Gedanken oder Fragen

05.06.2013 um 17:20 Uhr

Save the last Dance for me

Weinend und schreiend kommen wir wohl alle auf die Welt.
Hinausgeworfen in das Leben welches uns mit Kälte empfängt.
Jedenfalls bei mir war es so, im eisigen Nachkriegswinter, 1946.
Ich war eine Hausgeburt. Alles war schwierig, Fensterscheiben kaputt von den Bombenangriffen, notdürftig abgedichtet mit Sperrholz und dem Lila Pergamentpapier aus der Verdunkelungszeit der Bomenangriffe.
Heizstoff wie Briketts gab es so gut wie nicht, Essen auch kaum, nur sehr wenig auf Lebensmittelmarken.
Eine Petroleumlampe mit ihrem Spiegel erhellte die Dunkelheit leicht flackernd und rußte etwas vor sich hin. Die Elbe bei Hamburg, sie for in diesem Winter zu. Zu Fuss konnte man sie überqueren.

Jetzt mal ehrlich, ein kurzer Blick in diese kalte Welt, ist doch wirklich Grund genug als neuer Erdenbürger zu schreien und zu weinen, aus allen Leibeskräften.

Ich lebte - immerhin. Und ich wollte leben, und wie.
In den Jahren danach wurde es langsam wärmer und besser.
Schöne Kindersommer folgten, voller Kinderspiele, Kindergedanken und Sonnenschein.

Vielleicht rührt mein grenzenloser Optimismus auch daher, egal wie schlecht etwas ist, es kann besser werden-;-)

Ja, weinend und schreiend kam ich auf die Welt.

Heute dachte ich, so möchte ich nicht gehen, wenn es denn einmal so weit sein sollte. Jedenfalls nicht weinend und schreiend.
Dann, wenn es soweit ist, dann möchte ich tanzen, lachen und singen, zumindest in Gedanken, ich hoffe, dass es mir möglich ist, auf diese Art zu gehen, wenn ich diese Welt einmal verlassen muss. Zufrieden und mit einem Lächeln auf dem Gesicht.

Aber wie gesagt, noch ist es lange nicht soweit.
Noch wird mir Zeit geschenkt, noch darf ich den Sonnenschein und die Temperatur von 25 Grad Celsius geniessen, den Vögeln und dem Kuckuck zuhören und mich von den Libellen neugierig beäugen lassen. Es ist ein wunderschöner Tag, dem noch etliche folgen werden.

Und zum Schluss werde ich lächelnd sagen:
"Save the last Dance for me"

Und immer wieder:"Ist das Leben nicht schön".

19.05.2013 um 20:29 Uhr

Krebs verändert das gaze Leben

Wahrlich kein schönes Thema, eine Krebsdiagnose.
Sie verändert fast schlagartig von einem Moment zum anderen das ganze Leben.

Zeit zum reaslisieren wird einem kaum gegeben.
Es wird gedrängelt, zur Eile aufgerufen, das Leben findet jetzt in Ärztewartezimmern, Kliniken und bei der Onkologie statt.
Ein Termin nach dem anderen, OP oder Bestrahlung und Chemotherapie.
Die Nebenwirkungen, mit denen man sich einverstanden erklären muss, werden von den Ärzten lächelnd rasch abgehandelt.

Dieses erfuhr auch Eva Bley, die an Darmkrebs erkrankte. Von einem Moment zum anderen wurde aus einer gesunden Frau eine Darmkrebspatientin deren Leben dadurch total umgekrempelt wurde.Aus der Reha gibt es die Nachricht, Eva Bley gehe es inzwischen wieder besser. Siehe

www.dasmagazin.de-Eva Bley-am besten viel Geschlechtsverkehr *klick*


Gut, ich habe keinen Darmkrebs, sondern eine unbekannte Krebsart.
Aber dennoch schildert Eva Bley das Prozedere der Ärzteindustrie sehr anschaulich, ähnlich wie auch ich es erlebte.
Eine Darmspiegelung musste ich in der Klinik auch über mich ergehen lassen.
Sie dauerte praktisch vier Tage, da jeden Tag etwas unerwartetes dazwischenkam. Vier Tage lang mehr oder weniger nüchtern bleiben, massenhaft Abführwasser trinken, ich fühlte mich schon ganz wässerig, bis es am vierten Tage endlich klappte. Ein Karzinom konnte allerdings ausgeschlossen werden, Weigstens etwas gutes.

Die Ärzte mutieren mit ihren IGEL Leistungen, die von den Krankenkassen nicht bezahlt werden, immer mehr zu Verkäufern.
Da wird fast jedem Mann empfohlen seine PSA Werte für 20 bis 60 Euro testen zu lassen, die auf Prostatkrebs hindeuten sollen.
Letztendlich zeigte ein Fersehbeitrag, der kürzich im 1. Programm gezeigt wurde, wie nutzos dieser Test ist.
Ein betroffener Mann, der kerngesund zum Arzt ging, ist inzwischen, nach der Prostataoperation schwer krank, impotent geworden, dazu leidet er durch Verletzung des Schliessmuskels unter Inkontinenz und das gehe fällt ihm gegenüber früher auch schwerer.
Er gründete eine Interessengemeinschaft Betroffener, die sich für ein Verbot dieser PSA Wert Testerei einsetzt.
Denn wenn von 1.000 Männern vieleicht einer durch diese Test gerettet wird, werden von den 1.000 etwa 38 unnötigerweise krankoperiert, bestrahlt oder behandelt.

