Gedanken oder Fragen

10.10.2009 um 06:33 Uhr

Zahlt die Krankenkasse eine Psychotherapie?

Stimmung: gut

Heute am 10. Oktober ist der
"Welttag für seelische Gesundheit"

Seelische Gesundheit ist zweifellos wichtig, genauso wichtig wie die körperliche Gesundheit.
Wenn nicht sogar noch wichtiger.
Denn was nutzt uns körperliche Gesundheit, wenn wir uns trotzdem krank fühlen, oder durch Depressionen,Sozialphobie, Trauma, Ängste etc. am Leben gehindert sehen.
Psychische Störungen sind inzwischen zu der Volkskrankheit überhaupt geworden. Auch wenn oftmals nicht darüber gesprochen wird.
Es scheint immer noch einfacher zu sein, zu sagen "Ich bin erkältet" als "Ich leide unter Ängsten und Depressionen".
Letztendlich reagiert der Körper irgendwann auch auf seelische Beschwerden mit Gesundheitsstörungen.

Wenn etwas mit den Ohren, dem Hals, dem Magen, den Augen, dem Herzen nicht in Ordnung ist, gehen wir zum Arzt und lassen es abklären um geheilt zu werden.
Anders bei Depressionen oder anderen seelischen Störungen, da ist oftmals eine Hemmschwelle vorhanden, den zuständigen Facharzt oder Therapeuten aufzusuchen.
Es kommt dann oft die Frage auf, wer bezahlt das überhaupt, wie bekomme ich eine Therapie, bin ich überhaupt "krank"?

Leider erkennen die Allgemeinärzte seelische Störungen bei ihren Patienten nicht immer, häufig aufgrund von Zeitmangel. . Behandeln eher die körperlichen Symptome . Manchmal ist auch das Vertrauen des Patienten zum Hausarzt nicht so ausgeprägt, dass er diesem von seinen seelischen Schmerzen oder Problemen erzählen mag.

Nun machen die Welttage für seelische Gesundheit nicht automatisch die Seele gesund.
Was kann man machen, wenn man meint eine Therapie zur seelischen Gesundung zu brauchen?
Zumal es sehr viele verschiedene Therapieformen wie z.B. Bewegungstherapie, Psychoanalyse, Psychotherapie, Verhaltenstherapie etc.gibt.
Um herauszufinden welche Therapieform die passende ist, rät Prof. Frank Schneider, von der Uniklinik Aachen, sich bei einem Facharzt für Psychologie oder Psychiatrie über die für einen persönlich geeignete Therapieform beraten zu lassen.

Nach Anmeldung zu einer Therapie kann der Therapeut bis zu fünf probatorische Sitzungen abhalten, um zu klären, ob der Patient überhaupt eine Therapie benötigt, auch ob Patient und Therapeut ein Vertrauensverhältnis zueinander aufbauen können. Dieses ist die Vorraussetzung für eine weitere Therapie, deren Kosten die Krankenkasse übernimmt.
Wenn es nicht passt, sollte man sich nicht scheuen dieses zu sagen und sich einen anderen Therapeuten suchen.

Man kann sich also von seinem Hausarzt an einen Therapeuten überweisen lassen, aber auch sich selber einen von der Krankenkasse zugelassenen Therapeuten suchen um sich dort direkt anzumelden.

Häufig lese ich hier, dass die Klientinnen sich Gedanken darüber machen, was der Therapeut von ihnen denken könnte, oder dass sie ihn enttäuschen mit dem was sie sagen. Dieses sollte kein Grund sein etwas nicht zu sagen. Denn der Patient steht im Mittelpunkt, nicht der Therapeut, er soll helfen, er verdient damit einfach nur sein Geld, es ist egal was er von dem Patienten oder dessen Handeln persönlich denkt. Er soll ihn dabei unterstützen sein Leben zu leben und nicht werten oder bewerten.

Dankbar wäre ich über Erfahrungsberichte eurer Therapien, auch wie ihr den geeigneten Therapeuten gefunden habt und wie es mit der Kostenübernahm durch die Kassen klappte..
Vielleicht kann der eine oder andere auch schreiben, worauf man im besonderen und speziellen achten sollte.

