Gedanken oder Fragen

05.11.2012 um 09:43 Uhr

Pflegeroboter Robot und Frank

Wird so unsere Zukunft aussehen?
Es wird gejammert, die Altenpflege wird zu teuer und unbezahlbar.
"Auslagern" die Alten Menschen, abschieben in Billiglohnländer und in "Billigpflege" im Ausland.
Hierzu sammelt gerade die Regierung und die Pflegeversicherung Gedanken und Vorschläge.

Weg damit, was sollen wir uns hier mit diesen alten Menschen belasten. In ausländischen Pflegeeinrichtungen in Billiglohnländern lässt sich viel einsparen. Sollen die Alten doch dort ihre letzten Tage verbringen, auch wenn sie sich da fremd fühlen und ihre Sprache vielleicht nicht verstanden wird.
Wollen wir dieses wirklich?
Einige werden sich wohl schon die Hände reiben, denn auch mit diesen Ideen lässt sich gut Geld verdienen,

Oder wird unsere Zukunft so aussehen, wie in dem Spielfilm "Robot und Frank".
In dem der Sohn seinen Vater einen Pflegeroboter ins Haus schleppt, da es ihm zuviel wird, sich selbst um seinen Vater zu kümmern.
Gibt es bald in den Altenheimen auch Pflegeroboter?
Sie jammern nicht, wenn sie Überstunden machen müssen, sind immer im Dienst.
Dieser Roboter, den Frank da bekommen hat, er ist mir allerdings sehr sympathisch.
Möbelt das gesamte Leben von Frank noch einmal so richtig auf, macht es für ihn wieder lebenswert.
Diesen Spielfilm werde ich mir mal vormerken müssen, scheint sehenswert zu sein.


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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. rose_of_pain schreibt am 05.11.2012 um 14:39 Uhr:Roboter in Altenpflegeheimen sollen menschlichen Kontakt ja nie ersetzen. Ich kenne Altenpfleger_innen, die sich wünschen, sich mehr mit den Senior_innen unterhalten und persönlich beschäftigen zu können, aber zumeist kaum Zeit dafür haben, weil die Arbeitszeit für Körperpflege, Essen, etc. drauf geht - hier sind kann es technische Hilfen geben (etwa beim hochheben einer alten Person), die Erleichterung bieten und Zeit frei schaufeln. Es gibt verschiedenste Ideen, wie neue Geräte eingesetzt werden können, etwa um das so genannte Freezing bei Parkinson-Erkrankungen schon im Vorhinein abzufangen.....das birgt Gefahren und jede Technologie ist fehleranfällig, vor allem am Anfang...aber es gibt auch Potenzial
    ( http://feedproxy.google.com/~r/geekologie/iShm/~3/96UPcPFN1sc/depressing-with-a-capital-d-last-momen ts.php hier ein artikel zu einem kunstprojekt, dass allerdings nicht nur robotics reflektiert, sondern wohl auch medizinische praxis allgemein...ich finde es jedenfalls..."spannend")
  2. Jari schreibt am 05.11.2012 um 17:32 Uhr:Ich habe mir den Trailer angeschaut, weil der Film auch hier läuft und finde es entsetzlich wie dieser junge Snob sich gegenüber Frank verhält. Wie kann man sich älteren Menschen gegenüber nur so verhalten? Denn ich weiss, solche Leute gibt es auch im echten Leben.
    Vielleicht klingt es altmodisch, aber ich bringe älteren/alten Leuten noch immer Respekt entgegen. Sie haben Lebenserfahrung und vor allem: auch ich werde einmal alt sein. Meiner Ansicht nach sind nur jene den Alten gegenüber frech und ungehobelt, die ignorieren, dass sie selbst nicht unsterblich sind. Dass auch sie sich irgendwann in einer Welt wiederfinden, in der sie "die Alten" sind und junge Menschen die Augen verdrehen werden, wenn man nicht auf dem neuesten Stand ist.
    Dasselbe gilt für die Idee, die alten Menschen ins Ausland zu verlegen. Auf solche Ideen kommen nur jene, die vergessen haben, dass auch sie irgendwann alt sind und ins Pflegeheim müssen. Wollen sie dann also auch selbst in irgendein fremdes Land, ohne Familie, ohne Rückhalt? Wie kann eine Gesellschaft nur so mit seinen Menschen umgehen? Ein Leben lang schuften und dann wird es einem so gedankt?! Ekelhaft!
  3. Bloomsbury schreibt am 05.11.2012 um 18:27 Uhr:Momentan kommen doch die Polinnen und kümmern sich mehrere-Wochen-weise um Leute, die noch zu Hause wohnen, aber nicht mehr ganz allein zurechtkommen. Das ist für diese Frauen eine Verdienstmöglichkeit. Sind sie gut klargekommen, kommen sie wieder, ging's nicht so gut, kommt eine Andere.
    Ich finde diese Möglichkeit, wieder aussteigen zu können aus einer Pflege, die belastend wird, gut.
  4. Spring_Roll schreibt am 07.11.2012 um 13:56 Uhr:Ich hatte vor einigen Wochen ein Gespräch mit einem Altenpfleger (Berufswahl aus Überzeugung) über Roboter. Genau wie rose of pain sah er die Technik als wunderbare Möglichkeit, überlastetes Personal von Routineaufgaben zu befreien und damit Zeit für wirkliche Zuwendung zu schaffen? Es ist ja nicht immer der Schwarzweißkontrast von Pflegen oder Abschieben ... aber Bettpfannen leeren zum Beispiel kann wirklich ein Roboter ...

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