16.05.2013 um 00:47 Uhr

Das einzig wichtige im Leben

Das einzig Wichtige im Leben
sind Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir ungefragt weggehen
und Abschied nehmen müssen.

Zitat: Albert Schweitzer

So ist es, schon Albert Schweitzer wusste es.
Lasst uns auf das Wichtige im Leben achten, lasst uns viele Spuren der Liebe hinterlassen.
Nur dieses zählt, Gut und Geld vergehen, die Spuren der Liebe in den Herzen der anderen, die wir gelegt haben, sie aber bleiben bestehen.

Heute war ein wunderschöner Tag, voller Sonnenschein, vielen Schmetterlingen und warmen Temperaturen. Nachfolgend von wunderschönen Gewittern mit zuckenden Blitzen und Gedonner. Ich habe es genossen.

"Sorge dich nicht, Lebe".
Ja, so könnte man es sagen.
Lebensmut heisst ja auch den Mut zu haben, wirklich zu leben. Voller Zuversicht in das Leben zu sein.

16.02.2013 um 19:52 Uhr

Naikan

Ich wusste garnichtwas Naikan ist. Bis ich zufällig auf eine Seite stiess "Naikan aus medizinischer Sicht".
Die Berichte dort berührten mich.

Bei Naikan handelt es sich um eine japanische Meditatonsart, die jeder erlernen kann.
Naikan erlaubt eine andere Sicht auf das eigene Innere und auf das Äussere, was uns umgibt und mit dem wir verbunden sind.

Naikan hilft uns, unser Inneres wirklich zu erkennen, indem wir uns von aussen betrachten, unseren Anteil an den Geschehnissen um uns herum erkennen. Abseits aller Schuldzuweisungen. Nicht nur zu fragen "was habe ich bekommen?" sondern auch hinzusehen "was habe ich gegeben". Praktisch einen neutralen Beobachterposten unseres Selbst einzunehmen, um unserem Inneren näher zu kommen und den Sinn unseres Lebens zu erkennen.

Naikan löst alte Blockaden auf, lässt uns aus den ewigen Wiederholungen altbekannter Muster ausbrechen und bringt uns unseren Mitmenschen näher, indem wir wirklich zuhören und auf sie vorurteilsfrei eingehen können.

naikan.de/Naikan, Harmonie mit sich selbst aus ärztzlicher Sicht *Klick*
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11.02.2013 um 04:02 Uhr

Der Mensch lebt von der Hoffung

Zwei Blumen blühen für den weisen Finder.
sie heissen Hoffnung und Genuss.


Zitat: Friedrich Schiller ( Resignation )

Es ist schön, dass der Mensch die Fähigkeit besitzt hoffen zu können, um dadurch auch schlechte und schwierige Zeiten zu überstehen.

Doro Pesch singt "Gib mir Hoffnung, dass es weitergeht".
Und manchmal müssen wir uns diese Hoffnung auch alleine geben, sie im Herzen tragen und an eine bessere Zukunft glauben, wenn es im Moment alles etwas finster aussieht.



29.01.2013 um 08:46 Uhr

Nahtoderlerbnisse

Gibt es sie wirklich, diese Nahtoderfahrungen?
Von denen Patienten häufig berichten, wenn sie eine Zeitlang klinisch tot waren.
Diesen Tunnel, dieses Licht, in welches sie hineingezogen werden, die verstorbenen Verwandten, die sie auf der anderen Seite empfangen.
Ihnen sagen, sie müssten wieder zurück, denn ihre Zeit sei noch nicht gekommen.
So erlebte und berichtete es eine Bloggerin hier, und so hörte ich es auch von einer Frau, die ich zufällig traf. Sie hatte Suizid begangen und wurde gerettet.

Andere, die klinisch tot waren, berichteten z.B. nach einem Unfall, sie sahen die Szene von oben, konnten genau die Handlungen und Worte der Notärzte beschreiben.
Andere, die im Krankenhaus wärend einer OP klinisch tot waren, sie konnten anschliessend genau beschreiben, was die Ärzte sagten und machten. ja selbst, was ihre Angehörigen, draussen auf dem Flur sagten, sie wussten es.

Häufig wird behauptet, so etwas gibt es nicht, diese Nahtoderfahrungen sind Einbildungen und sie beruhen darauf, dass der Körper Opiate ausschüttet, was zu diesen Erlebnissen und Bildern führt.