Regeln für eine Psychotherapie, sowie Hilfe bei der Arztsuche bzw. Psycholgensuche bieten die Seiten

Psychotherapiesuche.de

und

Neurologen und Psychiater im Netz

Ich wünsche mir und euch eine gute und dauerhafte seelische Gesundheit. Die Voraussetzung für ein lebenswertes Leben.
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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. taschenlampe schreibt am 10.10.2009 um 08:04 Uhr:"Häufig lese ich hier, dass die Klientinnen sich Gedanken darüber machen, was der Therapeut von ihnen denken könnte, oder dass sie ihn enttäuschen mit dem was sie sagen. Dieses sollte kein Grund sein etwas nicht zu sagen. Denn der Patient steht im Mittelpunkt, nicht der Therapeut, er soll helfen, er verdient damit einfach nur sein Geld, es ist egal was er von dem Patienten oder dessen Handeln persönlich denkt. Er soll ihn dabei unterstützen sein Leben zu leben und nicht werten oder bewerten. "

    Da bin ich fast geneigt zu sagen, das kann nur jemand schreiben, der keine Ahnung hat wie es ist, WENN man tatsächlich in DIESER Situtation steckt. SOLLTE...

    Sternenschein, wenn du dahin gehst, gehst du nicht als starke, belastbare und stabile Persönlichkeit hin! Nein, du bist angeschlagen, meist am Boden zerstört, empfindlich, unsicher und zumindest am Anfang unwissend. Dir fehlt es momentan an Selbstbewusstsein und Kraft und du denkst, du schaffst nichts mehr allein - und vor allem denkst du, nur DU allein hast so'n Scheiß! *lächel*
    Da ist es schwer sich nicht zu fragen, was der Therapeut sich wohl denkt. Ich glaube, jeder, wirklich jeder, stellte sich diese Frage schon.

    Einen schönen Tag und den Betroffenen alles Liebe und Kraft zu dem was vor ihnen liegt!

    Übrigens, es gibt auch KlientEN.

    TL
  2. rougenoir schreibt am 10.10.2009 um 08:44 Uhr:Yay ... ich habe wirklich das perfekte Timing, oder?! Tag der seelischen Gesundheit, und ich entschließe mich endlich anzurufen (nach 6 Jahren, *muhaha*).

    Die Infos zur Krankenkasse find ich sehr nützlich, danke, weil ich jetzt weiß, dass ich einfach mal ... einen Termin abmachen kann, ohne mir über die Kosten Gedanken machen muss ... das macht es mir einfacher :).

