Gedanken oder Fragen

11.08.2007 um 08:24 Uhr

Ist ein Studium wichtig fuer die Zukunft?

Stimmung: gut

Brunhilde sagte mal, sie hätte so gerne studiert.
Darauf schrieb ich ihr, sie hat so viel Wissen angesammelt, an der Uni des Lebens..nur eben keine akdemischen Würden.
Sind diese so wichtig? Macht ein Doktortitel, ein Diplom einen besseren Menschen aus? Macht ein Studium glücklich, sichert es die Zukunft?

Diese Frage, stellt sich im Moment AngelInChains.
Was habt ihr Ausbildungsmässig vor, welchen Beruf gelernt, wie zufrieden seid ihr damit.
Dieses fragt sie, in ihrer
Umfrage, AngelInChains, hier klicken
in ihrem Blog.

Ich bitte Euch, nehmt Euch kurz die Zeit, schreibt ihr einen Kommentar mit Eurer Meinung zu diesem Thema in Ihre Umfrage. Interessiert mich auch sehr, was ihr zu ihren Fragen sagt.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenBrunhilde schreibt am 11.08.2007 um 15:20 Uhr:Bei mir war es halt so, dass sich damals niemand richtig darum gekümmert hat. Man hat eben die Mittlere Reife gemacht und dann einen Beruf erlernt. Im Laufe der Zeit entwickelt man sich weiter. Ich war nie zufrieden mit dem, was ich beruflich machte und habe immer von einem Studium geträumt. Wie das so ist: Wenn man etwas nicht haben kann, wünscht man es sich sehr. Hätte ich gleich die Möglichkeit gehabt, Abi zu machen und anschließend zu studieren, hätte das Ganze wohl nicht so einen großen Stellenwert für mich gehabt. Ich habe also den Schulabschluss neben meiner Arbeit nachgeholt und wollte eigentlich ein Studium, am liebsten Germanistik, beginnen. Jetzt ist allerdings die Krux mit den Studiengebühren gekommen, so dass ich mir ein richtiges Studium leider nicht leisten kann. Da ich meine Arbeit vor einiger Zeit verloren habe, bleibt mir sowieso nur wenig zum Leben und ich versuche, mich mit allem Möglichen über Wasser zu halten. Studiengebühren sind da nicht mehr drin.
    So wird das Studium wohl immer ein Traum bleiben müssen. Sehr schade!
  2. zitierenSchmetter_ling schreibt am 11.08.2007 um 16:18 Uhr:Danke Sternenschein für den Hinweis-hab bei AngelInChains gleich was geschrieben...der Kommentar wird wohl bald erscheinen!

    Lg Schmetterling
  3. zitierenSchussel schreibt am 11.08.2007 um 20:02 Uhr:Habe auch meine Meinung da gelassen
  4. zitierenNoZi schreibt am 11.08.2007 um 22:37 Uhr:sternenschein ... ich hatte das glück, dass kurz vor meinem studienbeginn die wende kam und ich das studieren konnte, was ich gerne studieren wollte. ich habe das studium geliebt, ich habe die arbeit geliebt (und liebe zum teil heute noch, obwohl ich jetzt nicht mehr in der branche bin) ... aber für mich war es nicht wichtig, zu studieren, damit ich einen höheren abschluss habe.
    und was habe ich heute davon? in meinem beruf (architektur) gibt es auf 700 einwohner deutschlands einen architekten/In ... es gibt für mütter (vorallem mit kleinen kindern) keine chance für einen wiedereinstieg und ich kenne ein paar selbständige architekten, die weit unter der grenze arbeiten, die ihnen laut honorarordnung zustehen würden (die sogar gesetzlich vorgeschrieben sind!).
    letztenendes hat mir das studieren aus jetziger beruflicher sicht nicht die arbeitsstelle gebracht, die ich mir erhofft habe - aber ich sehe es auch nicht als verloren an, wie so einige menschen in meinem umfeld (und dafür hast du nun sechs jahre studiert ...) - ich habe in dieser zeit eine große persönliche veränderung erlebt, die mir fast noch wichtiger erscheint, als alle berufliche ausbildung.
    aber auch all das kreative durfte ich durch mein studium ausleben, ich habe einen blick für eine gewisse ästhetik entwickeln können und das lebe ich jetzt einfach weiter!