Sicherlich wird der Körper im Moment des Sterbens Stresshormone und auch schmerzstillende Stoffe ausschütten, doch dieses kann, meiner Meinung nach, diese Nahtoderlebnisse nicht erklären.
Diese fast schon kollektiven Bilder und Erlebnisse, die bei fast allen ähnlich ablaufen.
Und schon garnicht erklärt es diese Merkwürdigkeiten, der ausserkörperlichen Wahrnehmung, in denen Dinge wahrgenommen werden, die der Patient so, unter normalen Umständen, niemals hätte sehen oder hören können.

Es ist ein ganz und gar anderer Zustand, als er z.B. unter Narkose stattfindet.
Denn bei einer gut gemachten Narkose bekommt man überhaupt nichts von den Vorgängen mit und nach dem Aufwachen kann man sich auch an die Zeit in der Narkose absolut nicht erinnern.
Ich dachte ja immer, Narkose ist mehr wie ein Schlaf, man schlummert praktisch im Land der Träume. Aber dem ist nicht so, man träumt auch nicht in der Narkose, jedenfalls kann man sich hinterher nicht daran erinnern. Die Erinnerung für die Zeit der Narkose ist einfach weg.

Wie also sollte es erklärt werden, wenn Menschen nach Nahtoderlebnisse, genau wissen, welche Handreichungen die Ärzte machten, was sie sagten und vor allem auch manchmal was ausserhalb des OP Saales vor sich ging?

Es gibt wohl doch mehr als wir zu wissen glauben und vielleicht auch, gibt es eine Seele, wovon ich ausgehe, die auf irgendeine Art weiterlebt, den Körper verlässt und nicht so sterblich ist wie dieser es ist.

Falls einer der Leser schon einmal ein Nahtoderbnis hatte, wäre ich über eine Schilderung in einem Kommentar dazu, sehr dankbar.
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27.01.2013 um 06:22 Uhr

Mit der Zeit surfen

Alles hat seine Zeit.
Mal areitet sie für uns, erfüllt alle Wünsche und ein anderes mal arbeitet sie gegen uns.
Dann heisst es zur Seite treten, warten bis der Sturm des Lebensgetose vorbei gezogen ist.

Wenn sie dann wieder einmal für uns arbeitet, uns entgegenkommt, dann heisst es, sich beherzt in das Leben stürzen, die Kraft dieser positiven Zeitenwelle, zu nutzen und wie ein Surfer auf seinem Surfbrett auf und mit dieser Welle einer besseren Zukunft entgegensteuern.

Es ist merkwürdig.
Selbst wenn man festgefügte Meinungen hat und einnimmt, so können sie sich doch, je nach Lebenssituation und emotionalen Umständen ändern.
Der Mensch ist anpassungsfähig, kein festgefügtes starres Wesen. Sonst hätte er nicht bis heute überleben können.
Und wenn man die Endlichkeit seines Seins hier auf Erden erkennt, relativiert sich vieles, eröffnen sich neue Sichtweisen auf die Dinge des Lebens.
Und in sowie mit dieser Erkenntnis ändert sich auch manche scheinbar festgefügte Meinung und Ansicht.

Surfe auf der Welle des Lebens.
Irgendwann kommt sie, die perfekte Welle.
Dann nutze sie.
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29.12.2012 um 22:45 Uhr

Konfuzius und die Liebe

Ein etwas merkwürdiges und eigenwilliges Zitat von Konfuzius.

Liebe ist wie der Mond:
wenn sie nicht zunimmt, nimmt sie ab,


Zitat: Konfuzius

Die Gezeiten und Flutwellen der Liebe, die die Herzen bewegen, der Tidehub der das Ufer des Inneren überspült mit und voller Liebe.
Die Ebbe, die die Liebe mit sich hinausnahm auf das Liebesmeer, soweit, dass man die Liebe kaum noch sehen kann.
Die Sturmfluten der Liebe, gegen die man keine Deiche und Schutzmauern errichten sollte. Da darf dann auch mal gerne Land unter sein, von Liebe überflutet zu werden.
Liebesphasen mit Mondphasen zu vergleichen, ist schon eigenartig.
Und ergibt einen sinnlosen Eintrag, bei einer im Moment abnehmender Mondphase. Was da der Mondkalender wohl zu sagen würde?
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24.12.2012 um 16:45 Uhr

Wie frei ist der Mensch

Weihnachten ist die Zeit der Besinnlichkeit.
Vielleicht auch die Zeit, einmal darüber nachzudenken wie frei wir wirklich sind.
Behindern wir uns selbst, durch unsere Ängste oder durch Mutlosigkeit? Stellen wir uns selbst immer wieder ein Bein, stolpern über unsere eigenen Füsse?

Unser Potential ist sicher grösser, als wir oftmals denken. Wir sollten es ausschöpfen und uns nicht selbst blockieren und einschränken.

Nehme dir die Freiheit, "Mach dich frei"
meint der Victor Frankl Schüler Prof. Uwe Böschemeyer, der Frankl's Logotherapie weiterentwickelte.

Hier auf einem Podcast des hr3 zu hören, welches man als MP3 Datei herunterladen kann oder auch um es direkt anzuhören.

