Gedanken oder Fragen

16.12.2008 um 18:55 Uhr

Ratten im Berliner Abgeordnetenhaus ?

Stimmung: gut

Ratten in Berlin.
Jetzt scheinbar auch im Berliner Abgeordnetenhaus.

Könnte man meinen. Denn der Berliner stellvertretende FDP Fraktionsvorsitzende, Henner Schmidt, fordert, dass jetzt die Arbeitslosen Ratten jagen gehen sollen.

"Vor allem Leute die sonst auch Flaschen sammeln, könnten doch für jede tote Ratte einen Euro bekommen."
So FDP Schmidt zum Berliner Kurier.

Da sieht man mal wieder, was von der FDP zu halten ist. Sie hat ein Herz fur Arme, Arbeitslose und Rentner die von ihrer Rente kaum leben können.
Fangt euch doch ein paar Ratten, dann ist Weihnachten gesichert. Schafft die Armut in Deutschland ab, setzt Ratten aus. Soll ja schliesslich auch etwas zu fangen geben.
Arbeitslose auf die Strasse, schlagt die Ratten tot, könnte die Parole demnächst lauten.
Ob der Zuverdienst durch Rattenerschlagen, der Arge gemeldet werden muss, damit er von dem ALG 2 wieder abgezogen werden kann, liess Schmidt offen.

Hartz IV Empfänger bekommen kein Weihnachtsgeld. Brauchen sie auch nicht, sie könnten ja von den monatlichen Zuwendungen, die sowieso nicht reichen, etwas ansparen. Trauriges Weihnachtsfest für die Arbeitslosen und ihre Kinder.
Dank FDP Schmidt bald nicht mehr. Oma und Opa können ja schnell ein paar Ratten erschlagen um ihren Enkeln etwas schenken zu können.
Die Journalistin Christina Schrezenmeir von der Berliner Umschau macht den Vorschlag, schon die Kinder der Arbeitslosen auf ihre Situation vorzubereiten und anzulernen. Sie meint, sie könnten ja mit der Kakerlakenjagd beginnen, und schlägt vor den Kindern für jede erschlagene Kakerlake10 Cent zu zahlen.
Auch einen Kinobesuch für Arbeitslose hält sie für gesichert, mal eben 20 Ratten totschlagen, schon hat man Eintrittsgeld plus Popcorn drinnen. Anschliessend auf dem Heimweg auch noch fünf erschlagen, dann reicht es sogar noch für ein Glas Bier.

Da hat sie recht, dann können die Kakerlaken Kids, von ihrem sauer verdienten Kakerlaken Geld, auch der Mama etwas zu Weiihnachten schenken.
Goldene Zeiten brechen fur die Arbeitslosen und ihre Familien an. Fast wie die Goldgräberstimmung am Klondyke, nur jetzt ist es die Rattengräberstimmung die durch Berlin wabert. Horden von Arbeitslosen ziehen mit Eurozeichen in den Augen, durch Berlin auf Rattenjagd und stecken sich ihre Claims und Rattenjagdgebiete ab.

Der Abeitslosen Verband Deutschland hält den Vorschlag des FDP Chef von Berlin Bezirk Mitte, Henner Schmidt, für menschenverachtend und schreibt, "den Arbeitslosen könnte geraten werden Jagd auf FDP Politiker machen".

