Gedanken oder Fragen

03.02.2011 um 06:44 Uhr

Vergessen wie man wirklich liebt

Wissen Erwachsene wirklich besser was Liebe ist?
Oft habe ich das Gefühl, sie vergessen wie man wirklich liebt.

Nein, dieses ist kein Zitat, sondern war eine Google Suchanfrage, über die ein scheinbar junger Mensch auf meine Seite kam.
Manchmal kann Google auch als Stichwortgeber dienen.;-)

Ist es wirklich so, dass Erwachsene vergessen wie man wirklich liebt?
Und wie kam dieses wohl junge Mädchen auf diese Gedanken?
Hat sie sich ihre Eltern angeschaut, sich gefragt, wo bei denen die wirkliche Liebe geblieben ist, zwischen diesem ganzen Alltag?
Können wir als Erwachsene tatsächlich nicht mehr wirklich lieben, da wir es vergessen haben?
Aufgrund unserer Erfahrungen vorsichtiger geworden sind, mit der Liebe.

Oder wurde hier nur Verliebtheit mit der wirklichen Liebe verwechselt? An die man bei einigen Erwachsenen, die zusammenleben, wirklich zweifeln könnte, so wie sie sich gegenseitig behandeln.
Haben sie das wirkliche Lieben verlernt, oder aber haben sie nur den verkehrten Partner?

Ganz schön viele Fragen, auf die ich auch nicht so die wirklichen Antworten habe.
;

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Jari schreibt am 03.02.2011 um 08:38 Uhr:Ich kann noch nicht einmal die Frage beantworten, was Liebe wirklich ist... Und wenn man als "Erwachsener" schon wieder vergisst, was Liebe ist, wie kann ich dann jemals das Phänomen der Liebe begreifen?
    Noch mehr Fragen über Fragen... Ich glaube, man braucht einige Leben, um diese Fragen in etwa beantworten zu können.
  2. Bloomsbury schreibt am 03.02.2011 um 10:50 Uhr:Vielleicht sollte man einen Liebe ist-Eintrag eröffnen, mit Bildchen *g*
  3. Yaimm schreibt am 03.02.2011 um 15:53 Uhr:Verliebtheit oder Begehren wird allzu oft mit Liebe verwechselt. Auch wenn jede Art von Zuneigung ja auch eine Art von Liebe ist, somit müsste man also das Wort Liebe erst einmal definieren...
  4. Muffin schreibt am 03.02.2011 um 16:18 Uhr:Aber definiert nicht jeder für sich selbst die Liebe?
  5. Yaimm schreibt am 03.02.2011 um 16:57 Uhr:http://de.wikipedia.org/wiki/Liebe#Klassifizierungen

    Interessant... also egal welcher Natur; Ich kann mir gut vorstellen, daß das junge Mädchen meint, Erwachsene verlernen, bedingungslos zu lieben. Ich meine damit, daß das Gefühl der Liebe als Erwachsener mehr verknüpft ist mit Erwartungen, die erfüllt werden müssen.

    Ich hab irgendwie gerade Probleme, meine dazu Gedanken in Worte zu fassen, vielleicht versteht trotzdem jemand, worauf ich hinaus will.
  6. aenne schreibt am 03.02.2011 um 20:19 Uhr:Das Gefühl der Liebe, kann man wohl nicht wirklich definieren. Nur denke ich, wir wissen oder besser gesagt, wir spüren, wenn sie da ist. Tiefe, bedingungslose Zuneigung, unendliche Wärme, die uns erfüllt, so würde ich "Liebe" erklären. So erlebe ich das Gefühl, was ich "Liebe" nennen würde.
  7. Puppy111 schreibt am 04.02.2011 um 10:47 Uhr:Die Definition der Liebe von aenne gefällt mir. Sie ist weitgenug gefaßt, dass jeder sich mit seinen ganz individuellen Empfindungen darin wiederfindet.
    Möglicherweise vergißt man als Erwachsener,wenn man lange Jahre mit einem Partner zusammen ist, wie sich die Liebe in jungen Jahren angefühlt hat. Vieleicht ist dieses heiße Gefühl etwas lauer geworden und ersetzt worden durch Vertrauen, Sicherheit, liebegewordene Gewohnheit, Ruhe, Beständigkeit und viele andere angenehme Kategorien des Lebens.
    Aber auch Erwachsene, also ältere und alte Menschen, können sich nochmal richtig verlieben und dann ist es genauso wie mit 17. Nur dass diese Menschen das, was sie tun, mit mehr Lebensweisheit tun und sich andere Gedanken machen als in ganz jungen Jahren. Das heißt aber nicht automatisch, das diese Gedanken dann zu überlegteren Handlungen führen.
    Liebe kann auch im gesetzten Alter unvernünftig, unbedacht, unglücklich usw.... sein.
  8. ShaBuSha schreibt am 04.02.2011 um 13:17 Uhr:Hey sternenschein,