    Liebe Grüße
  3. Rabenmutter schreibt am 10.10.2009 um 09:10 Uhr:Toll, so einen Tag gibt es? Den muss ich dann gleich nutzen und meinen Mädels aus der Gruppe eine Nachricht zukommen lassen, und mich bei ein paar Leuten aus der Reha melden...
    Also erst mal ist es ja schon toll, wenn man selber merkt, dass da was im argen liegt und sich selber einen Therapeuten sucht. Viele bemerken aber, genauso wie wohl viele Hausärzte, nur die körperlichen Symptome und wollen den Rest nicht wahr haben. Das ist dann sehr viel schwerer.
    Ich habe es auch zuerst mit einer Therapeutin versucht, mit der ich gar nicht klar kam. Sie hat wirklich die Nase gerümpft über das, was ich ihr erzählt habe, und mit totalem Unverständnis reagiert.
    Dann hatte ich einen Termin bei einem Therapeuten, musste jedoch die erste Sitzung absagen, weil ein Termin der Familientherapie dazwischen kam und uns alle 3 wieder unter einen Hut zu kriegen, war mir erst mal wichtiger. Der Therapeut sah das ebenso und meinte, ich solle ersrt diese Fam.-Thera zu Ende machen, weil es nicht gut sei, mehrere Psychotherapien nebeneinander laufen zu haben. DAS war ein Fehler denn als die Familiengeschichte noch nicht zu Ende war, war ich ganz umgefallen - und habe mich sehr mühsam in mehr als 1 1/2 Jahren da wieder raus gearbeitet, ob es so bleibt, weiß keiner.
    Also mit Männern als Therapeuten komme ich persönlich besser klar, das kann auch mit meiner Störung zu tun haben, zu Reha gab es auch einige wenige Frauen mit denen ich "konnte". Wichtig ist, seinem Therapeuten/seiner Therapeutin wirklich offen zu begegnen und das von Anfang an. Meienr war/ist Tiefenpsychologe und manchmal hat mic hsein Wühlen im Vergangenen dann schon ein wenig genervt, weil ic hmri denke, was damals war, kann ich nun auch ncith mehr ungeschehen machen und ichitg ist, jetzt einen Weg zu finden. Da hat mir die Gruppe sehr gut getan, eine Sahce, die zu jeder stationären Reha quasi dazu gehört - nur manche Kliniken wollen sie nicht beantragen - warum auch immer. Also an jeden, der eine stationäre Reha macht (gilt nicht nur im psychischen Bereich!) - IRENA beantragen, solange man noch dort ist!
    Ich habe übrigens nie einen Psychiater, Psychologen oder Neurologen aufgesucht, sondern alles über den Hausarzt abgeklärt und geregelt.
    Langzeittherapie hat aber die Kasse dann abgelehnt, d.h. ich war ca. 1 Jahr etwa 1 mal wöchentl. zu Einzelgesprächen und dann war Schluss. Im Notfall darf ich aber jederzeit wiederkommen.
    Weitere Tehrapien, die ich in der Reha kennenlernte und gern weiter gemacht hätte, muss man selber bezahlen - die ganzen Entspannungen, Kunstthera etc. oder auch Hypnose.
    Übrigens - wenn man sich direkt bei einem Therapeuten anmeldet, zahlt man die Praxisgebühr bei dem extra. Also die Überweisung vom (Haus)Arzt braucht man immer wegen dieser Kosten.
    Öhm, ja .... bei weiteren Fragen - fragt einfach, aber ich kann nur Erfahrungen wiedergeben, bin keine Expertin ;-)
  4. AngelInChains schreibt am 10.10.2009 um 17:07 Uhr:Meine bisher erste und einzige Therapie: Nach der Scheidung meiner Eltern schleppte man mich zu einem Familientherapeuten, allein mit der Begruendung, ein Kind muesse doch Hilfe bekommen, wenn die Familie auseinander gegangen ist. Die Therapeutin hat mich so mit allen moeglichen Vorwuerfen und dummen Nachfragen geloechert, dass ich mich, obwohl ich mich vorher toll fuehlte, danach am liebsten umgebracht haette. Ich renne normalerweise auch nie weg, aber aus den Sitzungen der alten Kuh waer ich wirklich weggerannt, wenn sie mir den Weg durch die Tuer nicht versperrt haette. (Was ich so schlimm an den Sitzungen fand? Mir wurden irgendwelche Fragen gestellt, die ich einfach nicht beantworten konnte, weil ich nicht wusste, was ich sagen soll - und dann kamen immer aggressivste Nachfragen der Therapeutin a la "Nun sag doch endlich! Sag endlich, sonst kann ich nichts machen! Wenn du nichts sagst, dann kann das Folgen haben! Irgendwie muessen wir naemlich herausbekommen, wie diese Frage zu beantworten ist!" - keine Ahnung, ob sie wirklich Gewalt angewendet haette, aber ein Kind von 6 Jahren beaengstigt das natuerlich). Naja, ich habe meinem Vater dann von diesen Drohungen erzaehlt, worauf der die Therapie sofort abbrach und das war das letzte Mal, dass ich so einen Mist mitgemacht habe. Danach fuehlte ich mich absurderweise(?) wieder genauso gut, wie vor diesen Sitzungen. Die einzige Zeit, zu der ich mich schlecht fuehlte, war waehrend der Therapie.