Zu Gast Uwe Böschemeyer Psychotherapeut "Machen sie sich frei" *klick*


Vielleicht findet ja der eine oder andere von euch über die Feiertage die Muße sich den Podcast anzuhören um sich "frei zu machen" oder zumindest ein Stück weit mehr Freiheit zu entwickeln.

Euch allen ein frohes Weihnachtsfest.
Welches ihr so verbringen mögt, wie es euch gefällt und nicht so wie es andere verlangen weil man es halt so macht und es schon immer so gemacht wurde.
Auch in dieser Entscheidung ist man frei, wenn man es denn will.
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23.12.2012 um 20:43 Uhr

Music for the Dancer

Stimmung: gut

Musik kann so viel mehr sein, als lediglich eine Aneinanderreihung von Tönen.

Ein Sprichwort sagt schon, der Ton macht die Musik. Töne aneinandergereiht, sie können schrill klingen, unharmonisch, fast Schmerzen bereiten.

Aber die gleichen Töne in der richtigen Reihenfolge, in Harmonien verpackt, sie kann uns berühren.
Zutiefst berühren. Unser Herz und die Seele zum mitschwingen bringen, die Füsse im Takt wippen lassen, ganz ohne unser Zutun.
Einschmeichelnd, kaum merkbar, oder Kraft und Druckvoll sich ihren Weg in unser inneres sich bahnen.

Musik ist wohl eine Art der Liebe, sphärische Liebe, Klänge auf denen unsere Seele sich erhebt, davonfliegt, den Alltag hinter sich lässt.
Sie streichelt uns, so dass wir Gänsehaut und Schauer verspüren, sie lässt uns weinen, aber auch lachen.

Bei Tom Bombadil fand ich folgendes Zitat:

Die Musik wird treffend als Sprache
der Engel beschrieben.

( Thomas Carlyle )


Ja, was wäre die Welt ohne diese Schwingungen der Musik?

20.12.2012 um 13:36 Uhr

Verschiedene Sichtweisen

Es kommt immer darauf an wie wir etwas einordnen.

Die Menschen sind so unterschiedlich in ihren Sichtweisen und Bewertungen der Dinge.
Was dem einen als Ablehnung daherkommt, ist für den anderen Motivation. Zuspruch kann sogar negativ gedeutet werden und das Gegenteil dessen erreichen, was damit erreicht werden sollte.

Über ein Lächeln wird sich gefreut, oder auch nicht, da der Empfänger es grosszügig übersieht oder nicht einordnen kann.

Irgendwie tragen wir alle grosse Ordner mit us herum, in die wir alles fein säuberlich einsortieren, damit es in unser Weltbild passt.

Nur die Sortiermethoden und die Register dieser Odner sind bei jedem Menschen individuell verschieden.
Geprägt von Erfahrungen, oder aber eher von den Gedanken, wie wir diese Erfahrungen bewerten und verarbeitet habe?
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12.12.2012 um 21:27 Uhr

Schiller und die mitfühlende Seele

Es ist schrecklich, ohne Menschen,
ohne eine mitfühlende Seele zu leben;
aber es ist auch ebenso schrecklich, sich an irgendein Herz zu hängen, wo man, weil doch nichts in der Welt Bestand hat, notwendig einmal sich losreissen und verbluten muss.

Zitat:Friedrich Schiller
( In einem Brief an Henriette v. Wolzogen, 4.1.1783 )

Wie mag Friedrich Schiller sich wohl beim schreiben dieser, Zeilen, damals, gerade gefühlt haben?
Es hört sich nach einer ausweglosen "Kreisdenkdepression" an.
Denn wenn es schrecklich ist, ohne einen Menschen, aber ebenso schrecklich, sein Herz an einen Menschen zu hängen, da dieses niemals von Bestand sein kann, dann gibt es keinen Ausweg aus dieser spiralförmigen Gedankenwelt, die so oder so schrecklich ist oder schrecklich im seelischen verbluten endet.
Wo ist da das Licht, welches ein Ausgang aus diesem Gedankenkonstrukt zeigt?
Schiller konnte es damals, an diesem Tage, wohl nicht sehen oder finden und ergab sich seinen Gedanken.
Äusserst schrecklich.

Alle Probleme der Menschen haben ihren Grund in der Unfähigkeit still und allein in einem Raum zu sitzen.

Zitat: Blaise Pascal

Wer nicht versteht sein Alleinsein zu bevölkern,
der versteht auch nicht, in einer geschäftigen Menge allein zu sein.

Zitat: Charles Baudelaire
..

05.12.2012 um 09:42 Uhr

Goethe und das Mensch sein

Der Mensch kann nur mit seinesgleichen leben,
und auch mit denen nicht, denn er kann auf die Länge nicht leiden, dass ihm jemand gleich sei.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe ( Zu Dichtung und Wahrheit )

Der Mensch erkennt sich nur im Menschen,
nur das Leben lehret jedem was er sei.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe ( Tasso )

Ja, mit wem kann der Mensch denn nun leben?
Mit seinesgleichen, aber dann doch wieder nicht.
Es ist schon merkwürdig, etliche sagen, sie leiden darunter "anders" zu sein, als die "anderen".
Und dabei streben doch die meisten danach sich abzuheben, von der sogenannten "Grauen Masse".
Was wollen sie nun, die Menschen?