Wie tief sinken wir noch. Der eine, SPD Sarrazin teilt das Bratwurstpaket auf, samt Sauerkraut, der andere FDP Schmidt, will die Arbeitslosen Ratten jagen lassen. Ratten können Krankheiten verbreiten. 300.000 soll es davon im Bezirk Mitte geben. Vielleicht haben die Ratten im Abgeordnetenhaus, bestimmte Politiker schon angesteckt. Anders kann ich mir derartig wirres Gedankengut nicht erklären.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Midnightsunflower schreibt am 16.12.2008 um 20:28 Uhr:Wie wärs, wenn man ein paar Politiker totschlägt und deren Diäten unter den Bedürftigen verteilt??? Wenn ich sowas lese, wellt sich mir der Hals...!
  2. Paulinchen schreibt am 16.12.2008 um 20:59 Uhr:Nun sei mal nicht so, Sternenschein. Erstens jagt er selber mit Ratten und zweitens gibt es pro Ratte auch nen Euro. Was will man mehr ;-)
    Was ich aber an Deinem Beitrag nicht verstehe, wieso ein Fragezeichen?! Natürlich gibt es Ratten im Abgeordnetenhaus..... ;-)
  3. dubtschekisto schreibt am 17.12.2008 um 13:07 Uhr:Hierzu verweise ich auf das Buch "Der Kobra-Effekt – Wie man Irrwege der Wirtschaftspolitik vermeidet" von Horst Siebert (wohl kein Linker!). Der Aufhänger des Buches ist die folgende Geschichte:
    "Zu Zeiten der englischen Kolonialverwaltung soll es in Indien einmal zu viele Kobras gegeben haben. Um der Plage Herr zu werden, setzte der Gouverneur eine Prämie pro abgelieferten Kobra-Kopf aus. Die Inder sollten also Kobras einfangen. Wie reagierten sie?
    Sie züchteten Kobras, um die Prämie zu kassieren.“
    Die neoliberalen CDU/SPD-Bonzen haben sich schon manchen Blödsinn ausgedacht – „Ich-AG's“ usw.. Der FDP-Chef von Berlin-Mitte und Fraktionsvize im Abgeordnetenhaus, Henner Schmidt, kann, wenn er sich ebenso als neoliberaler Zauberlehrling so richtig blamieren will, auch gleich noch den ALG-II-Empfängern eine Broschüre mit auf den Weg geben etwa: „Wie betreibe ich günstig eine Rattenzucht?“
  4. Arydale schreibt am 17.12.2008 um 13:15 Uhr:Hm, ich hoffe jeder der dies liest, liest es richtig und versteht die deutsche Sprache ;-). Denn beim überfliegen des Textes, wenn man nur die Stichpunkte wie Berlin, Abgeordnete, Ratten, Jagd, Euro(s) liest/versteht, dann könnte der ein oder andere, auf ganz andere Ideen kommen als ursprünglich beabsichtigt. Grübel.
  5. sternenschein schreibt am 21.12.2008 um 23:25 Uhr:@Midnightsunflower,
    da kommt das militante in dir durch. Aber einen dicken Jals kann man bei derartigen Äusserungen wirklich bekommen.
    @Paulinchen,
    *lach* recht hast du..und merkwürdigerweise machen mir solche Einträge auch noch Spass.
    @dubtschekisto,
    danke für deinen Hinweis.
    Dann hätten wir hier den Ratteneffekt.
    @Arydale,
    ich hoffe auch, es wird richtig verstanden.
    Obwohl es sich schon alleine Merkwürdig anhört, wenn der Herr Schmidt erklärt, im Berliner Bezirk Mitte lebten um die 300.000 Ratten, sie werden von den Abfällen der Öffentlichkeit durchgefüttert und vermehren sich dadurch rasend schnell.;-)
    Das Problem des falschverstehensliegt ja darin, dass teils Politiker und andere Personen für bestimmte Bevölkerungsgrupen manchmal das Wort Ratten gebrauchen.
    Ich bin sogar der Meinung, das Pr. Bush auch mal von den Ratten sprach, die er aus irgendwelchen Löchern ausräuchern wollte.
    In der Welt stand sogar, in einem ironisch gemeinten Artikel, die Ratten in Berlin sollen jetzt Jagd auf Arbeitslose machen.
    In einem anderen Blog wurde geschrieben, die Ratten machen schon Jagd auf Arbeitslose in Deutschland. Sie nennen sich Sozialfahnder. ;-)
    Ratten scheinen die Menschen zu polarisieren, dann sprechen wir lieber über Tauben. Lieber einen Spatz in der Hand, als eine Taube auf dem Dach. Aber letztere wird ja auch schon verrattet, als fliegende Ratten der Lüfte.
    Liebe Grüsse
    sternenschein

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