Gedanken oder Fragen

15.05.2007 um 04:46 Uhr

Salto rückwärts

Stimmung: gut

Paulinchen schreibt in ihrem Blog, Plattform, über Schulsport, Leistung und Doping in der EX DDR. Dabei fiel mir auf, ich mochte den Sportunterricht in der Schule, nie besonders gerne. Ich bewunderte diejenigen die aus dem Stand einen Salto rückwärts machen konnten. Ich konnte es nicht! Klar, sie bekamen die einsen in Sport, nicht ich. Es ist doch in etwa so, als wenn Budesligavereine gegen Regionalmannschaften spielen. Der Gewinner steht in der Regel schon von vornherein fest. So breit ist doch auch das Leistungsspektrum in der Schulklasse, schon koerperlich bedingt. Da Zensuren zu geben ist hoechst ungerecht, verleidet denen, die nicht so mithalten koennen, die Bewegung ganz. Denn was ist es für ein Gefühl, wenn die Mannschaften ausgesucht werden, steht da fast bis zum Schluss herum, tut so, als wenn es einen fast garnicht interessiert? Bis man dann auch irgendwann genommen wird. Es ist doch deprimierend, oder nicht? Bewegen mag sich fast jeder, aber beim Sportunterricht wird wohl vielen die Motivation dazu genommen. Also Noten weg beim Sport, damit nicht die Lust abhanden kommt. Gut, in Mathe bewunderten sie mich wieder, war irgendwie ein Ausgleich..und wenn ich richtig drueber nachdenke, ist es dort nicht viel anders, als beim Sport. Dem einen fällt es leicht, dem anderen nicht. Da frage ich mich dann, sollte die Benotung vielleicht ganz abgeschafft werden? Wie ging es Euch im Sport? Siegen kann ja eh immer nur einer. Wünsch Euch einen schönen Tag.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenbeastlover schreibt am 15.05.2007 um 09:46 Uhr:ich hab sport auch geehasst in der schule.am besten noch von jemandem unterrichtet werden,der selber 20 kg übergewicht hat und von einem athletische leistungen verlangt.
  2. zitierenLittleLunaticGirl schreibt am 15.05.2007 um 11:08 Uhr:Ach der Sportunterricht... ein Trauma sondergleichen. *sfz*
    Immer am schlechtesten, am langsamsten... schlechte Noten... als letzte in Mannschaften gewählt... was halt alles.

    Mir fällt auf, dass innerhalb der Schülerschaft "Sport" das einzige Prestigefach ist... Überall darf man schlecht sein, aber schlecht sein im Sport oder Sport nicht mögen, das schadet dem Ruf. So schade.
  3. zitierenunlucky_fellow schreibt am 15.05.2007 um 11:11 Uhr:ich muss mich leider immer noch mit sport rumschlagen.
    da ich eine krankheit habe, wegen der ich viele jahre fast gar keinen sport machen konnte, bin ich total unsportlich geworden. aber irgendwie hat da kein lehrer verständlinis für...
    entweder sie benoten mich, wie jeden anderen auch, oder ich mach überhaupt nicht mit und muss klausuren schreiben.
    und natärlich ist es auch ziemlich peinlich, weil ich mich abstrampeln muss, um dinge zu schaffen, die für andere ganz selbstverständlich sind.

