Gedanken oder Fragen

16.09.2010 um 05:56 Uhr

Mutter bringt sich und ihre zwei Söhne um

In Lorch tötete eine Mutter sich und ihre zwei Söhne.
Die 44 jährige Frau lebte getrennt von ihrem Mann.
Als dieser die Kinder besuchen wollte, öffnete ihm niemand. Von aussen konnte er in das Badezimmer schauen. Dort sah er die 44 jährige Frau und die beiden Söhne, 7 und 12 Jahre alt tot liegen.
Die Mutter hatte im Bad einen Holzkohlegrill angezündet und so haben wohl sie, sowie die beiden Söhne sich am Kohlenmonoxid vergiftet.
Die Polizei geht von einem "erweiterten" Suizid ohne Fremdverschulden aus.

Mal wieder ein "Familiendrama, und mal wieder sind Kinder mit getötet worden. Kinder die Opfer.

Und ich frage mich mal wieder, was muss in dieser Frau vorgegangen sein, wie verzweifelt muss sie gewesen sein, sich und gleichzeitig auch ihre Kinder zu töten?

In den letzten Tagen kamen vermehrt Personen auf meinen Blog, die bei Google eingaben:
Mutter tötet Sohn
Kommt man bei Selbstmord in den Himmel
Selbstmord durch Holzkohlegrill Selbstmord durch Kohlenmonoxid

Schon merkwürdig diese Suchanfragen.

Der Gedanke, dass diese Mutter vielleicht dabei war, auf meinem Blog über diese Themen vielleicht las.
Ich hoffe ja nicht. Ich hoffe, ich habe sie nicht auf diese Gedanken gebracht, in ihrer wohl grossen Verzweiflung.

Immer wieder erschreckend diese "Familiendramen" bei denen Menschen getötet werden, sterben müssen.
So wie bei dem 52 jährigen Vater in Hessen, der in den letzten Tagen die 4 jährige Tochter, den Sohn sowie wie sich selbst tötete, oder der andere 48 jährige Vater, der in Rosenheim seine Frau tötete, seinen Sohn erhängte und selbst noch auf der Flucht iist.

Oder dieser 62 jährige Mann, der wegen Verstosses gegen das Waffengesetz vorbestraft war, seine 42 jährige Bekannte erschoss. Mit der Toten im Auto zu ihrem Exmann nach Kassel fuhr, den 43 jährigen Exmann auch noch mit Schüssen schwer verletzte. Sich der Verhaftung entzog, indem er sich selbst erschoss.

Was geht bloss in diesen Menschen vor sich?
Haben sie niemals gelernt sich in Anstand zu trennen?
Weshalb nehmen sie so oft ihre Knder mit in den Tod?
Ich kann es nicht verstehen.
..

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. ina schreibt am 16.09.2010 um 11:04 Uhr:Hallo!


    Ich verstehe das nicht - wieso aus Angst-falsche Hände? Die Kinder haben das RECHT auf ihr leben. Ich kenne Menschen die sind im Heim aufgewachsen- Sie sind nun auch Erwachsen und haben das Leben gut in der Hand und sie lieben das Leben. Ein Leben ist eine Geschenk Gottes - SOLL MAN NICHT TÖTEN!
    Wenn sie so einen Punkt schon mal hatten dann vertrauen sie sich ihren Arzt an. Das meine ich nicht BÖSE! Aber viele Menschen kämpfen wegen Krankheiten etc um das Überleben. Schulde, Liebeskummer etc. sind keine SORGEN. Gesundheit ist die Nr.1 alles andere kann man alles wieder bewältigen.
    Lebt euer Leben und schätzt es bitte.
  2. David schreibt am 16.09.2010 um 11:08 Uhr:
    ina:Hallo!Ich verstehe das nicht - wieso aus Angst-falsche Hände? Die Kinder haben das RECHT auf ihr leben. Ich kenne Menschen die sind im Heim aufgewachsen- Sie sind nun auch Erwachsen und haben das Leben gut in der Hand und sie lieben das Leben. Ein Leben ist eine Geschenk Gottes - SOLL MAN NICHT TÖTEN!Wenn sie so einen Punkt schon mal hatten dann vertrauen sie sich ihren Arzt an. Das meine ich nicht BÖSE! Aber viele Menschen kämpfen wegen Krankheiten etc um das Überleben. Schulde, Liebeskummer etc. sind keine SORGEN. Gesundheit ist die Nr.1 alles andere kann man alles wieder bewältigen.Lebt euer Leben und schätzt es bitte.



