Gedanken oder Fragen

09.03.2011 um 07:59 Uhr

Mutter muss ins Krankenhaus, wer versorgt das Baby oder Kleinkind

Wo bekommt man Hilfe, wenn Mutter in Klinik und Baby versorgt werden muss.
Schrieb sie in einer Google Suchanfrage.
Ein kurzer Satz, hinter dem abèr eine grosse Problematik steht.

Nun kann man das Baby oder auch Kleinkinder ja nicht sich einfach selbst überlassen, in dieser Notlage.
Wo bekommt man da Hilfe und Beistand?

Im Grunde ist dafür die Krankenkasse, Rentenversicherung oder Unfallversicherung zuständig. Bei Sozialhilfeempfänger auch die Sozialkassen.

Sie müssen, wenn Kinder unter 12 Jahren im Haushalt leben, eine Haushaltshilfe für die Zeit des Klinikaufenthaltes stellen. Diese übernimmt das Einkaufen, Kochen, Waschen und die Kinderbetreuung und Haushaltsführung.
Dieses aber nur, wenn im Haushalt keine weitere Person lebt, (kommt hier nicht auf die Volljährigkeit an) , die den Haushalt weiterführen könnte.
Allerdings soll dieses weiterführen nicht dazu führen, dass sich Kinder vom Schulunterricht oder Partner von ihrer Arbeit freistellen lassen müssten.

Dieses gilt auch alles für die Mitaufnahme einer haushaltsführenden Person als Begleitperson ins Krankenhaus.

Diese stellen einer Haushaltshilfe für die Dauer des Krankenhausaufenthaltes muss vor dem Klinikaufenthalt bei der jeweiligen Krankenkasse beantragt werden.
Die Familie muss 10 % der Kosten pro Kalendertag hinzuzahlen, mindestens 5 Euro aber höchstens 10 Euro pro Kalendertag.

Sollte die Kasse aus irgendwelchen Gründen den Antrag ablehnen, könnte man noch bei dem zuständigen Jugendamt einen Antrag auf ambulante Familiepflege stellen, um die Betreuung und Versorgung eines Kindes in Notsituationen sicher zu stellen.

Ja, es ist nicht einfach, wenn die Mutter in die Klinik kommt, besonders wenn sie alleinerziehnd ist und zu Hause kleine Kinder hat.

Ich mag es mir garnicht vorstellen, dass die Fragerin von oben, ein 12 oder 14 jähriges Mädchen ist, die jetzt alleine verzweifelt mit dem Baby zu Hause sitzt, die Mutter in der Klinik ist, und sie nicht weiter weiss.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Nasoetwas schreibt am 09.03.2011 um 08:33 Uhr:Das ist wirklich ein Problem. Du hast ja alle Fragen schon beantwortet.

    Oft suchen Menschen auch Hilfskräfte über das Internet.
    Ich würde allerdings davor warnen, besonders wenn es sich um Kinder handelt, eine Hilfsperson über das Internet zu suchen.
  2. sternenschein schreibt am 09.03.2011 um 09:28 Uhr:Liebe Nasoetwas,
    vor irgendwelchen Leuten aus dem Internet würde ich auch warnen.
    Im Grunde sollen die Krankenkassen einen Pool bzw. Dienste an Haushaltshilfen oder Pflegedienste für solche Notfälle bereithalten.
    Man kann auch selbst jemanden der Kasse vorschlagen. Es darf sich nur nicht um Verwandte ersten oder zweiten Grades handeln. Schwiegermütter, Grosseltern oder so, würden dafür nichts von der Kasse bekommen.
    Aber selbst wenn die Kasse eine Hilfe stellt, ist es dennoch nicht einfach, wenn da auf einmal ein fremder Mensch, selbst wenn es eine Haushälterin ist, den Haushalt macht und die Kinder betreut.
    Wer möchte dieses schon haben. Nur gibt es eben manchmal keine Alternative dafür und aussuchen kann man sich Krankheiten oder Klinikaufenthalte ja auch nicht.
    Im Grunde wünsche ich jedem, dass ihm so etwas erspart bleibt.
    Liebe Grüsse.
  3. Nasoetwas schreibt am 09.03.2011 um 10:54 Uhr:Mir gingen Missbrauch und Kinderhandel durch den Kopf. Die Internetplattform bietet ja genügend Möglichkeiten.
  4. aenne schreibt am 09.03.2011 um 20:17 Uhr:In jedem Krankenhaus gibt es auch einen Sozialdienst, an den man sich wenden kann, um Rat und Hilfe zu erhalten.
    Möglicherweise kann das Baby auch bei der Mutter mit aufgenommen werden oder in der Kinderklinik, wenn eine zu dem Krankenhaus gehört.
  5. sternenschein schreibt am 10.03.2011 um 15:26 Uhr:@aenne,
    dankeschön für deinen zusätzlichen Hinweis, welche Möglichkeiten noch bestehen, um eine derartige Problematik lösen zu können.
    Liebe Grüsse
  6. Gast schreibt am 10.03.2011 um 19:48 Uhr:Wenn "...Verwandte ersten oder zweiten Grades...Schwiegermütter, Grosseltern oder so..." zur Verfügung stehen, wäre das für die Kinder und Familie vermutlich die beste Hilfe UND würde den Versicherern und somit uns allen Kosten ersparen.
    Sich innerhalb einer Familie so gut es geht zu helfen, sollte wohl selbstverständlich sein.

    Steht niemand aus der Familie zu Verfügung, sind oft auch Nachbarn oder Freunde immer die bessere Wahl, schon wegen des Bezugs zum Kind.
    Geht selbst das nicht, helfen Sozialstationen, Diakonie, Caritas und sog. Familienhilfen.
  7. Wari schreibt am 13.03.2011 um 10:01 Uhr:Oft ist ja aber so, dass sich Klinikaufanthalte nicht immer vorausplanen lassen oder selbst Krankheit einen aus der Bahn werfen kann. Was macht man da? Freundliche Antwort der Krankenkasse: "Sie müssen vorher einen Antrag einreichen!" Hahaha, sehr witzig, denn als es uns drei mal richtig niederstreckte, die Kinder wieder gesund waren und der Kindesvater sich ohne seine Kinder in den Urlaub verabschiedete (er rief mich dann aus dem Urlaubsort an, dass sie entschieden haben, ohne die Junsg zu fahren!), stand ich da. Oder besser gesagt lag da und wusste nicht mehr wie mir geschieht. Mich hatte es so schwer erwischt, dass ich nicht wusste, wie ich mich auf den Beinen halten sollte und musste dann noch die Kinder versorgen. Und wie es dann manchmal so ist, waren alle Verwandten und Freunde verreist. Es war also wirklich niemand da.

    Und ist ein Kind krank, um das man sich permanent kümmen muss, dann hat man Pech, was das andere angeht. Wie man es zur Schule bringt oder wie wieder nach Hause, das interessiert niemanden, weil man als Elternteil ja gesund ist und für das Kind sorgen kann.
    Also bin ich auch schon mit einem ko*zendem Kind losgefahren, um das andere in die Schule zu bringen ...

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