    das sind auch schwierige Fragen... Erwachsene können sich nach langer Zeit der Ehe leider auch ent-lieben, aber das kann jungen Menschen genauso passieren..... vielleicht ist die Verliebtheit, dieses ständige Rumturteln, was wir als offensichtliche Liebe ansehen, einfahc nur zurpckgegangen, aber man findet den Partner trotzdem noch attraktiv?
    Oder bleibt man, wenn man den richtigen Partner hat, dauerhaft verliebt?

    Ich muss ja zugeben, dass ich nach fast 2,5 Jahrne Beziehung manchml von meinem Freund genervt bin, aber die meiste Zeit immer noch verliebt wie am ersten Tag. Besonders wenn wir beide von der Arbeit nach Hause kommen, wir haben uns den ganzen Tag schon vermisst, es gibt dann nichts schöneres als wenn wir uns in die Arme fallen können :-) für viele andere langjährige Pärchen sind wir wiederum "ekelhaft glücklich" oder "kitschig" ....
    Aber ich finde, man muss eine gute Mischung haben... zu wneig Zeit füreinander ist schlecht, wenn man zuviel aufeinander hockt, ist es auch nicht gut.... wenn man so einigermaßen das Mittelmaß zwischen Nähe und Abstand, zwischen Zeit und keine Zeit, findet, dann kann die Liebe auch lange überleben.

    Ich denke, man kann nicht vergessen wie man wirklich liebt... man kann es z.b. nach einer trennung bewusst verdrängen, aber wenn dann irgendwann der/die richtige plötzlich da ist und man sich wieder verliebt, wäre es selbstbetrug, die Gefühle nicht zu zulassen.

    Liebe Grüße
    Shabusha
  9. Nasoetwas schreibt am 05.02.2011 um 07:27 Uhr:Ich würde eher behaupten wirkliche Liebe wächst und vertieft sich mit der Zeit. Die Bedeutung wird klarer. Liebe ist doch etwas mehr als Verliebtheit in ein schönes Antlitz, sexuelle Anziehungskraft und der starke Wunsch es zu besitzen. Wer liebt bringt auch Opfer und kann verzichten.
    Über Liebe braucht man nicht reden wenn man sie hat.
    Die Beschreibung von aenne gefällt mir gut.

    Ich mache mir eher Sorgen warum immer mehr Kinder und Jugendliche abstumpfen und keine wirkliche Liebe mehr kennen lernen. Sie trennen sich immer häufiger von ihrem Partner, wollen sich nicht mehr fest binden, sie lernen immer mehr in erster Linie an sich zu denken und können nicht zurückstecken.

    Ist es die Zeit die unsere Menschen härter und egoistischer werden lässt?
  10. Bloomsbury schreibt am 05.02.2011 um 10:34 Uhr:
    Nasoetwas:
    Sie trennen sich immer häufiger von ihrem Partner, wollen sich nicht mehr fest binden, sie lernen immer mehr in erster Linie an sich zu denken und können nicht zurückstecken.
    Es ist so ein schmaler Grat zwischen Selbstliebe und... Selbstliebe.
  11. Nasoetwas schreibt am 05.02.2011 um 16:52 Uhr:Was man liebt, nimmt man nicht unter die Lupe.
  12. Stefanie schreibt am 07.02.2011 um 10:16 Uhr:Gerade eben hab ich erst über diese Frage nachgedacht, kann ich als erwachsener noch so lieben wie als jugendlicher oder hat mein kopf einfach das ruder übernommen und ich bin gar nicht mehr in der Lage das berühmte "verliebtheits" Gefühl zu erleben. Sobald ich einen Mann kennenlerne mach ich mir Gedanken wo wir beide gerade im Leben stehen, überlege mir ob seine Sichtweisen zu mir passen würden, ob es sich überhaupt lohnt eine feste Bindung einzugehen und am Ende stoss ich ihn sowieso von mir mit den Worten: "Es passt einfach nicht". Doch muss es immer alles 100% passen oder sollte man einfach mal seinen Kopf ausschalten und seinem Herzen folgen?
    Das sind meine Gedanken dazu:

    14 jahr alt, man ist unbekümmert, denkt man ist erwachsen und handelt einfach nach seinem Gefühl und nicht nach seinem kopf, es ist einem egal was die gesellschaft denkt. Man rebelliert, bricht Regeln und befindet sich daher im pupatären Ausnahmezustand. Die Gefühle fahren Achterbahn man verliebt sich noch ohne Vorurteile, man ist unvorsichtig, da man den schmerz - den sogenannten Liebeskummer - noch nicht kennengelernt hat. Wir lieben mit ganzem Herzen, schnell, heiß und innig. Die erste Liebe, alles ist neu, wir erfahren soviel Gefühle zum ersten Mal. Noch heute Jahre später, versetzen mich gewisse Lieder zurück zu meiner ersten Liebe. Dann kehre ich in meinen Gedanken zurück an unseren gemeinsamen Plätze, ich rieche den Sommer, sein Auto, den Geruch der Räucherstäbchen, seine Nähe. Ich kehre zurück in eine Zeit in der man sich noch stundenlang geküsst hat und einfach nebeneinader lag sich die Hand hielt und sich austräumte wie man wohl in 60 Jahren zusammen auf einer Bank sitzt. Habe ich damals den EINEN fallen gelassen, war bzw. ist er der Mann mit dem ich alt werden möchte bzw. mit dem ich hätte alt werden sollen, war er mein Traumprinz? Oder um es weniger märchenhaft zu sagen, war er der Richtige?

    Nach all dem Dating, den verschieden Kerlen und den Enttäuschungen stehe ich vor der Frage ob mein jugendliches, leichtsinniges Ich damals ohne Vorurteile den richtigen Mann für mich schon gefunden hatte?! In einer Zeit in der es nicht so wichtig war welche Klamotten man trägt, was für ein Auto man fährt und in welchen Club man geht. War ich damals eher in der Lage den einen, den richtigen herauszupicken? Wenn ja, dann hätte ich meine Chancen auf "den richtigen" verspielt. Vielleicht ist es aber auch noch schlimmer. Wenn man seine erste Liebe nicht zu schätzen weis und sie einfach wegwirft hat man dann das Recht auf "Liebe" verspielt? 8 Jahre ist es her und rückblickend betrachtet war mein erster Freund der beste meiner 3 anderen Freunde. Rückblickend betrachtet ist er auch heute noch von seinem Charakter wie ich mir IHN, meinen Mann vorstelle. Was ist wenn man einmal die Liebe nicht geachtet hat, die Fähigkeit wahre Liebe zu spüren, nicht mehr hat? Was ist, wenn einen die jungen Lieben prägen und wenn man schon in jungen Jahren unfähig war die Liebe zu achten, sich an ihr zu erfreuen und sie mit freuden anzunehmen kann man es dann im Alter erst recht nicht mehr?

    Ist die erste Liebe wegweisend für den Rest unseres Lebens?
  13. Puppy111 schreibt am 07.02.2011 um 10:45 Uhr:Na ja, so absolut würde ich das nicht sagen. So unterschiedlich, wie die Menschen sind, so unterschiedlich wird wohl auch die Auswirkung der ersten Liebe auf unser Leben sein. Völlig vergessen werden wohl die wenigsten Menschen ihre erste Liebe. Aber ich glaube ganz fest daran, wenn DER richtige kommt, dann kann man sich in jedem Alter neu verlieben. Auch wenn es manchmal/ oft keine Liebe fürs ganze Leben wird oder Hindernisse im Wege stehen. Das Leben ist lang und spätestens seit Forrest Gump wissen wir " Das Leben ist ein Pralinenschachtel, man weiß nie was man bekommt."
    Wobei sich Jugendliche und junge Erwachsene sicher nicht vorstellen können, wie Mutter, Vater, Onkel, Tante, Lehrer oder sogar die Omi sich verhalten, wenn sie verliebt sind. Man sieht es den Menschen ja auch meist nicht an :-).
    Stefanie, wenn du dich für das Thema Jugendliebe interessiert, kann ich die den Blog "Verliebt in die Jugendliebe" empfehlen. Das steht sehr viele dazu geschrieben.
  14. aenne schreibt am 07.02.2011 um 17:51 Uhr:Ja, verlieben kann man sich in jedem Alter, ebenso Liebe empfinden und geben. Wenn es wirklich "peng" macht, dann nörgelt auch nicht der Verstand.

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