30.11.2012 um 06:35 Uhr

Schaufenster des Westens

"Freundschaft", sagten wir manchmal so aus Spass, lachten dabei, aber auch "Bau auf", wenn wir eine Extraschicht fuhren.
Für uns hier im Westen war es Spass, im anderen Teil Deutschlands, in der DDR, vielleicht eine übliche Redewendung.

Es schien mir jedenfalls so,denn so wurde ich begrüsst, wenn ich mal an Bord eines DDR Frachters ging, der im Hafen lag, oder auch von den Deutrans LKW Fahrern.
Für sie schien dieses "Freundschaft" normal zu sein.
Hatte ja auch etwas. Nur schöner wäre es gewesen, wenn wirkliche Freundschaft beiderseits der Grenze möglich gewesen wäre.

Wunderte mich manchmal, da hier immer gesagt wurde, "Drüben" dürfen sie ja nicht frei reden.
Wenn ich auf der Warnow Werft mit den Wertfarbeitern in der Kantine ein DDR Würstchen mit Salat aß, dazu einen gewöhnungsbedürftigen scheinabr ungefilterten Bohnenkaffee trank, dann waren sie in ihren Gesprächen immer recht offen. Erzählten von den Vorzügen des Sozialismus, von den billigen Mieten, den Lebensmitteln die subventioniert waren, von dem Zusammenhalt der Menschen , aber auch von den teuren Fernsehgeräten und den bestellten Autos, auf die sie manchmal Jahrelang warten mussten.

Selbst die nichtgegebene Reisefreiheit kritisierten sie.

Ich war immer eher vorsichtig mit meinen Äusserungen, denn ich wollte niemanden dort in Schwierigkeiten bringen, zumal man ja auch nie wissen konnte, ob diese Gespräche Provokationen sein sollten.
Ebenso erging es mir in Leipzig, wenn ich dort auf der Messe war. Dort wurde ich sogar im wunderschönen Stadtzentrum von Bürgern gefragt, ob ich Westzeitungen für sie dabei habe. Hatte ich nicht und zwei Vopos gingen einige Meter weiter vorbei.
Nach Westzeitungen fragte der grosse Vorsitzende mich nicht, der mit seinem Tross die Messestände abging und seinen 1 MB Chip vorstellen wollte.
Er sagte nur im vorbeigehen Freundschaft.
Im Dresdener Textilkombinat, erzählte mir der zugeteilte Begleiter, von Bespitzelungen unter seinen Hausmitmietern, fragte mich ob ich Westgeld zum schwarz tauschen hätte. Hatte ich nicht. Wenn, dann hätte man mich dafür wohl verhaften können.
Ebenso fragte mich an der Grenze ein DDR Grenzer aus, ob ich ab und an Amateurfunk höre und ob ich DDR Amateurfunker kennen würde. Er war sehr interessiert.;-)
Müsste vielleicht mal schauen, ob es eine Stasi Akte über mich gibt. Vorstellen könnte ich es mir.

Aber noch wahrscheinlicher wird es auch eine BND Akte über mich geben, schon weil ich gegen den Natodoppelrüstungsbeschluss, die wunderbaren Notstandsgesetze und die Volkszählung demonstriert habe, nur an die kommt man ja absolut nicht ran.
Das knacken in der Telefonleitung war auch immer sehr merkwürdig, wenn man mal wieder abgehört wurde.

Freundschaft oder auch eine Geschichte über die erste Liebe zu Zeiten der DDR. Davon handelt Elke Haucks Spielfilm "Der Preis".

In einigen Medien wird der Film hochgelobt, in anderen fürchterlich zerrissen.
Gar "als qüälend langweilig" beschrieben.
Als schlechtester Film aller Zeiten benannt.
Und doch würde ich mir den Film anschauen, der in Rückblenden die erste Liebe eines späteren Architekten zeigt, der nach Jahren, nach der Wende auf seine Insel zurückkommt, als Fremder, und dort seine Jugendliebe wiedertrifft. Nur der Dritte im Bunde fehlt, er lebt nicht mehr.

Und ich frage mich, wieviele Partnerschaften, wieviele Jugendlieben sind nach der Wende in der Ex DDR zerbrochen? Da das Leben danach, mit der Maueröffnung, ganz andere Wege ging.

