Gedanken oder Fragen

03.02.2013 um 00:29 Uhr

Sexismus Debatte

Die Journalistin spricht nachts in einer Bar den FDP Mann Brüderle an
Ein Jahr später beschuldigt sie ihn sexistische Avancen gestartet zu haben.

Seit dem tobt die Serxismusdebatte durch den Deutschen Blätterwald und wird in diversen Talkshows genüsslich ausgebreitet.

Man könnte fast denken, es sei ein PR Coup der FDP um ihren Spitzenkandidaten Brüderle ins Gespräch zu bringen und ihn bekannter zu machen.
Doch dem scheint nicht so, denn diese Debatte schadet Brüderle eher. Denn wer will schon einen Mann wählen, der Frauen gegenüber sich mit sexistischen Sprüchen hervortut?

Die Frage, die sich da auftut, ist, was ist Sexismus,, wo fängt der Sexismus an?
Bei einem Flirt sicherlich nicht, wohl auch nicht, wenn ein Mann einer Frau hinterherschaut.
Nur bedrängen sollte ein Mann eine Frau nicht, ein "Nein" auch als nein akzeptieren, sie nicht aufgrund ihrer Kleidung oder der Art wie sie sich gibt als "Freiwild" betrachten. Dieses alles gibt es leider viel zu häufig und ist zu verurteilen.. Ebenso wenn ein Mann seine Position als Vorgesetzter ausnutzt,
Die dämlichen "Herrenwitze" könnten Männer sich auch ersparen, sie mochte ich noch nie und mag sie auch heute nicht. Denn sie sind meistens unterste Schublade und niveaulos, eben nicht "witzig".
Verstehe auch nicht wie Männer in Bierlaune über diese "Witze" schenkelklopfend lachen können.

Die Journalistin Birgit Kelle hat zu dieser Sexismus Thematik einen der treffendsten Artikel geschrieben, Fragte sich wie Frau Himmelreich regiert hätte, wenn anstatt Brüderle ein Mann wie George Clooney dort an der Bar neben ihr gestanden hätte.
Ich finde es eigenartig, dass gerade in einem Katholischen Netzwerk, der treffendste, gerade nicht moralinsaurer, Artikel hierzu zu finden ist,

kath.net/dann mach dir doch die Bluse zu *klick*

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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Bloomsbury schreibt am 03.02.2013 um 16:11 Uhr:Durch deinen Eintrag bin ich nun schon zum zweiten Mal auf diesen Artikel hingewiesen worden, und habe ihn endlich gelesen.
    Denn zu Beginn wusste ich nicht, was gemeint war. Der Artikel ist gut, weil er niemanden zur Schau stellt, weder die Journalistin, die vor einem Jahr die Begegnung in der Bar hatte noch... (ichweißnichtwen).

    Ich habe auch das einstündige Video auf der Seite angesehen - sehr interessant. Der Theologe Lohmann begründet Dinge natürlich ganz anders als Birgit Kelle, und manches, was er sagt, wirkt zu streng. Einiges, was der Schwule sagte war aber auch too much, nämlich polemisch.

    Grüße, Bloomsbury
  2. Majas_Traumwelten schreibt am 05.02.2013 um 13:32 Uhr:Diese ganze Debatte ist mir nicht differenziert genug. Die eine Seite - und dazu gehört für mich auch die Autorin dieses Artikels - macht es sich viel zu einfach und die andere Seite - das sind dann die #aufschrei(enden) - sind mir zu verbohrt.

    Für mich hat es nichts mit Sexismus zu tun, wenn mich ein Mann an der Bar angräbt. Meine Güte, das ist doch vollkommen normal, wo sind wir denn schon hingekommen, dass man es jetzt zum Sexismus zählt, wenn ein Mann eine Frau anbaggert? Und umgekehrt wird ja auch ein Schuh draus!

    ABER - es gibt "echten" Sexismus und der geht in dieser Debatte heillos unter. Und das finde ich persönlich sehr traurig, weil damit die "echten" Opfer gleich mit verhöhnt werden.
    Und dann noch diese schreckliche Debatte darum, ob Frau sich nun sexy anziehen darf oder ob sie dadurch gleich ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit mit einbüsst - es gruselt mich!

    Es sollte einfach jeder seine Eigenverantwortung wahrnehmen und das bedeutet für mich, dass ich mich kleide wie ich will und dass mir dabei bewusst ist, dass das den ein oder anderen Mann dazu verleitet, sein Glück zu versuchen. Solange dabei weder körperliche noch verbale Gewalt/Abwertung ins Spiel kommt, ist es für mich nichts anderes, als das ewig alte Spiel zwischen den Geschlechtern.

    Ja, das waren meine 5 Cent zur Thematik und das hier das erste und letzte Statement meinerseits zur Sexismus-Debatte :)

    Lg
    Maja

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