    Nun kann man sagen, ich bin allein daher schon krank, dass ich eine Therapie als schlecht darstelle (wobei ich gar nicht sagen will, dass alle schlecht waeren, ich will nur darauf hinweisen, dass es definitiv auch schwarze Schafe gibt). Aber was stoert eine Krankheit, wenn man sich trotzdem eigentlich gut fuehlt? Wozu muss man immer "normal" sein, wenn man sich gut so fuehlt und damit auch niemandem schadet? "Krankheit" ist schliesslich als Abweichung vom Normalzustand definiert, nichts weiter. Ich also finde ich, wenn man sich diese Definition vor Augen fuehrt, nicht weiter schlimm, "krank" zu sein.

    Dass man, wenn man sich belastet fuehlt, natuerlich zum Arzt gehen sollte und sich dann behandeln lassen sollte - egal, ob physisch oder psychisch, das sollte klar sein. Ich finde, die Grundlage sollte aber sein, dass man selbst Bedarf dazu sieht (oder aber, wenn andere Menschen sonst Schaden nehmen, aber das versteht sich wohl von selbst).
  5. Rabenmutter schreibt am 10.10.2009 um 21:41 Uhr:@AngelInChains: Solange man sich gut fühlt, braucht es keine Therapie, das ist völlig klar.
    Und so, wie du die Fam.-Therapie beschreibst, ungefähr so fühlte ich mich bei der ersten Therapeutin auch, wo ich dann abgebrochen habe...
  6. AngelInChains schreibt am 11.10.2009 um 01:04 Uhr:Fuer uns mag es klar sein :) Leider gibt es viele Menschen, die unter bestimmten Dingen nur leiden, weil sie sich einreden, sie seien nicht normal und das sei schlimm. Dabei wuerde es ihnen sonst damit gut gehen und es schadet eigentlich auch keinem. Ich bin schon einigen solchen Leuten begegnet.
  7. Rabenmutter schreibt am 11.10.2009 um 09:37 Uhr:Nun, den meisten psychisch Kranken geht es darum noch schlechter, weil Ihnen von außen auferlegt wird, sie seien nicht normal... Auch wieder so ein gesellschaftliches Problem, wenn du einen gebrochene Arm hast - kein Thema, es sieht ja jeder, dass du so nicht arbeiten kannst. Wenn's dir aber seelsich nicht gut geht - das sieht ja keiner - also: nicht normal!!! Echt traurig.
  8. sternenschein schreibt am 11.10.2009 um 16:02 Uhr:Ich habe den .Eintrag noch einmal editiert und am Ende einen Link zu Neurologen und Psychiater im Netz hinzugefügt.
    Dort kann man sich über Therapieformen etc. informieren.
    *********************************

    @taschenlampe,
    das ist mir klar, dass die meisten Patienten oftmals erst zu einem Psychologen gehen, wenn es wirklcih garnicht mehr anders geht. Sie das Gefühl haben, nicht mehr zu können, keinen anderen Ausweg sehen. Ja, oftmals sogar soweit sind, dass sie glauben, auch dieser Weg kann nicht mehr helfen. Und auch klar, dass sie sich fragen, was der Therapeut von ihnen denkt.
    Deshalb habe ich es ja gerade geschrieben, dass es im Grunde egal ist. Denn dieses denken führt ja sehr oft dazu, die wirklich wichtigen Dinge nicht anzusprechen.
    Ja, manche Patienten sind noch stolz darauf, den Psychologen aufs Glatteis geführt zu haben, nichts wirklich von sich preisgegeben zu haben. Jedenfalls nicht das, weswegen sie eigentlich in die Behandlung gegangen sind.
    Letztendlich schaden sie sich selbst damit, da sie so ihre Problematik nicht bearbeiten können.

    Liebe Grüsse
  9. sternenschein schreibt am 11.10.2009 um 16:14 Uhr:@rougenoir,
    ein wenig hatte ich den Eintrag ja extra für dich geschrieben, da dich diese Fragen, wer bezahlt das, wie finde ich einen geeigneten Therapeuten, schon lange umtreiben.
    Aber auch in anderen Blogs habe ich schon häufig ähnliche Fragen, wie du sie dir stellst, lesen können.


