Gedanken oder Fragen

19.03.2007 um 16:14 Uhr

Neugeborenes aus Hochhaus geworfen, warum?

Ein neugeborenes Baby, wurde in Hamburg Osdorf, in einer Plastiktüte gewickelt aus einem Hochhaus geworfen. Ich kenne die Hochhaussiedlung vom sehen her, hier fliegen wohl auch schon mal leere Bierflaschen aus dem Fenster...aber ein Baby? Wer kann so ein hilfloses Wesen, so einfach aus dem Fenster werfen? Was muss in dem Menschen, der Mutter vor sich gegangen sein. Wie gross war die Gleichgültigkeit oder die Verzweiflung? Dabei gibt es in Hamburg extra Babyklappen, keine Ideallösung, aber das Baby könnte noch leben. Ich kann nur fragen:*WARUM!!*. Und es geschieht immer wieder.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenKurai_chan schreibt am 19.03.2007 um 16:22 Uhr:Das ist wirklich traurig... mir fehlen die Worte...
  2. zitierenProsaria schreibt am 19.03.2007 um 17:25 Uhr:Ich las das heute auch in der Tageszeitung und konnte es kaum lauben.
    Bisher ist noch kein Täter da und auch noch nicht geklärt, ob die Tat
    im Streit geschah oder eine Verzweiflungstat eines jungen Mädchens
    war. Ist eigentlich auch nicht wichtig, beide Fälle sind für mich
    nicht nachvollziehbar.
    In der heutigen Zeit gibt es doch wohl andere Möglichkeiten.
  3. zitierenLyra schreibt am 19.03.2007 um 17:29 Uhr:ich kann das auch nicht verstehen... wie herzlos kann man sein???
  4. zitierensternenschein schreibt am 19.03.2007 um 19:48 Uhr:aut Statistik ist der gefaehrlichste Ort fuer ein Kleinkind, das Elternhaus, was die Sterberate betrifft.
    Und immer wieder muessen wir so etwas lesen, es ist schrecklich. oft wird so etwas ja garnicht bemerkt im Vorfeld. Bevor das Kind verhungert, verdurstet ist, oder eben an den Misshandlungen stirbt. Es ist schrecklich.
  5. zitierenPaulinchen schreibt am 19.03.2007 um 22:07 Uhr:Ob die Frau herzlos, verzweifelt war wissen wir noch nicht. Und was tun wir dagegen, um es zu verhindern. Außer es immer mal wieder in den Medien, sensationell aufgemacht, zu hören.
  6. zitierenLacani schreibt am 20.03.2007 um 08:18 Uhr:Ich versteh sowas nicht, man kann doch nicht so herzlos sein und einfach wehrlose Kinder töten? Es gibt ja andere Möglichkeiten!
    Das Problem ist, dass die jungen Mädchen es zu dem Zeitpunkt einfach nicht wahrhaben wollen, sie wollen es einfach ungeschehen machen und denken dabei nicht nach.
    Ich kann zwar nicht ganz verstehen, dass der Verstand dann so aussetzt, dass ihnen das Leben von dem Kind völlig egal ist, aber anscheinend ist es so. kA, man kann wahrscheinlich nie ganz nachvollziehen was denen grad im Kopf vorgeht.
    Und zu denen die ihre Kinder misshandeln (egal auf welche Weise), die gehören für mich sowieso sterilisiert/kastiert und weggesperrt.
  7. zitierensternenschein schreibt am 20.03.2007 um 14:41 Uhr:Es ist ja auch kein Einzelfall. Gerade vor einigen Tagen fand die Polizei in Kiel, ein Neugeborenes in einer Kuehltruhe. Auch im Maerz, ein unter einem Busch abgelegten Saeugling in einer Plastiktuete. Sie lebten bei der Geburt, den Taetern drohen 1 bis 5 Jahre Haftwegen Kindstoetung.
    Bei den Maedchen /Frauen denen gesagt wird, wenn Du schwanger bist, fliegst Du raus, oder auch der Freund sie deswegen verlaesst oder verlassen will, da baut sich ja ein hoher Druck auf.
    Der Staat kann wohl nicht alles, aber etwas mehr an Hilfe, koennte er diesen Maedchen ja wohl anbieten.
    Gut, es gibt Mutter/Kind Haeuser, Babyklappen, und doch sind viele dieser Hilfsangebote bei den Betroffenen nicht bekannt.
    manchmal ist es auch die Erfahrung, wenn ein Maedchen beim Jugendamt war, wegen einer Jugendwohnung fragte, und abgewiesen wurde, mit der Begruendung, es sei ja nicht so schlimm.
    Oder eine junge Frau, die wegne Hartz IV, vielleicht noch Sperrzeit, sowieso kaum Leben kann, von der Behoerde hoert, da koennen wir nichts machen, so sind die Gesetze, sie muss doch verzweifeln, wenn sie dann noch schwanger ist.
    Und manchmal ist es wohl auch, weil dieser Mensch sich vor der ganzen Verantwortung, sowie der Lebensumstellung fuerchtet.
    Nur ich finde, die Hilfsangebote sollten nicht erst lange gesucht werden muessen, sondern sie sollten einfach da sein.
    Da, wo der Mensch in Not ist.
    lg
  8. zitierenLacani schreibt am 20.03.2007 um 18:13 Uhr:Ja, deine letzten Sätze sagen schon alles. Da kann ich dir nur zustimmen.
    lg
  9. zitierenPaulinchen schreibt am 21.03.2007 um 00:45 Uhr:Eine Frau, die zu Hause, unbemerkt von Kollegen und Nachbarn, ihr Kind zur Welt bringt, ist mit Sicherheit verzweifelt. Der Mensch ist durchaus in der Lage, Schlechtes einfach zu negieren. Wenn ich denke, ich bin nicht schwanger, dann bin ich es halt nicht. Ich glaube darüber den Stab zu brechen, ist unser aller Übel. Damit wird das Problem eher größer.
    Und die Leidtragenden, das vergisst man, sind die Kinder. Die hätten mehr verdient.

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