Gedanken oder Fragen

17.11.2009 um 18:44 Uhr

Oskar Lafontaine an Krebs erkrankt

von: sternenschein   Kategorie: Politisches   Stichwörter: Oskar, Lafontaine, Die, Linke, Krebs, Sahra, Wagenknecht, Spiegel, Online, Spon

Oskar Lafontaine ist an einer Krebserkrankung erkrankt.
Am Donnerstag will er sich einer, deswegen schon lange geplanten, Operation unterziehen.

Liess Oskar Lafontaine, Parteivorsitzender der Linken, heute mitteilen.

Wie es politisch mit ihm und seinen politischen Ämtern weitergeht, will er nach der gelungenen Operation, den Prognosen und Rat der Ärzte im Januar entscheiden.

Unter diesen Aspekten ist der Rückzug des ehemaligen SPD Parteivorsitzenden Lafontaines, vom Fraktionsvorsitz der Linken, seine Zurückhaltung im Bundestag besser verständlich.

Es bleibt nur, Oskar Lafontaine eine erfolgreiche OP und gute Genesung zu wünschen.

Gerade am heutigen Tage entblödete sich Spiegel Online nicht, Gerüchte über das Privatleben und eine angebliche Affäre Lafontaines mir Sahra Wagenknecht gross zu publizieren.
Natürlich unter dem Vorbehalt, das Privatleben der Politiker sei für die Presse tabu. Es gehe niemanden etwas an.
Nur in diesem Fall Lafontaine, müsse man natürlich den Wähler aufklären. Konstruiert in diesem Zusammenhang eine Theorie, weshalb Lafontaine sich aus dem Fraktionsvorsitz der Linken zurückzog.

Gut, Sahra Wagenknecht ist eine durchaus schöne, und vor allem äusserst intelligente Frau, wie ich finde. Mit fundierten Ansichten, die sie auch vertritt.
Aber diese Vermutung einer Affäre zwischen den beiden, wie eine Trophäe vor sich herzutragen, unter dem Deckmantel den Wähler aufklären zu müssen, ist irgendwie....schäbig von Spiegel Online
Auch die Behauptung, Lafontaine hätte den Wähler getäuscht, zeigt mehr als deutlich die Stossrichtung des Spon.

Die Krebserkrankung Lafontaines lässt Lafontaines Verhalten der letzten Zeit in einem ganz anderen Licht erscheinen. Morgen will Lafontaine trotzdem noch im Saarländer Landtag auf CDU Müllers Regierungserklärung, als Fraktionsführer der Linken antworten.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. rougenoir schreibt am 17.11.2009 um 23:46 Uhr:Dasselbe hab ich mir auch gedacht, als das heute in den Nachrichten kam, dass er möglicherweise ;) einen ganz anderen Grund für sein politisches Verhalten hatte, als einfach "unzuverlässig" zu sein. Das kam hier (im Saarland *g*) von den Grünen und genau deshalb (angeblich aus diesem Grund, aber .... pfff) haben wir jetzt Jamaika ... super ... ... mah!

    Diese Frau kenne ich nicht einmal und sowieso find ich das Privatleben von Politikern weniger prickelnd ;).

    Aber trotzdem wünsche ích ihm, dass die Operation gut verläuft, obwohl ich auch rein politisch überhaupt nicht sicher bin, was ich von ihm halten soll.
  2. Sarah_Marwing schreibt am 19.11.2009 um 10:07 Uhr:Stimme Dir in allem Geschriebenen zu. Doch daß Frau Wagenknecht und eine mögliche heiße Affäre einfach als Story "zu heiß" sind und in diesem Zusammenhang rumgetragen werden MÜSSEN, verwundert mich eherlich gesagt gar nicht. Auch nicht, wenn der Absender spiegel online heisst. spiegel online macht sich eben nur im Gegensatz zu einem anderen Medium die Mühe, es als aufklärerische Massnahme zu verkaufen.
  3. sternenschein schreibt am 22.11.2009 um 16:38 Uhr:@rougenoir,
    wenn man Lafontaines Laufbahn betravchtet, ist er im Gegenteil recht zuverlässig. Er machte damals nach dem Messerattentat als SPD Kanzlerkandidat, bei dem er fast ums Leben kam, weiter.
    Er hielt an seinen Grunssätzen mehr fest, als andere in der SPD, die das gesagte schnell, zu schnell über Bord warfen und das Gegenteil von dem machten, was sie vorher versprachen.
    Und weshalb der Grüne eine CDU/FDP Kolaition einging...hmmm...vielleicht weil er mit dem FDP Mann, der an den Verhandlungen teilnahm, schon länger geschäftlich zusammenarbeitete. Da gab es eben mehr Verpflechtungen als zu Lafontaine.
    Sahra Wagenknecht setzt sich z.B. für kostenlose Bildung für alle, sowie ein Anspruch darauf ein. Unterstützt die Uniproteste. Ausserdem ist sie für eine Bildung, die nicht nur eingleisig an den Kommerzinteressen der Industrie und Arbeitgebern ausgerichtet ist.
    Was das mit Jamaika bei euch werden wird, ich bin gespannt.;-)


    @Sarah _Marwing

    diese Gerüchte wurden ja schons eit zwei Jahren von div. Medien verbreitet.
    Der Bunten, Bild etc...sicher auch um Lafontaine zu schaden. Hatte sich aber nie jemand wirklich für interessiert.
    So musste der Spiegel es dann jetzt, als "seriöses" Blatt, unter dem Vorwand der aufklärens müssen in Bezug auf Wählerbetrug verbreiten.

    Irgendwie war es wohl eher ein Gau für den Spiegel und seines Ansehens, als für den vom Spiegel scheinbar verhassten Lafontaine.

    Liebe Grüsse
    sternenschein
  4. rougenoir schreibt am 23.11.2009 um 21:36 Uhr:Hey! Die Frau mag ich :)

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