Diese Probleme hatten wir hier im Westen ja nicht, auch wenn vieles mit dem Mauerfall schlechter hier wurde.
Wir waren eben nicht mehr das "Schaufenster des Westens". Jetzt konnte man die Obdachlosen auf der Strasse liegen lassen, Hartz IV und Dumpinglöhne einführen, die Mieten erhöhen, denn es gab ja keinen "Schwarzen Kanal" mehr, der dieses anprangern konnte. Der "Goldene Westen" hatte sich ausgedehnt und das obere 1 % bekam blühende Landschaften als Teppich ausgerollt. Für dieses 1% sah alles noch goldiger aus, sie mussten wie Dagobert Duck neue Geldspeicher in Frankfurt bauen, damit sie in ihrem Geld baden konnten.
Für die, die in Billigjobs und Zeitarbeitsfirmen arbeiten mussten, wurde aus dem "Goldenen Westen" nicht einmal ein "Silberner", es war Katzengold was sie ernteten. "Geh doch nach drüben, wenn es dir hier nicht passt" gibt es auch nicht mehr. Heute soll man schon nach Nordkorea gehen. Soweit sind wir gekommen
Bisschen weit, Nordkorea, oder?

Bleibt die Frage, hat sich bei euch persönlich oder in eurer Familie und Freundeskreis etwas in den Beziehungen zueinander, nach der Wende verändert? Sind Beziehungen daran zerbrochen oder haben sich verändert?
"Freundschaft";-)

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21.11.2012 um 05:15 Uhr

Grimms Märchen kostenlos Online lesen

Bei Grimms Märchen gerate ich ins schwärmen.
Was wäre meine Kindheit ohne diese Märchen gewesen?
Diese Märchen, die ich auch meinen Kindern vorlas.
Wieviele wunderbare und schöne Märchenfilme würde es ohne die Gebrüder Grimm nicht geben?
Etliche würden fehlen ohne
Rapunzel, Der Froschkönig, Sterntaler, Brüderchen und Schwesterchen, Rotkäppchen, Schneeweisschen und Rosenrot, Schneewittchen, Aschenputtel, Dornröschen, Frau Holle, Hänsel und Gretel, Der Fischer und seine Frau,die Geshichte der sieben Raben,
um nur einige zu nennen.

Die oftmals grossartig verfilmt wurden, aber auch schön zu lesen sind.

All dieses verdanken wir den Gebrüdern Grimm, die diese Märchen für uns sammelten und aufschrieben.
Meine Kindheit wäre ärmer gewesen ohne all diese Fabeln und Geschichten, zweifellos.

All diese Märchen von den Gebrüdern Grimm kann man kostenlos im Netz nachlesen, oder sich herunterladen, teils mit wunderschönen Illustrationen und Bildern. Und dieses alles sogar in mehreren Sprachen, In Englisch. Spanisch, Deutsch, Französisch, Dänisch, Italienisch und Holländisches.

grimmstories.com/de/grimm_maerchen *klick*

Die dunkle Jahreszeit hat uns im Griff, Weihnachten naht, ist es nicht da die geeignete Zeit am Abend seinen Kindern mal ein Märchen vorzulesen oder es auch selbst zu lesen.
Ja, auch Erwachsene dürfen und können noch Märchen lesen, ohne sich deswegen schämen zu müssen.
Nicht umsonst freuen sich so viele Erwachsene auf die Weihnachtsmärchenfilme und natürlich auch dieses Jahr wieder auf "Aschenbrödel", dessen Filmmusik ich jetzt schon im Ohr habe.



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21.11.2012 um 03:50 Uhr

Gebrüder Grimm ihr Leben war kein Märchen

Leicht wird ...als unnütz hinweggeworfen,
womit sich das Leben am bestimmtesten ausgeprägt hat, und man ergiebt sich Betrachtngen, die vielleicht berauschen, aber nicht wirklich sättigen und nähren.

Zitat: Wilhelm Grimm

Das Leben der Gebrüder Grimm war wahrlich kein Märchen. Sie wuchsen in ärmlichen Verähltnissen auf und hatten es auch später nicht immer leicht.
Wurden oftmals belächelt, kritisiert und nicht ernstgenommen.
Manchmal wurden sie sogar geächtet und davongejagt.

Sie beschäftigten sich viel mit den kleinen Dingen, wollten nichts übersehen um das Grosse Ganze erkennen zu können.

Unter anderem waren sie Märchen und Sagensammler, denen wir etliche Märchen und Geschichten zu verdanken haben.
Und sie machten sich um die Prosa, Poesie sowie um die Deutsche Sprache verdient.
Die Germanistik und die Sprachwissenschafler, sie zehren noch heute von den Gebrüdern Grimm,

Ihre Märchensammlungsbücher fanden zu ihrer Zeit kaum Abnehmerschaft, ihr Ruhm und die Verbreitung ihrer Sagen und Märchen sollte erst später für ihre Anerkennung sorgen.

Einen kurzen Abriss des Lebens der Gebrüder Grimm bietet der Autor Prof.Steffen Martus auf Zeit Online.
Beeindruckend dort auch das Ölgemälde der Gebrüder Grimm, welches derart realistisch aussieht, so dass man sich wirklich fragen könnte, wozu braucht man Fotoapparate.

zeit.de/zeitgeschichte/Brueder-Grimm-Maerchen-Mythen-Sprache*Klick*
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11.11.2012 um 13:19 Uhr

Blogger die nicht mehr unter uns sind

Im Moment denke ich viel an die Blogger, die nicht mehr unter uns sind.

