Gedanken oder Fragen

15.11.2009 um 20:39 Uhr

Nebenbei bemerkt

Wollte ich garnicht über den Volkstrauertag schreiben.
Der Eintrag kam ganz spontan, ist vielleicht auch etwas zu lang geworden.
Worüber ich wirklich schreiben wollte?

Heute werde ich wohl

Mein Leben - Marcel Reich-Ranicki
um 22.25 auf 3 sat anschauen.

Sah den Film über das Leben des Literaturkritikers, seiner Zeit im Warschauer Ghetto, den Verlust seiner Eltern und auf welche Art er seine Frau im Ghetto kennenlernte, zwar schon in der Erstausstrahlung. Ist aber durchaus ein sehr sehenswerter Film, den man sich ruhig zweimal anschauen kann. Wie man nach diesen ganzen Uniformen und den Fragen danach, wie Menschen so sein können, dann schlafen kann ist eine andere Frage.

Und ich wollte über dieses herrlich warme Novemberwetter gestern und heute schreiben. Welches zum Laubharken einlud.
Zumal heute vormittag sich sogar Sonnenschein dazugesellte und gestern beim Anbruch der Nacht der ganze Horizont in einem gelbrot leuchtete, als würde dort alles in Flammen stehen. Sah wunderbar aus.

Nur für meinen Hahn begann der Tag nicht mehr. Er lag heute morgen tot im Hühnerstall.
Gestern hatte er noch einen schönen Tag an dem er im Laub herumkratzen konnte.
Wir sind niemals wirkliche Freunde geworden. Da er ein Gnom und Giftzwerg war, der mich andauernd angreifen wollte, wenn er konnte.
Aber das sind Sachen, mit denen ich umgehen kann. Dennoch und trotzdem gehörte er dazu und ja, ich mochte ihn auch trotz seiner Angriffslust.

Jetzt lag er am Boden, sah aus als hätte irgend etwas an seinem Hals genagt.
Merkwürdig.
Schon in den letzten Tagen lagen nach und nach drei Hühner tot im Stall. Scheinbar ohne Kopf.
Sie hätten zwar eh nicht mehr sehr lange gelebt, da sie schon vier bis fünf Jahre alt waren. Aber so?

Geht da ein Chicken Killer um?
Ich habe es noch nicht herausgefunden, was es sein könnte und woran es liegt. Der Fuchs oder Habicht hätte die Hühner weggeschleppt oder ganz zerlegt. Aber nur den Hals durchbeissen??
Vielleicht ein Marder?

Solange ich es nicht weiss, kann ich keine neuen Hühner hinzusetzen, und so müssen die letzten zwei ganz alleine dort nachts, einsam und ohne Hahn, auf ihren Sitzstangen hocken.

Hoffe es passiert jetzt weiter nichts.

Und ja, ich weiss man sollte aussagekräftige Titel für einen Eintrag wählen. In diesem Fall fiel mir keiner ein. Was wohl nichts ausmacht.;-)
.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. AngelInChains schreibt am 16.11.2009 um 00:33 Uhr:Hast du vielleicht eine Kamera?

    Oder allgemein irgendein Loch im Gehege bemerkt? Dann könnte man anhand der Größe vielleicht sagen, was für ein Tier da hinein konnte. Marder (außer Mauswiesel, aber die erlegen selbstständig kein Huhn, so klein sind die) würden auch die ganzen Hühner mitschleppen. Seltsam.
  2. jedderuesch schreibt am 16.11.2009 um 08:47 Uhr:Ich muss gestehen, mir fiel jetzt spontan "Le coq et mort" ein..und außerdem "Findus und der Hahn im Korb" (da kann das Löwenkind bei Bedarf gerne eine kleine Zusammenfassung geben).

    Ach, aber traurig ist es schon!! Ich kenne mich mit hühnertötenden Wesen nicht aus (mit Hühnern auch nicht, ehrlich gesagt). Vielleicht Ratten?

    Laub harken war bei meiner Mama auch auf dem Programm, wie ich aus der GH hörte. Ich könnte ein paar abgestorbene Blätter auf dem Balkon wegzupfen, aber das ist NICHT dasselbe, glaubt mir :-)

