Gedanken oder Fragen

08.05.2010 um 23:19 Uhr

Muttertag

Muttertag, oder der Tag der Floristen?
Er ist kein gesetzlicher Feiertag, dieser zweite Sonntag im Mai, der Muttertag.

Und doch ist er in unseren Köpfen.
Ein kommerziell angehauchter Tag ist er allemal.
Mùtter werden sich freuen ùber Aufmerksamkeiten, ùber Geschenke zu diesem Ehrentag.

Andere Mùtter werden herumnörgeln und mosern, Giftpfeile abschiessen, sich ver nachlässigt fùhlen und sagen: "Du kommst auch nur zum Muttertag".
Und viel zu viele Mùtter werden mal wieder vergessen, dass ihre erwachsenen Töchter inzwischen selbst Mùtter geworden sind, aber das scheint nicht zu interessieren.

Muttertag, Pflichtveranstaltung oder Freudentag?

Die Methodistin Anna Marie Jarvis feierte den Muttertag als Trauertag um ihre verstorbene Mutter. Andere schlossen sich ihr an.
USA Präsident Wilson liess 1914 den Muttertag offiziell werden.
Die geschäftlichen Umsätze mit Geschenken in Verbindung mit dem Muttertag werden dort nur noch durch das Weinachtsgeschäft ùbertroffen.

Bei uns in Deutschland fùhrte der "Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber" 1922 den Muttertag ein.
Die Geschenke und Blumenindustrie sowie die Backwarenhersteller werden es diesem Verband danken.

Muttertag, in der DDR gab es ihn nicht. Dort gab es dafùr den "Internationalen Frauentag", was vielleicht auch sinnvoller sein mag.

Am meisten allerdings gefällt mir der Muttertag, den 1865 Julia Ward Howe als Mùtter Friedenstag einfùhren wollte: "Peace And Motherhood" als Zeichen gegen den Verlust der Söhne durch Krieg.

Ich wùnsche euch einen schönen Muttertag, ohne Stress, schlechtes Gewissen oder Vorwùrfe.
Denn nichts kann so schön sein, wie dieser Tag, wenn die kleinen Kinder etwas selbstgebasteltes, selbstgemaltes aus dem Kindergarten mitbringen, dazu vielleicht noch eine selbstgepflùckte Löwenzahnblume als Geschenk und voller Liebe und Freude schauen.
Das ist der wahre Muttertag, fernab jeden Kommerzes, auf den sich jede Mutter freuen sollte.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Sandsturm schreibt am 09.05.2010 um 09:13 Uhr:Dem kann ich mich nur anschliessen!
    Ich finde unsere Mütter haben diesen einen Tag der ganz besonderen Schätzung verdient...

    Ich finde sie sollten mal einen Vatertagenführen! Schliesslich sind unsere Väter ja auch meistens für uns da...;-)

    Lg
    Sandsturm
  2. sternenschein schreibt am 09.05.2010 um 23:37 Uhr:@sandsturm,
    Vatertag ist ja auch bald, nur wird der meistens als Alkoholtrinktag angesehen.
    Zumindest von den Männern die meistens noch garnicht Vater sind.
    Liebe Grùsse
  3. jedderuesch schreibt am 10.05.2010 um 08:59 Uhr:Ich habe gelesen, dass die Begründerin des Muttertages später verzweifelt versucht hat, ihn wieder abzuschaffen (???). War mir auch neu...ich habe ganz bezaubernde Geschenke zum Muttertag bekommen und stehe dem Ganzen nun nicht mehr ganz so kritisch gegenüber - ja, ich bin bestechlich! :-)
  4. Wari schreibt am 10.05.2010 um 09:36 Uhr:Also meine Mom sagte mal (in Zusammenhang mit dem Frauentag!): "Ich kann nichts dafür, dass ich eine Frau geworden bin, aber für´s Muttersein habe ich mich bewusst entschieden!" In der Zeit, die ich jetzt alleine mit meinen Kids lebe, bin ich näher mit meinen Eltern zusammengerückt und ich habe den gestrigen Tag zum ersten Mal ganz tief und bewusst genutzt, um meiner Mom DANKE zu sagen, habe ihr eine Karte geschrieben, natülich Blumen gekauft (weil ich weiß, wie sehr sie einen schönen Blumenstrauß mag!) und ein kleines Entspannungspäckchen gepackt. Und meine liebe Mama? Sie schaute mich verdutzt an, als ich zu ihnen/ihr kam und hatte den Muttertag total vergessen :-) Um so größer war doch dann die Überraschung, weil sie so gar nichts erwartet hatte, ich einfach so da stand und sie überrumpelte. Ich fand´s toll und eine gute Gelegenheit ein mal MEHR zu zeigen, wieviel sie mir bedeutet.
    Und sie hat mir einen Blumensttrauß geschenkt, weil ich auch Mutter bin. :-)

    Tja und abends, als wir endlich daheim waren, da kam das, was du in deinen letzten Zeilen so schön beschrieben hast ... selbstgebastelte Herzen, ein wunderschönes Salzteigbild, ein liebevoller Brief vom großen Kind und kleine Blumen für den Blumenkasten. DAS waren wirklich die Dinge, die am meisten zählen!
  5. Nasoetwas schreibt am 12.05.2010 um 13:22 Uhr:Ich denke an solchen Tagen immer besonders an die Frauen, die nicht Mutter werden konnten obwohl sie es gerne wären.
    Wie fühlen sie sich wohl?

    Natürlich freue ich mich auch darüber, dass meine Kinder an diesem Tag besonders aufmerksam sind und DANKE sagen und sich etwas mehr Zeit für mich nehmen. Aber ich erwarte es nicht. Ich fühle mich das ganze Jahr als Mutter anerkannt.

    Lustig fand ich ein Gespräch zwischen zwei kleinen Mädchen.
    "Was willst Du mit der Blume?" fragte die Eine
    Antwort: "Heute ist Muttertag deshalb bringe ich sie meiner Mutter. Dann liest sie mir jeden Wunsch von den Augen ab!"
  6. sternenschein schreibt am 12.05.2010 um 16:15 Uhr:@jedderruesch,
    ja stimmt. Ihr gefiel diese Kommerzialisierung des Tages nicht.
    Deshalb verlangte sie, diesen Tag wieder abzuschaffen. Da haben sich wohl die Blumenhändler etc. gegen zur Wehr und durchgesetzt.;-)

    @Wari,
    danke fùr deine Beschreibung, wie du den Muttertag erlebt hattest. Sehr harmonisch wùrde ich sagen.

    @Nasoetwas,
    dieser Aspekt, wie Frauen die keine Mùtter werden konnten, obwohl sie es wollten und wie sie sich an diesem Tag wohl fùhlen mögen, gibt einem schon zu denken.
    Deine Geschichte der beiden Mädchen..
    "Dann liest sie mir jeden Wunsch von den Augen ab", ist köstlich. Das Mädchen wird bestimmt einmal eine Geschäftsfrau.;-)

    Liebe Grùsse

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