An sie soll dieser Eintrag erinnern.
Denn vergessen sind und wurden sie nicht.
Hin und wieder findet man noch einen neuen Kommentar auf ihren Blogs, es gibt immer noch Menschen, die an sie denken und sie vermissen.

So wie bei Micha.
Er wollte noch einmal auf seinem Othello reiten. Es wurde nichts daraus. Er musste sein geliebtes Pferd einschläfern lassen.
Kurz darauf verstarb Micha an seiner Krebserkrankung.

Micha und sein Othello/Ich will leben

Galahad bzw. Danny, schrieb auf Michas Blog in einem Kommentar:
"Jetzt geht es Othello sicher sehr gut, dort oben im Pferdehimmel. Dort galoppiert er jetzt über grüne Wiesen"

Wünschte ihm alles Gute für seinen Kampf gegen den Krebs.

Was aus Danny`s Kampf gegen den Krebs geworden ist, es liegt in Dunkelheit, wir wissen es nicht. Doch gut sieht es nicht aus, auch wenn wir die Hoffnung nicht aufgeben wollen. Vor zwei Jahren meldete Danny sich das letzte Mal. Leider.

Galahad (Dannys) Blog

An Zingana denke ich.
Ihre Kinder schrieben in ihrem Blog, sie hatte es letztendlich nicht geschafft.
Noch 2007 schrieb Zingana mir eine PN die voller Hoffnung war.
Zingana schrieb mir in ihrer letzten PM vom 18.03.2007,,br. geniesse den kommenden Frühling, mit seiner Farbenvielfalt und seiner zauberhaften Pracht.
Zigana war eine so tolle und warmherzige Frau, die trotz eigener Beschwerden immer ein gutes Wort und einen Rat für jeden übrig hatte.
So auch für mich.
Und ich glaube sie war eine Bloggerin mit Leib und Seele, mit einem grossen Herz, das für alles offen war, was um sie herum geschah.
Ich hoffe dass ihre Worte, in den Gärten der Herzen, Wurzeln schlagen und die schönsten Blüten hervorbringen werden, Gerade so, wie in ihrem Garten, den sie liebevoll Urwald nannte.
Zingana, wo Du auch jetzt immer bist, ein Dankeschön an Dich.


Ebenso möchte ich an Lauras Veilchen erinnern. Auch bei ihr schrieben letztendlich die Enkelkinder "Sie hat es nicht geschafft". Laura, du wirst unvergessen bleiben.

blogigo.de/Lauras Veilchen

Nicht vergessen ist auch Mike69, der uns hier mit seinem Lebenswillen, seinen Kommentaren und Einträgen tief beeindruckt hatte. Sein Kampf gegen seine Depressionen und gegen den Krebs konnte auch Mike nicht gewinnen, wie Mike seine Frau uns leider mitteilen musste.
Mike, wir denken immer noch an dich. Unvergessen.

Mike69 sein Blog "Depressionen".


Sicherlich fällt euch auch noch der eine oder andere Blogigo User ein, der gegangen ist oder gehen musste. Wo der Blog plötzlich endete, keine neuen Einträge mehr kamen.

10.11.2012 um 10:41 Uhr

Vergessen

Man lebt erst dann gut,
wenn man vergisst, dass man lebt.


Zitat: Johann Wolfgang von Goethe ( zu Knebel )
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09.11.2012 um 08:37 Uhr

Bitte Mama lass mich leben

Bitte Mama lass mich leben!
Töte mich nicht mit deinen Worten.


Manche meiner Blogeinträge lassen mich nicht los, sie beschäftigen mich auch noch nach Jahren.
So wie dieser "So sollte eine Mutter ihre Tochter niemals behandeln".

Vor vierJahren schrieb ich über Phoebe, die damals 14 Jahre alt war und schwerwiegende Probleme mit ihrer Mutter hatte,
Jetzt müsste Phoebe 18 Jahre alt sein, ich weiss nicht was aus ihr geworden ist, hoffe aber sie hat einen Weg aus dieser "Hölle" herausgefunden.

Leider geht oder ging es nicht nur Phoebe so.
Betroffen sind eher viele, wenn ich mir die Kommentare zu dem Eintrag anschaue.
In denen dann von Mädchen geschrieben wird:
" Lieber wäre es mir, wenn sie mich schlagen würde. Lieber jeden Tag ein paar Ohrfeigen, als ständig diese Abwertungen und Beschimpfungen".

Beides ist schlimm, sowohl das schlagen als auch dieses Herabsetzen und die Herabwürdigung der Tochter.

Beides hinterlässt wohl Wunden und Narben auf der Seele, die nur sehr schwer verheilen.


Und immer wieder läuft mir ein kalter Schauer den Rücken herunter, wenn ich so etwas lese, sowohl bei Phoebe, als auch bei Sunny.

