Gedanken oder Fragen

05.11.2012 um 09:43 Uhr

Pflegeroboter Robot und Frank

Wird so unsere Zukunft aussehen?
Es wird gejammert, die Altenpflege wird zu teuer und unbezahlbar.
"Auslagern" die Alten Menschen, abschieben in Billiglohnländer und in "Billigpflege" im Ausland.
Hierzu sammelt gerade die Regierung und die Pflegeversicherung Gedanken und Vorschläge.

Weg damit, was sollen wir uns hier mit diesen alten Menschen belasten. In ausländischen Pflegeeinrichtungen in Billiglohnländern lässt sich viel einsparen. Sollen die Alten doch dort ihre letzten Tage verbringen, auch wenn sie sich da fremd fühlen und ihre Sprache vielleicht nicht verstanden wird.
Wollen wir dieses wirklich?
Einige werden sich wohl schon die Hände reiben, denn auch mit diesen Ideen lässt sich gut Geld verdienen,

Oder wird unsere Zukunft so aussehen, wie in dem Spielfilm "Robot und Frank".
In dem der Sohn seinen Vater einen Pflegeroboter ins Haus schleppt, da es ihm zuviel wird, sich selbst um seinen Vater zu kümmern.
Gibt es bald in den Altenheimen auch Pflegeroboter?
Sie jammern nicht, wenn sie Überstunden machen müssen, sind immer im Dienst.
Dieser Roboter, den Frank da bekommen hat, er ist mir allerdings sehr sympathisch.
Möbelt das gesamte Leben von Frank noch einmal so richtig auf, macht es für ihn wieder lebenswert.
Diesen Spielfilm werde ich mir mal vormerken müssen, scheint sehenswert zu sein.


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29.10.2012 um 20:09 Uhr

Männer werden gnadenlos überschätzt

Jedenfalls als Partner, sagt @Hedera-
Ich musste dieses Thema einfach aufgreifen, da die Mädchen und Frauenblogs hier voll der Sehnsucht sind.
Der Sehnsucht nach einem "richtigen" Partner, einen an den man sich anlehnen kann, der immer da ist und wie der Fels in der Brandung zu einem steht. Sicher durch alle Untiefen des Lebens führt, mit seiner starken Hand den nötigen Halt gibt.
Halt der gesuchte Prinz ist, und sei es nur der Alltagsprinz.

Und ja, selbst @Hedera zeigt manchmal in ihrem Blog Anwandlungen dieser tiefen Sehnsucht nach dem Held in allen Lebenslagen.

Als Mann musste ich lächeln über Hederas Worte, aber auch ihr Recht geben, es ist wohl oftmals so wie sie es hier beschreibt.

postmoderne liebschaften/Herbstregendunkel

Seid ihr es nicht selbst alle, ihr Mädchen und Frauen, die ihr die Heldinnen eures Alltags seid? Du, Du und auch Du.

Ihr habt schon so vieles gemeistert, schwierige Situationen gelöst.
Und doch bleibt da immer diese unterschwellige Sehnsucht, nach dem Helden und dem Fels in der Brandung.

Wird der Mann als Partner den Frau unbedingt "braucht" wirklich gnadenlos überschätzt, ist es so wie Hedera es sagt?
Dass man dann irgenwann unvermittelt neben einem weinerlichen Waschlappen aufwacht der so garnichts mehr von einem Helden an sich hat?;-)
. Diesen Eintrag schrieb ich nicht für mich, sondern für Euch, für euch frauen und Mädchen, als Ode an die Frau und an @Hedera.;-) Er soll euch gewidmet sein.

26.10.2012 um 05:59 Uhr

Amanda Todd Internetmobbing

Amanda Todd wurde nur 15 Jahre alt, da sie das Internetmobbing nicht mehr aushielt.
Es wurde immer schlimmer, egal an welche Schule sie wechselte. Bis Amanda keinen Ausweg mehr sah und ihrem Leben ein Ende setzte.
Mit 15 Jahren. Einfach nur Traurig,


Nicht das Internet ist schlimm, aber manche Menschen sind es, Menschen die andere mobben und demütigen wollen.
Mobbing geschieht nicht nur in Kanada, es geschieht auch hier, hier bei uns.
In den Schulen, am Arbeitsplatz, in den Verbänden und Vereinen, in den Familien.
Und manchmal gar wird Mobbing als Spass getarnt, gefragt ob das Mobbingopfer denn keinen Spass abkann.