    @Rabenmutter,

    zur Klarstellung, du meinst die 10 Euro Praxisgebühren pro Quartal, falls man sich nicht vom Hausarzt überweisen lässt.
    Das ist im Grunde ja noch tragbar und wesentlich billiger, als wenn man aus Verzweiflung zu einem Heilpraktiker geht, bei dem man in der Regel alles selbst bezahlen muss.


    Dein Beispiel zeigt deutlich, dass Therapeutenwechsel möglich ist, falls man mit einem garnicht zurechtkommt.
    Dieses bewerten, wie es scheinbar deine erste Thera tat, sollte nicht sein.

    Danke für deinen Erfahrungsbericht.
    Liebe Grüsse
  10. rougenoir schreibt am 11.10.2009 um 16:35 Uhr:Zu einer Heilpraktikerin war ich auch schon ;), aber eher wegen ... öhm oberflächlicher Erscheinungen wie z.B. Hautproblemen. Deswegen war ich auch schon beim Arzt, aber nichts will helfen, sowas gemeines *hehe*.

    Ich hab übrigens fest vor nächste Woche anzurufen. Ich hab mir mal ne Therapeutin rausgesucht, deren Therapieformen ich ... öööh, sagen wir mal "interessant" finde (ich mag keine Verhaltenstherapie, ich will den tiefenpsychologischen Grund für alles haben, aber flott! *harr*) und außerdem hört sich der Name nett an ;).

    Dann kann ich ja ... vielleicht demnächst einen Erfahrungsbericht schreiben :).

    Liebe Grüße
    Lieselotte
  11. sternenschein schreibt am 11.10.2009 um 16:41 Uhr:@Nimien,
    danke, dass du dich zu Wort gemeldet hast. Und als Fachfrau einiges hierzu aufklären konntest.
    Ich schätze die Arbeit der Therapeuten wirklich sehr. Aber auch hier gibt es wohl, wie in jedem Beruf, gute und fähige und weniger gute, was eventuell wirklich meistens von dem miteinanderkönnen des Theraputen/in und Klienten abhängt.


    @AngelInChains,
    dein Beispiel ist eines, wie es wohl nicht in einer Therapie sein sollte.
    Und du hast recht, viele die nicht der Norm entsprechen werden teils ausgegrenzt, komisch angesehen. So dass sie sich die Frage stellen, ob sie "normal" sind.
    Hinzu kommt, dass sie häufug mit fast niemanden oider nur wenigen wirklich sprechen, sich austauschen können. Sich oftmals fehl am Platze fühlen.
    Dieses ist einer der Gründe, weshalb ich z.B. Blogigo gut finde. Denn hier haben doch so einige schon gemerkt, dass nicht nur sie alleine so denken und fühlen, wie sie denken und fühlen.
    Manchen hilft es ja schon, wenn er/sie in einer Therapie erfährt, es ist gut so und in Ordnung wie er ist.
    Bei anderen, die unter Sozialphobie leiden, nicht mehr hinausgehen mögen, oder die ein verzerrtes Selbstbild von sich haben, da kann eine Therapie schon einen grossen Nutzen bringen. Ebenso nach traumatischen Erlebnissen, oder dem Verlust eines Menschen, der nicht selbst verarbeitet werden konnte.

    Liebe Grüsse
  12. Rabenmutter schreibt am 11.10.2009 um 17:08 Uhr:Ja, ich meinte die Praxisgebühr, die man dann ggf. doppelt entrichten muss... Stimmt, immer noch preiswerter, als alles selbst zu betahlen - aber wenn man jeden Cent 2 mal umdrehen muss, so wie ich, dann sind auch 10 Euro viel Geld. Und digne, dei die Kasse nicht zahlt - sind einfach mal absolut tabu, selbst wenn's helfen würde - es geht einfach nicht.
  13. Nimien schreibt am 11.10.2009 um 18:16 Uhr:Und den Link des Psychotherapie-Informationsdienstes wolltest du nicht in deinen Text aufnehmen? Ich bin deshalb so penetrant, weil ich der festen Überzeugung bin, dass Psychologen für die Psychotherapie einfach besser ausgebildet sind als Ärzte. (Ärzte kennen sich dafür mit Psychopharmaka besser aus.) Sicher, die persönliche Passung ist ebenfalls wichtig. Aber der Fairness halber sollten die Psychologen in deinem Beitrag zumindest ebenbürtig neben den Psychiatern stehen.

