Gedanken oder Fragen

16.06.2009 um 07:33 Uhr

Pleitewellen

Hätte Quelle doch bloss die Noris Bank behalten.
Dann hätten sie sich jetzt von ihrer Noris Bank einen Kredit geben lassen können um nicht Pleite zu gehen.
Jetzt hilft ihnen niemand mehr, nicht einmal Frau Schickedanz, die keine Milliardärin mehr ist, sondern nur noch Multimillionärin. Selbst sie scheint kein Vertrauen mehr in den Konzern zu haben, der ihr die Milliarden einbrachte.

Die Noris Bank wurde von Quelle schon 1997 an die Bayrische Vereinsbank verkauft und gehört seit 2006 der Deutschen Bank. Die scheinbar einem Pleitekonzern, wie Arcandor, Karstadt Quelle kein Geld mehr leiht.

Wer hätte gedacht, dass Karstadt, das "KadeWe" Kaufhaus des Westen in Berlin, Alsterhaus in Hamburg pleite gehen könnten?
Diese Traditionskaufhäuser aus den Kindertagen.

Die Einkaufscentren auf den grünen Wiesen , haben ihren Sieg über die Innenstädte, die immer leerer werden, davongetragen.
Aber weshalb soll es Karstadt besser gehen als Woolworth.

Quelle pleite, dieses konnte man sich nach der Neckermann Pleite schon eher vorstellen.
Der Hamburger Otto Versand hat schon Interesse an einer Übernahme von Quelle bekundet.
Neckermann und Quelle unter dem Dach des Otto Versand, eine seltsame Vorstellung.

Die Metro möchte die Karstadt Filialen übernehmen und sie ihren Kaufhof Filialen angliedern, teils auch in Saturn Geschäften umwandeln.
Etwa 5.000 Arbeitsplätze wird es trotzdem kosten. Dafür ist aber die Arcandor QUELLE Karstadt Aktie jetzt für 49 Cent zu haben. Wer dort noch Aktionär werden will, bekommt die Aktien zu einem wahren Schnäppchenpreis.

Heidelberger Druck, der Druckmaschinenhersteller konnte einen Konkurs gerade noch abwenden.
Der Staat gibt Bürgschaften in Höhe von 495 Millionen Euro, die Kreditanstalt für Wiederaufbau 300 Millionen Euro. Damit ist der Druckmaschinenhersteller erst einmal gerettet. Wenngleich auch dort 3.300 Mitarbeitern gekündigt werden soll.
Das macht aber nichts. Denn Arbeit für alle, sagt Steinmeier.
Auch für die von Entlassung bedrohten Heidelberger Druck und Karstadt Mitarbeitern wird er mit zusätzlichen "Arbeitsgelegenheiten", den sogenannten 1 Euro Jobs m Rahmen von Hartz IV Arbeit für alle bieten. Und sei es in einem Sozialkaufhaus oder in der Suppenküche für Sozial Schwache.
Findet auch Westerwelle gut, denn Arbeit muss sich lohnen, sagt dieser.
1 Euro für eine Stunde Arbeit, lohnt sich doch!
"Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert".
"Kleinvieh macht auch Mist"
Wir sind das Kleinvieh, der Mist wird aber wohl eher in der Politik gemacht.


Und was sagt Frau Merkel?
"Vorfahrt für Arbeit" natürlich.
Auch wenn es im Moment eher nach "Vorfahrt für Pleiten, Pech und Pannen" aussieht. Aber so genau braucht ja niemand hinzuschauen.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Rabenmutter schreibt am 16.06.2009 um 08:20 Uhr:Wenn der Staatr die Unternehmen so hoch subventioneirt, wie wäre es dann gleich wieder mit Verstaatlichung und "Volkswirtschaft"...
    Mental sind wir doch schon auf dem Weg zum Kommunismus - wie wurde uns gelehrt: "Arbeit wird zum BEDÜRFNIS." Also ich hätte gelgentlich schon das Bedürfnis, mal wieder zu arbeiten...
  2. sternenschein schreibt am 17.06.2009 um 05:24 Uhr:Ich frage mich wieviele Arbeitsplätze durch Rationalisierung, niedrieger Krankheitsraten, längerer Arbeitszeit und Überstunden verloren gegangen sind.
    Ohne diese Dinge und den Zeitarbeitsfirmen wären die Arbeitslosenzahlen sicher niedriger. Die 32 Stunden Woche ist ja auch nicht mehr in.
    Rente mit 58 für Frauen und mit 60 für Männer, davon wird ja auch nicht mehr gesprochen.
    Dazu eben die Automatisierung, die Computer, da ist es ja kein Wunder wenn die Arbeit ausgeht.
    Liebe Grüsse
    sternenschein
  3. Rabenmutter schreibt am 17.06.2009 um 07:42 Uhr:32 Stunden Woche - ja, was meinst du, wieiviel Leute dann Arbeit hätten... Und wenn diese dann auch noch sinnvoll verteilt wärte... nicht, wie es bei meiner Mutter zueltzt war, dass sie nur noch Ware nachlegen durften aber keine Kunden mehr bedienen (sie war Schuhverkäuferin), weil eben nur die Zeit reduziert wurde, aber nicht dafür mehr Kräfte angestellt....

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