Sunny war noch ein kleines Mädchen, als ihre Mutter sie immer wieder schlug, beschimpfte, mit den Füssen trat und bespuckte.
Nein, dieses alles sollte eine Mutter niemals tun.

sunnysightup/Hypnoanalyse*klick*

An Sunny zeigt es sich, dass Mütter dieses Erlebte nicht unbedingt an ihre Kinder weitergeben müssen. Dass sie den Kreislauf der Gewalt und Herabsetzungen durchbrechen können.
Denn aus der kleinen Sunny ist eine grosse Sunny geworden, die ich sehr bewundere, wie toll und liebevoll sie mit der kleinen Erdnuss und der Hummel umgeht. Wie wir immer wieder bewundernd in ihrem Erdnuss und Hummelblog es miterleben dürfen.
Ich frage mich, wo Sunny all die Liebe hernimmt. Von ihrer Mutter hat sie sie nicht bekommen, sie muss in ihr selbst gewachsen und herangereift sein.

Verzeihen, wer kann schon so eine Behandlung verzeihen?
Und das ganz schlimme und fatale daran, ist die Schuldfrage.
Dieses unterschwellige Gefühl, mit mir muss ja etwas nicht stimmen, sonst hätte sie mich ja nicht so behandelt.
Dieses Gefühl belastet das spätere Leben und die Partnerschaften. Und es dauert lange, bis man dieses Gefühl, mit mir kann ja was nicht stimmen.. sonst..in den Griff bekommt und den Ursachen für dieses Gefühl sich annähern kann.
Denn oftmals wird ein hinschauen vermieden, denn es tut tief in der Seele ungemein weh, sich als Kind dort hilf und schutzlos ausgeliefert zu sehen.

Damit es nicht zu einseitig erscheint.
Ganz sicher gibt es viele ganz tolle und liebevolle Mütter, die für ihre Töchter und Söhne alles tun würden. So wie z.B. Sunny oder NicciPain, sie lieben ihre Kinder sehr.
Aber leider gibt es auch die anderen Mütter, die nicht so liebevoll sind oder ihre Kinder in Stich lassen, gerade wenn sie sie brauchen würden. Leider.

09.11.2012 um 07:26 Uhr

Eine Mutter sollte ihre Tochter niemals abwertend behandeln

Stimmung: gut

Mütter und Töchter.
Mütter können verzweifelt sein, überfordert, unzufrieden mit sich, ihrem Leben und der Welt.
Töchter, besonders in der Pubertät, können launisch und zickig sein, undankbar vielleicht, ja, auch aufsässig. Aber das ist wohl, in diesem Alter normal.

Und doch, bei allem teilweise gegeneinander, bei allem Streit den es zwischen Mutter und Tochter geben kann, sollte eine Mutter NIEMALS abwertend sein. Sondern trotz allem liebevoll und fürsoglich interessiert an dem Wohlergehen der Töchter.

Leider ist es oftmals nicht so. Viel zu oft scheint es nicht so zu sein. Viel zu oft lese ich hier in den Blogs etwas anderes.

Von Müttern, die ihren Töchtern, die Schuld für alles und ihrem unzufriedenen Leben geben. Die sagen, es wäre besser gewesen, wenn sie nicht da wären.
Sie als nutzlos und überflüssig beschimpfen. So überflüssig, dass sie die Tochter am liebsten vor lauter Überflüssigkeit nach draussen in den Schnee stellen würden.

So wie zum Beispiel in Phoebes Blog *klick*,

dem Blog eines 14 jährigen Mädchens, dem von der Mutter so etwas gesagt wird.

Ich finde es einfach nur traurig, wenn Mütter ihren Frust an den Kindern ablassen. Sie als überflüssig und wertlos beschimpfen.
Die Kinder können doch nichts dafür, wie die Mütter leben. Die Kinder haben sich dieses Leben doch nicht ausgesucht. Sie wurden ohne zu fragen, ins Leben hineingeboren, aber doch nicht um sie beschimpfen zu können.
Leben sollte doch mehr sein, als nur für andere den Sündenbock abzugeben.

Zum Glück weiss ich aber auch, dass nicht alle Mütter so sind.
Vielleicht aber, ganz vielleicht, berührt mich diese Schilderung auch so sehr, da meine Mutter, auch wenn sie uns wohl liebte, es doch nicht lassen konnte uns Kindern die Schuld an ihrem Leben zu geben. Schuld an allem möglichen und unmöglichen Dingen ihres Daseins. Und dieses zu hören ist für ein Kind wahrlich nicht schön. Besonders nicht, wenn es von der Mutter kommt, die doch MUTTER sein sollte und sich nicht verhalten sollte wie ein kleines verzweifeltes Kind.
Mutter sein sollte, die Kraft und Halt sowie Zuversicht geben sollte. Sollte! Leider ist es viel zu oft nicht so.
Leider ist es viel zu oft ganz anders.
Nur einem Kind bleibt keine grosse Wahl. Und für ein Kind ist es so schwer, Verantwortung zu tragen, die es im Grunde noch garnicht zu tragen hat.
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