    Es nervt mich einfach zu sehen, dass die Ärzte dieses Gebiet so selbstverständlich für sich vereinnahmen, obwohl sie während ihres gesamten Studiums so gut wie nichts über das menschliche Erleben und Verhaltens lernen (während sich das Psychologiestudium fünf Jahre lang intensiv damit beschäftigt) und auch die ärztliche Psychotherapieweiterbildung im Vergleich zu jener der Psychologischen Psychotherapeuten eine Schmalspurausbildung ist. Und dabei geht es nicht um die verschiedenen Fachrichtungen der Psychotherapie, denn diese stehen beiden Berufsgruppen offen, sondern um das Fachwissen insgesamt.
  14. sternenschein schreibt am 11.10.2009 um 19:15 Uhr:Liebe Nimien,
    jetzt habe ich den Link hinzugefügt.;-)
    Er gefällt mir ehrlich gesagt auch besser, als der zweite Link.
    Wollte erst noch etwas von deinen Anerkungen dazu schreiben, aber die max. Zahl der Buchstaben für den Eintrag war schon erreicht.
    Es ist wohl richtig, dass die Psychologen Ausbildung dezidierter auf die Psyche des Menschen eingeht, als eine Arztausbildung.
    Zudem haben ja etliche Psychologen auf den unterschiedlichsten Gebieten, wie Paartherapie, Sexualtherapie, Zwänge etc. spezifische Weiterbildungen absolviert.
    Kassenzulassung wird wohl wie bei den ärztlichen Therapeuten auch vorhanden sein, oder?
    Kann ein Psychologe auch überprüfen, ob die "Störungen" eventuell auf körperliche Ursachen, wie Schilddrüsenfunktionsstörungen, Hormonstörungen oder Vitaminmangel (B12), Mineralstoffmangek (Zink usw.)l etc. beruhen?
    Was geschieht in solchen Fällen?

    Es stimmt wohl, Ärzte verschreiben eher Psychopharmaka, manchmal auch verantwortungslos, wenn z.B. eine frühere Suchttendenz vorhanden war, ohne dieses unbedingt zu überprüfen.
    In einigen Fällen mag die Verordnung von Psychopharmaka ja unabdingbar sein, um ersteinmal eine Stabilisierung gewährleisten zu können, aber im Vordergrund sollte wohl doch die Psychotherapie, das Gespräch stehen.
    Stimmungsaufheller mögen vielleicht im gewissen Masse die Lebensqualität verbessern, doch letztendlich ändern sie wohl nichts an den Lebensumständen und der Psyche. Oder sehe ich das verkehrt?
    Liebe Grüsse
    sternenschein
  15. Rabenmutter schreibt am 11.10.2009 um 19:22 Uhr:Meien ERfahrung mit Psychopharmaka: ja, eien zeitlang war es nötig, sosnt wäre ich üebrhaupt nicht merh auf die Straße gegangen. ich habe das dann selbständig irgendwann versucht, zu reduzieren. beim ersten mal ging es gar nicht, beim 2. mal klappte es ganz gut. dann bin ich irgendwann umgezogen - udn die tabletten waren i nder alten, ich in der neuen wohnung... also hab ich einfach aufgehört. es ging. danach hab ich dann gelesen, dass man psychopharmaka, wenn man sich besser fühlt, "miondestens noch 6 monate" lang einnehmjen soll. na, wen ndas mal nicht was mti geldschneiderei zu tun hat.... ich habe das zeug insgesamt nur 6 moante genommen und davon die hälfte der zeit in geringstmöglicher dosis. eine bekannte meinte, das gäbe dann nur einen placebo-effekt - war mir auch egal, solage es mir damit besser ging ;-)
    bei manchen wirken auch pflanzliche mittel, die haben bei mir üüüberhaupt keine wirkung gezeigt.
  16. sternenschein schreibt am 11.10.2009 um 19:25 Uhr:@rougenoir,
    naja, "flott" wird es wohl eher nicht gehen.
    Klar sagt man auch, die Haut ist der Spiegel der Seele. Bei den Hautproblemen würde ich da aber eher auf irgendwelche Mineral oder Vitamin Mangelerscheinungen tippen.
    Mal schauen, was dann da an Erfahrungsberichten von dir kommt. ;-)

