Gedanken oder Fragen

24.12.2008 um 08:51 Uhr

Papst Benedikt zur Ökologie der Menschheit

Stimmung: gut

Ökologie ist gut. Ökologie der Menschheit auch?
So wie Papst Benedilkt der XVI. sie sieht?
"Die Kirche sollte den Menschen vor der Zerstörung seiner selbst schützen."
Da hat die Kirche sich ja viel vorgenommen. Die katholische Kirche rettet die Welt und die Menschheit.
Dem wäre auch nichts zu entgegnen, wenn sie sich für lebenswerte Lebensbedingungen aller Menschen auf diesem Globus einsetzen würde.

Doch es geht Papst Benedikt, der sich nicht als Rockstar sehen will, wie auf dem Weltjugendtag in Sydney, sondern "nur" als Stellvertreter Gottes auf Erden, um etwas anderes.
Es geht ihm um die Rollenverteilung von Mann und Frau.

"Nicht der Mensch entscheidet darüber, nur Gott entscheidet wer Mann und wer Frau ist."

Das mag ja auch so sein, dass der Zufall, respektive Gott für den der glaubt, darüber entscheidet, als was wir zur Welt kommen. Als Mann oder Frau.
Nur unterschwellg klingt dann doch wieder mit, dass diese vorgebene Rollenverteilung zum Tragen kommen soll in seiner Ökologie der Menschheit.
Dass Mann und Frau nicht gleich sind, was ja soweit auch stimmt, aber wahrscheinlicher noch, meint er damit diese alte Rollenverteilung, die Frau sei dem Manne untertan. Nichts mit Gleichberechtigung, nichts mit selbstentscheiden welche sexuellen Präferenzen ein Mensch hat.

Einfach nur sich in seine Rolle die einem vorgeben ist einfuigen. So will es die katholische Kirche.
Alles andere zerstört die Menschheit, sei nicht natürlich, so wie Homosexualität oder auch Lesbische Liebe.
Denn laut Papst Benedikts Meinung hilft einzig gegen die Selbstzerstörung des Menschen
" die lebenslange Bindung von Mann und Frau, denn sie ist ein Sakrament Gottes"
Zweifellos mag es schön sein, wenn eine Bindung, ob nun zwischen Mann und Frau, oder eben eine gleichgeschlechtliche ein Leben lang hält, doch leider gehen diese Vorstellungen an unserer Wirlichleit vorbei. Sie ist eher die Ausnahme. Und von gleichgeschlechtlichen Bindungen hält Papst Benedikt schon garnichts. Sie ist eher mit dafür verantwortlich, dass sich die Menschheit selbst zerstört, könnte man seinen Worten entnehmen.

Für wen ist jetzt die sexuelle Selbstbestimmung, die Seibstbestimmung über die sexuelle Orientierung und das gefühlte Geschlecht, sowie die Gleichheit der Rechte unabhängig vom Geschlecht eine Bedrohung?
Für die Menschheit, für die Kirche, oder nur für den Papst. Der sich zwar nicht als Rockstar sieht, dafür aber als unfehlbaren Stellvertreter Gottes auf Erden. Was mir als nicht der Kirche angehörender viel anmassender erscheint.
Vielleicht wäre es besser, Papst Benedikt wäre "nur" ein Rockstar. So ist es ein Mann, der auf die, auch von der Kirche vorgegebene und beeinflusste Rollenverteilung von Mann nd Frau pocht, sie als von der Natur gegeben ansieht.

Faktenquelle für die Zitate: Spiegel Online
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. AngelInChains schreibt am 24.12.2008 um 10:10 Uhr:So loescht sich die Kirche selbst aus.

    Es ist eben doch so, dass immer mehr Menschen zu sich selbst stehen (hm... wird das nicht schon von einigen Menschen als eine Art von Satanismus betrachtet?), stolz aus Geschlechterrollen ausbrechen oder eine andere Sexualitaet als die heterosexuelle bei sich erkannt haben. All diese fuehlen sich nun von der Kirche abgeschreckt, gerade, wenn man ihnen andauernd ihre "Perversitaet" vor die Nase haelt. Wer sowieso in die Hoelle kommt, weil er das "falsche" Geschlecht liebt oder lieben kann (der Gedanke zaehlt schon), braucht sich mit der Kirche nicht mehr zu beschaeftigen...

    Auch so ein Grund, wieso mich die christliche Kirche nur noch fuer (kritische) Beobachtungen von aussen interessiert.

    Abgesehen davon ist nachgewiesen (wobei ich natuerlich weiss, dass man mit Statistiken vorsichtig sein soll), dass die Homosexuellenfeindlichkeit und Gewalt gegen Homosexuelle am weitesten in Gegenden verbreitet sind, die streng christlich sind.
  2. anima_cara schreibt am 24.12.2008 um 10:20 Uhr:Die Meinung Benedikts ist nur EINE unter vielen. So wie auch die Meinung von Staatshäuptern immer nur eine unter vielen ist.

    Bedauerlich, dass er die Stimme, das Tor, zur Außenwelt ist. Aber er ist kein Gott.

    Wenn man denn christlich glauben mag, sollte man sich die Frage stellen: Hätte Jesus SO gehandelt? Hätte er ausgesiebt? Verurteilt, für etwas, das menschlich ist?

    hm...
  3. sternenschein schreibt am 29.12.2008 um 07:03 Uhr:@AngelInChains,
    die Demonstrationen gestern in Spanien gegen die Homoehe etc. und dazu die Videobotschaft des Papstes schlägt ja noch stärker in diese Kerbe. Da wurde auch wieder von der Selbstvernichtung der Menschheit gesprochen.
    Dabei ist die Unterdrückung der Menschen, die Kriege und Waffen, der Hunger sowie die Armut die Dinge, die der Menschheit Schaden zufügt, sie sollten verstärkt bekämpft werden.
    @anima_cara,
    Jesus hätte ganz sicher nicht ausgesiebt. Und wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Zumal ich selbst es nicht als Sünde ansehe, und Jesus hätte es wohl auch nicht so angesehen.
    Liebe Grüsse
    sternenschein

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