Gedanken oder Fragen

21.07.2012 um 07:55 Uhr

Übel kann einem bei den Thesen der INSM werden

Ganz schlimm, wenn diese INSM dann noch auf meinem Blog dafür wirbt, doch den neuen INSM Blog zu lesen.
Ich rufe hiermit alle meine Leser auf, nicht auf diese Werbung und das Geschwafel der Initative neue Soziale Marktwirtschaft hereinzufallen.
Denn die Mitglieder dieser, von den Arbeitgeberverbänden gesponserten Gruppierung, sind alles andere als sozial.

Sie sind schuld an das momentane Desaster der Finanzkrise, an der Hartz IV Gesetzgebung, an den Rentenkürzungen und den Studiengebühren.
Allen voran das ehemalige SPD Mitglied Clement, der heutige Leiter des Kuratoriums der INSM.

Dort, in diesem Verein haben sich die ganzen Zocker der Republik versammelt, fördern die Armut hier im Lande mit ihren kruden Thesen.
Die sie, in der ihnen hörigen Presse verbreiten lassen.
Fordern und fördern Lohndumping, Privatisierungen und soziale Kürzungen, damit es vielen schlechter geht und einigen sehr wenigen wesentlich besser.
Ich könnte kotzen, wenn ich hier auf Blogigo, zumal noch auf meinem eigenen Blog, diese Werbung von diesem Verein sehe.

Wer mehr über die INSM erfahren möchte kann weiteres zu dem Thema INSM und Wolfgang Clement hier auf den Nachdenkseiten finden:

Nachdenkseiten/INSM *klick*
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Stefan Wehmeier schreibt am 22.07.2012 um 01:14 Uhr:"Wir werden also, bei sonst gleichen Verhältnissen, jenes Land als auf der höheren Stufe volkswirtschaftlicher Entwicklung stehend zu bezeichnen haben, in welchem der Mittelstand am meisten vertreten ist. Wo aber der Mittelstand sich in fortschreitender Auflösung befindet, dort haben wir eine direkt dem Verderben entgegenreifende Entwicklung vor uns, und zwar umso sicherer, je größer der Reichtum ist, welcher diesen Auflösungsprozess des Mittelstandes begleitet."

    Prof. d. Nationalökonomie Dr. Gustav Ruhland, Berlin 1895

    Das die Marktwirtschaft immer wieder zerstörende Gegenprinzip des Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz), an dem bisher alle Hochkulturen und Weltreiche in der Geschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit untergegangen sind, spaltet die Gesellschaft - von einem Krieg bis zum nächsten und dazwischen mit exponentiell steigender Tendenz - in eine immer ärmere Mehrheit von Zinsverlierern (Proletariat) und eine immer reichere Minderheit von Zinsgewinnern (Dekadenz).

    In beiden Fällen gibt es noch kein bewusstes Leben, wenn wir ein solches als eine sinnvolle Abfolge von bewusstem Wollen und zumindest möglicher Willensbefriedigung auffassen. Denn ein Zinsverlierer muss ständig etwas wollen, um nur zu existieren, ohne aber die Chance zu haben, das Gewollte zu erreichen, während ein Zinsgewinner bereits existiert ohne etwas zu wollen und daher nicht wissen kann, was er wirklich will.

    Ein bewusstes, sinnvolles und glückliches Leben ist erst in der idealen Makroökonomie (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus) möglich, in der eine stetige Proportionalität von marktwirtschaftlich erbrachter Leistung und Gegenleistung für alle Wirtschaftsteilnehmer dauerhaft garantiert ist.

    Um die ideale Makroökonomie zu verwirklichen, in der allgemeiner Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine saubere Umwelt und der Weltfrieden selbstverständlich sind, bedarf es der "Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion":

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html
  2. Who knows schreibt am 25.07.2012 um 01:36 Uhr:Sehr interessant. Wirklich. Ich scherze nicht, lachen ist einfach nur Muskeltraining.

    Nun zu deinem Anliegen kleiner Scherzbold - du, und deine Weltansicht, vergisst leider einiges. Ein Beispiel ist die ungelöste Energiefrage. Mag unbedeutend klingen für dich, aber jeder produzierende Betrieb kann dir etwas anderes erzählen. :)

    Und allein damit ist die "Makroökonomie" zwar ein hehres Ansinnen, aber auf absehbare Zeit auch nur dies. Im Grunde wäre es weit sinnvoller wenn die ganzen Träumer die Realität wenigstens einmal akzeptieren...und daraus etwas machen.

    Und nun zum eigentlichen Thema - die INSM. Keine Ahnung was hier vorgefallen ist, aber ich bezweifel stark das diese Organisation für alles Übel in D verantwortlich ist. Und mal nebenbei...gewisse Reformen haben dazu geführt, dass wir heute nicht Griechenland sind. Davon abgesehen, gewagte Prognose, es sind immer noch 50% der Hartz 4 Bezieher mit ihrem Zustand glücklich. Nix tun, Miete wird gezahlt, man ist bei der Krankenkasse versichert...von den Sonderleistungen will ich erst gar nicht anfangen. Kann also nicht sooo schlecht sein...

    Aber der Brüller ist wirklich - "Sie sind schuld an das momentane Desaster der Finanzkrise". Ein faszinierender Gedanke. Gibt es in deiner Welt noch den blauen Himmel oben, die Flüsse in blauer Farbe und Bäume haben einen braunen Stamm und ein grünes, rundliches etwas darüber? Weltfremder ging es mit dieser Äußerung nicht, oder?
  3. Majas_Traumwelten schreibt am 26.07.2012 um 11:04 Uhr:@Whoknows: Es ist eine Unverschähmtheit zu behaupten, dass H4-Empfänger glücklich wären mit diesem Zustand und dass sie doch alles gezahlt bekämen, sogar Sonderzahlungen. Dass ich nicht lache! Ich musste mal selbst von H4 leben und es war menschenunwürdig! Nur wer das nie mitgemacht hat, kann sowas behaupten!

    Und zur INSM: Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die ganz allein Schuld sind an der Finanzkrise - aber sie werden ihren Teil dazu beitragen. Und solange es noch Menschen gibt, die das, was hier in diesem Land abläuft, noch gut finden, solange werden die Zustände schlimmer und schlimmer werden.

    Aber das wollen die Leute, die noch genug in den Taschen haben, natürlich nicht sehen.

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