    ich denke, man sollte sport nicht nach der leistung beurteilen, sondern danach, wie sehr sich der schüler anstrengt! alles andere ist unfair denen gegenüber, die einfach schon unsportlich auf die welt kommen. denn die gibt es auch und die können ja nichts für ihre veranlagungen.
    nur leider bednotet fast kein lehrer auf diese art.
  4. zitierenLittleLunaticGirl schreibt am 15.05.2007 um 11:31 Uhr:Nach der Verbesserung statt nach der Leistung! Das wäre etwas...
  5. zitierenLacani schreibt am 15.05.2007 um 18:04 Uhr:was am einfachsten zu realisieren wäre, dass die schüler wenigsten die wahl haben zwischen einigen bereichen im sport, weil jeder wo anders besser ist oder einem das eine oder andere leichter fällt. vom benoten her wäre das auf jeden fall schon mal gerechter als die aktuelle situation.
    bei mir war es früher auch ein bisschen problematisch im sport, weil ich mir einfach nie viel zugetraut habe und dann fehlte mir natürlich die überwindung für manches. und dann wird mir erstmal "runter" gemacht (schlechte noten usw), wie soll man sich dann noch irgendwie was trauen?!
    aber bei mir kam dann irgendwann doch noch der punkt, dass ich alles was in mir drinsteckt gegeben habe, ok das hat nicht in jedem bereich geholfen, weil mir teilweise die übung fehlte, aber in vielen bereichen konnt ich dann doch nochmal so richtig punkten und hab auch meine einser bekommen. das tat gut fürs selbstvertrauen, aber leider ist das nicht bei jedem möglich.
    lg
  6. zitierenfebri schreibt am 15.05.2007 um 20:01 Uhr:sport ist für mich mord :)
    nur das was spass macht, hab ich immer mitgemacht und ansonsten gabs ausreden ^^
  7. zitierenPaulinchen schreibt am 16.05.2007 um 00:07 Uhr:Hier ist wohl die Invasion der Unsportlichen ausgebrochen? Ich frag mich, wo waren die alle während meiner Schulzeit. Hätte mir damals das Leben ungeheuer erleichtert.
    Klar konnte man in anderen Fächern punkten. Mathe ist vielleicht wichtiger für den Beruf und das Leben. Aber die Sportnote hat den Durchschnitt ziemlich nach unten gedrückt.
    Wenn es aber nun gar keine Zensuren mehr gibt, womit motiviert man denn? Ist nicht ganz einfach.
  8. zitierenrougenoir schreibt am 16.05.2007 um 13:32 Uhr:HIer ICH!! Noch so eine weniger Sportliche ... aaaber, ich war zumindest durchschnittlich (was heißt 3, aber auch mal ne 2)!
    Ich finde auch, dass man Benotungen ganz weglassen sollte, überhaupt ... FÄCHER ;). Sport kann ja eigentlich fast jeder (es gibt natürlich ausnahmen, aber ich würde sagen ... wenige?! Keine Ahnung), wenn die Sportart denn passt. Eigentlich geht es ja auch nur darum zum Bewegen zu animieren (außer man geht mal ein paar Jahre zurück, da gings um den Stählernen Krupp Körper *hust*), glaube ich. Dafür sollte man keine Noten geben (und vor allem ist das teilweise auch pure Willkür).
    Motivation zum lernen ist eigentlich was ganz natürliches; Neugier *g* Ich hab sie noch. Jedenfalls weiß ich, dass Motivation auch viele andere Wege kennt, Noten ... paaah, Blödschnack ;). Klassen sind auch doof *harr*. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich ein Fan dieser Schule von und mit Nena (die anderen kenn ich nicht, wer sind die? *g*) bin? *hehe*. Als Bewertungssystem ... also vonwegen Studien- und Ausbildungsplätze?! Da könnte man auch was anderes finden. Und ich denke, man sollte das "allgemeinwissen" abschaffen ;). In der Zeit, in der man Dinge lernt, für die man kein Interesse und keine Begabung hat, könnte man in den Dingen, die einen interessieren und in denen man Begabung hat, viel weiter ausbauen. Es hat sich ja sicher jeder schon gedacht: Das brauch ich doch nie wieder, und sehr oft hat sich das sicher auch bewahrheitet.
  9. zitierensternenschein schreibt am 16.05.2007 um 20:07 Uhr:Sehr vieles vom Schulwissen brauche ich nie wieder.
    Hoechstens Jauch wuerde mich noch fragen, wie lang der Nil oder der Missisippi ist.
    Gut, und Logarithmenrechnung brauchte ich auch nie wieder..selbst mit Unbekannten brauchte ich nicht rechnen. Ja gut, auch wer Alexander der Grosse war, wurde ich nie wieder gefragt. Aber wer weiss, vielleicht fragt ja doch noch einmal jemand danach..*hach* dann weiss ich es..
    ich denke auch das Neugier eine viel groessere Triebfeder zum erlernen ist als wie Zwang und Noten. Vor allem, was mit Interesse gemacht wird, es bleibt auch viel eher haften.
    Die Nena Schule finde ich uebrigens auch gut. Jedenfalls von der Idee her.
    Liebe Gruesse
  10. zitierenrougenoir schreibt am 17.05.2007 um 16:55 Uhr:Jetzt muss sie nur noch Erfolg haben ... mehr erfolg als die anderen Schulen *hehe*, vielleicht erkennen "die Anderen" dann mal wie öh, kontraprduktiv ihr Schulsystem ist.
    Na ja, alles abschaffen wär auch ... na ja, ich denke Interesse und Neugier reichen für vieles :).
    Liebe Grüße

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