    Schönen Wochenstart wünscht: Jedde
  3. Hedera schreibt am 16.11.2009 um 11:10 Uhr:Och, wie unangenehm. Du hast doch schon sicher länger Hühner? Wie groß ist da die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere nahezu zeitgleich von der Stange kippen? Doch recht gering, oder? Und dann auch noch Stellen am Hals...eine Krankheit oder ein Tier - beides unangenehm. Die armen Übriggebliebenen........
    Bin sehr gespannt, ob du herausfindest, was genau ihnen das Leben genommen hat!
  4. AngelInChains schreibt am 16.11.2009 um 16:34 Uhr:Ich denke, Ratten würden es nie schaffen, ein Huhn zu reißen. Es gibt ein paar Arten, die fressen zwar auch Fleisch, dann aber in Mäuse- oder Kükengröße. Aber erwachsene Hühner sollten sie nicht erbeuten können, da würden sie sich nicht dran trauen.
  5. sternenschein schreibt am 17.11.2009 um 03:10 Uhr:Nein, Ratten würden keine erwachsenen Hühner töten. Die würden eher deren Futter wegfressen.
    Mit einer Kamera ist es im dunkeln schlecht.
    Ein Wiesel würde wohl unter den Zaun hindurchkommen. Ein Fuchs könnte sich unterdurchbuddeln, hatte er aber nicht.
    Stein- und Baummarder sind wohl in Lage über die Bäume dort hineinzukommen.
    Vor fast zwanzig Jahren verschwanden mal vier Hühner, da war dann Blut bis einen mEter hoch an der Stalltür zu sehen.Hatte da auch einen Marder in Verdacht. Danach kam nut noch hin und wieder der Habicht, mal hatte er Glùck und ich Pech, mal entkam das Huhn verletzt.

    Der Hahn war ja im Grunde auch wehrhaft. Frage mich ob ein Wiesel, die es hier gibt, einen Hahn töten kann?
    Einmal in der Nacht stritten und bekämpften sich zwei Wiesel draussen, direkt um meine Füsse herum .-) War schon seltsam, wo sie sonst scheuer sind.

    Neueste Entwicklung, das letzte schwarze Huhn war heute spurlos verschwunden. Einfach weg.
    Normalerweise kann ein Habicht es aus dem Gehege heraustragen, aber dann würden da Federn liegen. Nichts!!!! Keine Spur, garnichts.
    Selbst wenn die Habichte diese Jahr etliche Jungen hatten und zu viert und fünft hier herüberflogen. Die Hühner sind dann immer schnell in ihren Stall gegangen, wenn sie sie sahen.

    Jetzt lebt nur noch ein braunes Ausbrecherhuhn, welches immer über den Gehegezaun hinausfliegt und es sich Nachts alleine draussen im Kaninchenstall gemütlich macht.
    Bin immer noch ratlos über zwei spurlos verschwundene und vier getötete Hühner in den letzten zwei Wochen, die entweder ohne Kopf da lagen, oder eben mit verletztem Hals.

    @Hedera, Spätherbst und Hochsommer ist zwar Sterbezeit für alte Hühner, die sie ja waren, aber doch nicht so auf diese Art. Zumal verschwinden sie beim sterben auch nicht einfach vom Erdboden.;-)

    @Jedde, mit dem Laubharken kommt man da garnicht gegen an. Scheint immer so, als ob man sich da einen Fünfjahresplan für machen müsste. Ist echt viel.

    Wünsche euch auch ein schöne Woche und vielleicht finde ich es ja doch noch mit detektivischer Kleinarbeit heraus, was oder wer der Hühnerkiller war.
  6. Hedera schreibt am 20.11.2009 um 09:39 Uhr:Das würde mir ja auch keine Ruhe lassen...wäre eigentlich der Stoff für einen "Tierkrimi"....Manche Tiere ziehen sich ja zum sterben zurück, Hühner ja wohl eher nicht ;-)) oder aber wir vermuten mal, die litten alle an Herbst-Depri und haben quasi selbst eigentliche Feinde angelockt oder sind in geistiger Verwirrung Richtung Märchenwald abgedampft.....
  7. jedderuesch schreibt am 20.11.2009 um 10:51 Uhr:@Hedera: Über die Regenbogenbrücke gegangen.....
    Tierkrimi mit Hühnern....hey, wieso nicht....
  8. sternenschein schreibt am 22.11.2009 um 16:51 Uhr:Liebe Hedera,
    Hühner werden zum Schluss immer kleiner, nicken im stehen oftmals ein.
    Und irgendwann hören sie auf zu fressen und trinken dann nicht mehr, dann weiss ich ihre Zeit ist gekommen. Meistens legen sie sich zum sterben in ihr Nest.
    In diesem Fall ist es aber wirklich ein Hühnerkrimi. Denn ganz verschwinden, ohne dass da nach einem Angriff viele Federn vom Kampf herumliegen, habe ich auch noch nicht erlebt.
    Beim Hahn lagen Federn herum und es sah nach einen Kampf aus. .
    Ich werden weiterforschen!!!

    Liebe Jedde,
    ja, jetzt sind sie über die Regenbogenbrücke gegangen und im Hühnerhimmel.;-).

    Liebe Grüsse

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