    du siehst, ein studium sichert einem noch lange keine berufliche zukunft (jedes jahr werden allein an der dresdner uni 120-150 absolventen in die arbeitslosigkeit entlassen!!!), sie macht aus einem menschen kein höheres oder niederes wesen, wenngleich uns der arbeitsmarkt oft das gegenteil beweist ...

    viel schlimmer finde ich die tatsache, dass unsere zwei/drei-klassen-gesellschaft jetzt ihre vollendung im arbeitsamt findet. bei uns werden hochschulabsolventen feinsäuberlich von den "normalsterblichen" getrennt - ich finde das sooooo makaber!!! auch werden einzelne förderprogramme nur für studierte bereitgestellt - unfassbar! intern werden hartzV-empänger in weitere kategorien von a bis e eingeteilt und je weiter man im alphabet nach hinten gerutscht ist, desto weniger wird dir noch irgendwie geholfen werden ...

    DAS sind dinge, die mir angst machen!

    und wenn ich um mich schaue, dann habe ich viele "unstudierte" freunde ... aber es sind viele, vor denen ich den hut ziehe, denn sie haben das leben studiert, sie regen mich zu neuem denken an, schaffen es immer wieder, interessante diskussionen zu führen und mich auch mal in meiner meinung zu verändern.
  5. zitierensternenschein schreibt am 11.08.2007 um 23:50 Uhr:@Schussel, Schmetterling und Brunhilde,
    Ein Dankeschoen an Euch und die anderen, die bei AngelInChaine ihren Kommentar schrieben..
    Ich finde, was ihr da geschrieben habt, sehr ehrlich und nachdenkenswert.
    Der falsche Beruf, den man nicht wirklich ausüben will, macht wohl wirklich nicht gluecklich.
    Ich glaube, in einen Beruf zu dem man sich auch berufen fuehlt, koennte man so viel mehr leisten. Leider wird die Leistungsbereitschaft, aber von vielen Firmen nicht anerkannt. Da werden oft noch die einzelnen gegeneinander ausgespielt.
    Was ich auch als sehr schwierig ansehe, im Alter von 15 nid 18 wissen zu sollen, welcher Beruf der richtige fuer einen ist.
    Gut, es gibt Schulpaktika, Girlsdays zum reinschnuppern. Aber oftmals wissen jugendliche garnicht genau, welche Berufe es alles gibt, und auch nicht wirklich was man in diesen Berufen macht.
    Liebe Gruesse und nochmal dankeschoen.
  6. zitierensternenschein schreibt am 12.08.2007 um 00:01 Uhr:@NoZi, teilweise ist unsere ganze Gesellschaft wohl makaber. Das hoert sich schon fast nach Kastensystem an.
    Dazu kommt, das uns vorgegaukelt wird, mit der richtigen Bildung finden auch alle einen Arbeitsplatz. Dem ist nicht so, wenn man die Einzelschicksale sieht, und die Berichte darueber liest.

    Und wenn dann zu einer Ingeneursausbildung z.B. noch ein gewisses Alter kommt, dann hat der Mensch kaum noch eine Chance, selbst wenn dauernd gesagt wird, wir braeuchten mehr Ingeneure.

    Das es in der Architektur so schlecht aussieht, macht mich betroffen, denn ich kenne zwei Maedchen, die gerade Architektur studieren. Es ist kein leichtes Studium, mit den ganzen Berechnungen, den Skizzen, dem Vermessen, den Modellen. Dann weisst Du ja auch, das Augenringe fast bis zu den Fuessen zu den Modeaccesoirs des Architekturstudenten gehoeren.
    Zudem wird da im ersten Jahr gnadenlose Auslese betrieben.

    Einige Klausuren dienen wohl nur dem Aussieben.

    Fuer die beiden ist es aber ihr Traumberuf, waere schade, wenn sie ihn nach dem Studium nicht ausueben koennten.
    Liebe Gruesse
    sternenschein
  7. zitierenNoZi schreibt am 12.08.2007 um 12:47 Uhr:sternenschein ... wenn sie es wollen, dann schaffen sie es auch. sag ihnen, sie sollen unbedingt ins ausland gehen während des studiums und sie sollen evtl. gedanken an kinder weit weit weg schieben!!!
  8. zitierenDrueber schreibt am 13.08.2007 um 11:17 Uhr:hab auch meinen Senf dazugegeben, da mich dies Thema gerade zur Zeit anspricht :)
    Schönen Gruß
    Sascha

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