    Schliesse mich dem an.
  3. ina schreibt am 16.09.2010 um 11:10 Uhr:
    ina:Hallo!Ich verstehe das nicht - wieso aus Angst-falsche Hände? Die Kinder haben das RECHT auf ihr leben. Ich kenne Menschen die sind im Heim aufgewachsen- Sie sind nun auch Erwachsen und haben das Leben gut in der Hand und sie lieben das Leben. Ein Leben ist ein Geschenk Gottes - SOLL MAN NICHT TÖTEN!Wenn sie so einen Punkt schon mal hatten dann vertrauen sie sich ihren Arzt an. Das meine ich nicht BÖSE! Aber viele Menschen kämpfen wegen Schulden, Krankheiten etc um das Überleben. Schulde, Liebeskummer etc. sind keine SORGEN. Gesundheit ist die Nr.1 alles andere kann man alles wieder bewältigen.Lebt euer Leben und schätzt es bitte.


    Sorry R-Fehler
  4. Muffin schreibt am 16.09.2010 um 14:36 Uhr:Ich glaube auch fast, dass die Eltern ihre Kinder mit in den Tod nehmen, weil sie nicht wollen, dass sie in falsche Hände kommen oder aber weil sie nicht wollen, dass es ihnen genau so ergeht, wie den Eltern selbst, die wahrscheinlich ein schrecklich verzweifeltes Leben geführt haben müssen. Verstehen kann ich das auch nicht, lieber sternenschein. Ich kann nur versuchen mögliche Erklärungen dafür zu finden, aber das hilft nicht dabei es zu verstehen. Immerhin kann ich mich nicht in diese Menschen hinein versetzen. Ich liebe mein Leben, auch wenn manche Zeiten manchmal sehr schwer sein können. Ich denke auch, wenn Menschen für sich selbst beschlossen hatten, dass ihr Leben keinen Sinn mehr hatte, dann sollte man es auf irgendeine Weise akzeptieren. Für Anghörige, Freunde und Verwandte ist das vllt der einzige Trost. Man muss es nicht verstehen, aber akzeptieren. Aber wenn diese Menschen andere mit in den Tod nehmen, dann möchte ich das weder verstehen noch akzeptieren. Ich stimme meinen Vorrednern zu, dass das Leben ein Geschenk ist. Wenn man es selbst nicht will, okay, aber es anderen wegzunehmen ist auf keine Art zu rechtfertigen.
    Liebe Grüße
  5. Yaimm schreibt am 16.09.2010 um 14:50 Uhr:
    ina:
    Die Kinder haben das RECHT auf ihr leben..

    Richtig!

    "Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
    Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
    Sie kommen durch euch, aber nicht von euch.
    Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
    denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
    Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
    denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt,
    nicht einmal in euren Träumen.
    Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein;
    Aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen. "

    Um Khali Gilbran zu zitieren, weil ich es selbst nicht besser sagen könnte.
  6. ina schreibt am 16.09.2010 um 18:28 Uhr:Das ist sehr gut geschrieben. Besser geht es nicht.
    Wünsche ihnen ein schönes, friedliches, gesegnetes Leben.


    ina
  7. aenne schreibt am 17.09.2010 um 17:44 Uhr:Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich diese Grenze, meine Kinder in den Freitod mitzunehmen, nie überschreiten würde. Obwohl ich selbst schon mal an diesem Punkt stand. Es wäre eine Kurzschlußreaktion gewesen und die Existenz meiner Kinder bewahrte mich davor.
    Aus beruflicher Erfahrung weiß ich, oftmals steckt eine psychische Erkrankung dahinter und diese Mütter können sich einfach nicht vorstellen, dass ihre Kinder ohne die mütterliche Liebe weiterleben können. Daher wählen sie diesen Weg.
    In meinem privaten Umfeld hatte ich leider schon dieses schreckliche Erlebnis, es liegt mittlerweile 15 Jahre zurück. Durch diesen Eintrag erinnere ich mich daran, ich fühle mich berührt und aufgewühlt. Damals konnte ich es überhaupt nicht verstehen, war doch selbst erst Mutter geworden. Heute weiß ich, dass sich so etwas Schreckliches leider nicht immer verhindern läßt, denn die menschliche Seele ist unergründbar.
  8. taschenlampe schreibt am 18.09.2010 um 17:03 Uhr:"Haben sie niemals gelernt sich in Anstand zu trennen? "

    Sternenschein, ich glaube nicht, dass es etwas mit Anstand haben oder nicht zu tun hat. Selbst wenn...
    wenn ein Mensch so verzeifelt und so hoffnungslos ist, dass er diesen letzten Schritt gehen wird, dann werden ihn so Kinkerlitzchen wie Anstandsnormen nicht interessieren.
    Ich meine eher, diese Menschen haben niemals gelernt mit schwierigen Situationen umzugehen, niemals gelernt, wieder aufzustehn, wenn man am Boden liegt.

    Ihre Kinder nehmen sie manchmal mit, um ihnen die Schande und Last zu ersparen, mit dem Suizid der Mutter/der Vaters leben zu müssen.
    Aus Verzweiflung eben.

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