gluecklich.
Ich glaube, in einen Beruf zu dem man sich auch berufen fuehlt, koennte man so viel mehr leisten. Leider wird die Leistungsbereitschaft, aber von vielen Firmen nicht anerkannt. Da werden oft noch die einzelnen gegeneinander ausgespielt.
Was ich auch als sehr schwierig ansehe, im Alter von 15 nid 18 wissen zu sollen, welcher Beruf der richtige fuer einen ist.
Gut, es gibt Schulpaktika, Girlsdays zum reinschnuppern. Aber oftmals wissen jugendliche garnicht genau, welche Berufe es alles gibt, und auch nicht wirklich was man in diesen Berufen macht.
Liebe Gruesse und nochmal dankeschoen.
Dazu kommt, das uns vorgegaukelt wird, mit der richtigen Bildung finden auch alle einen Arbeitsplatz. Dem ist nicht so, wenn man die Einzelschicksale sieht, und die Berichte darueber liest.
Und wenn dann zu einer Ingeneursausbildung z.B. noch ein gewisses Alter kommt, dann hat der Mensch kaum noch eine Chance, selbst wenn dauernd gesagt wird, wir braeuchten mehr Ingeneure.
Das es in der Architektur so schlecht aussieht, macht mich betroffen, denn ich kenne zwei Maedchen, die gerade Architektur studieren. Es ist kein leichtes Studium, mit den ganzen Berechnungen, den Skizzen, dem Vermessen, den Modellen. Dann weisst Du ja auch, das Augenringe fast bis zu den Fuessen zu den Modeaccesoirs des Architekturstudenten gehoeren.
Zudem wird da im ersten Jahr gnadenlose Auslese betrieben.
Einige Klausuren dienen wohl nur dem Aussieben.
Fuer die beiden ist es aber ihr Traumberuf, waere schade, wenn sie ihn nach dem Studium nicht ausueben koennten.
Liebe Gruesse
sternenschein
Schönen Gruß
Sascha