    @Rabenmutter,
    die 10 Euro Zuzahlung pro Quartal, sowie auch die Zuzahlungen bei Medikamenten ist im Grunde sowieso ein Unding, zumindest für Menschen mit niedrigem Einkommen.
    Da wird dann schon Arztgespart und gerechnet ob man sich den Besuch, bzw. die Medikamente leisten kann.

    Liebe Grüsse
  17. Rabenmutter schreibt am 11.10.2009 um 20:31 Uhr:Zuzahlung: Also ich bin halt jemand, der eigentlich nur zum Arzt geht, wenn es gar nicht merh geht. Wenn es also sein muss, dann muss ich die 10 Euro halt haben. Punkt. Dann hole ich mir auch fleißig dort meine Überweisungen, ist ja klar. Jetzt, wo die Thera und so erst mal alles vorbei ist, kann ich mir hoffentlich ein paar Monate diese Gebühr sparen :-)
    Und bei den Medis hat mein Doc immer geschaut, was kostenfrei ist, viele Psychophrmaca sind bzw. waren kostenlos. (Es war letztes Jahr, sicher hat sich wieder einiges verändert...)
  18. Nimien schreibt am 11.10.2009 um 21:38 Uhr:
    sternenschein:Kassenzulassung wird wohl wie bei den ärztlichen Therapeuten auch vorhanden sein, oder?

    Psychologische Psychotherapeuten verfügen in der Regel auch über eine Kassenzulassung. Auf der oben angegebenen Website kann man die Kassenzulassung zudem als eigenes Suchkriterium eingeben.

    Kann ein Psychologe auch überprüfen, ob die "Störungen" eventuell auf körperliche Ursachen, wie Schilddrüsenfunktionsstörungen, Hormonstörungen oder Vitaminmangel (B12), Mineralstoffmangek (Zink usw.)l etc. beruhen? Was geschieht in solchen Fällen?

    Psychologen wissen, dass psychische Störungen auch körperlich bedingt sein können. In der Regel werden sie ihre Klienten daher zunächst einmal zur Abklärung bzw. zum Ausschluss körperlicher Ursachen zum Arzt schicken, sofern dies nicht schon geschehen ist.

    Es stimmt wohl, Ärzte verschreiben eher Psychopharmaka, manchmal auch verantwortungslos, wenn z.B. eine frühere Suchttendenz vorhanden war, ohne dieses unbedingt zu überprüfen.

    Ich wollte mich gar nicht grundsätzlich gegen Psychopharmaka aussprechen. Es gibt Fälle, in denen diese sehr hilfreich sein können und dann ist es natürlich auch wichtig, einen guten Psychiater mit heranzuziehen. Ich wollte nur die unterschiedlichen Schwerpunkte der Ausbildung deutlich machen. Im Übrigen gibt es selbstverständlich auch unter den Ärzten gute Psychotherapeuten, die sich eigenverantwortlich umfassend fortgebildet haben. Ärzte sind eben nur nicht von vornherein besser für Psychotherapie qualifiziert.

    Stimmungsaufheller mögen vielleicht im gewissen Masse die Lebensqualität verbessern, doch letztendlich ändern sie wohl nichts an den Lebensumständen und der Psyche. Oder sehe ich das verkehrt?

    Manchmal versetzen stimmungsaufhellende Medikamente die Patientin überhaupt erst in die Lage, sich einer Psychotherapie zu unterziehen und von psychotherapeutischen Gesprächen zu profitieren. Gerade in der Therapie von Depressionen hat sich eine Kombinationsbehandlung insgesamt recht gut bewährt. Sie ist der reinen Psychopharmakotherapie auf jeden Fall überlegen.

    Liebe Grüße,
    Nimien

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