Sie war erst 15 Jahre alt.
Und sie wollte mit diesem Video ein Zeichen setzten, ein Zeichen gegen Mobbing, da sie sich keinen anderen Ausweg mehr wusste.


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17.10.2012 um 06:30 Uhr

Wo sind die Prinzessinnen hin ?

Stimmung: gut

Die Fliege liess sich auf meine Hand nieder.

Ich beobachtete sie. Sie putzte sich emsig mit ihren Beinchen. Strich wieder und wieder damit über ihren Kopf, über ihre Riesenaugen.
Dann mit den Hinterbeinchen über über ihre fast durchsichtigen, von schwarzen Linien durchzogenen filigranen Fluegel.

Sie schaute mich an. Ich bot ihr ein Körnchen Zucker dar, das sie mit ihrem Saugrüssel ertastete, nahm, sich einverleibte..zufrieden summend flog sie dann davon.

Ich war noch Kind, die Welt sah anders aus, hatte noch Zauber, so wie die Fliege auch.
Bei der ich immer Angst hatte, ihr zartes Kopfchen wuerde vom Koerper fallen.

Für mich hatte sie den gleichen Wert, wie ich selbst auch. Gleichwertig eben, Lebewesen..
Und heute? Heute würde ich sie wohl erschlagen, nicht mehr erkennen. Wie verändern wir uns doch, im Laufe eines Lebens

. Und so frage ich mich mit
sunnysightup1/blockiert* klick hier*,

voller Wehmit, wo nur sind die edlen Märchenprinzessinen und Ritter hin, die sich den Mantel des Erwachsenseins uebergeworfen haben, damit man ihre edle Herkunft, nicht erkennt. Damals besaßen sie sie noch.
Haben sie ihre Traeume im Märchenland des Vergessens abgegeben?
Trug der Vogel der Vernunft sie mit sich fort?

Welch ein armseliger Tausch.

15.10.2012 um 05:14 Uhr

Das Leben ist eine Pralinenschachtel

Musik: Eve of Destruction

man weiss nie was drinnen ist.
Lautet die Aussage von Tom Hanks in dem Spielfilm "Forrest Gump".

Wie bringe ich den 15. Oktober mit Forrest Gump und Tom Hanks zusammen?
Am 15. Oktober 1969 fand in Washington D.C. die grosse Demonstration mit 250.000 Teilnehmern gegen den Vietnamkrieg statt.
Demonstrationen haben es oftmals ansich, dass sie kaum etwas bewirken. Doch diesesmal, dort in Washington, schien es anders zu sein.
Das US Volk hatte die Nase voll von dem Vietnamkrieg, den Grausamkeiten, den Napalmbomben auf unschuldige Menschen und auch von den vielen toten Soldaten die in den Leichensäcken zurück in ihre Heimat kamen, um auf dem Ehrenfriedhof beerdigt zu werden.

Die Bilder dieser Demonstration gingen um die Welt, sie liessen hoffen. Sie berührten auch mich, als ich sie im TV sah.
Diese Demonstration schaffte es Eingang zu finden in Tom Hanks "Forrest Gump", wie man hier in dem Trailer sehen kann. Da wurde Tom Hanks in den Film der Antievietnamkriegsdemo hineingeschnitten, gerade so, als sei er dabei gewesen.

Und auch diese Filmbilder und Szenen berührten mein Herz.
Forrest Gump und seine grosse Liebe, die er behütet, beschützt und für die er alles macht.
Hach, ein schöner Film, an dem auch viele persönliche Erinnerungen hängen.

Wenn ich an den Vietnamkrieg und diese Massendemonstration denke, dann denke ich auch an
, Barry McGuire.
Er wurde am 15. Oktober 1935 geboren, schrieb und sang 1965 den Nummer 1 Hit
"Eve of Destruction"
Viele US Radiostationen spielten dieses Lied nicht. da es sich gegen den Krieg und die Zerstörungen wandte.
Dieser Song begleitete mich lange, passte zu der damaligen Zeit und passt wohl auch noch zu der heutigen Zeit mit all ihren Kriegen und Grausamkeiten.

Was gab es noch am 15.10.?
1815 betrat Napoleon St. Helena, die Insel auf die er verbannt wurde und auf der er später starb.
Am 15.10. wurde Mata Hari wegen Hochverrat hingerichtet und erschossen.
Am 15.10. 1944 wurde Braunschweig von allierten Bombern in Schutt und Asche gelegt. Es blieb nach dem Feuersturm kaum etwas von der Stadt übrig.
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10.10.2012 um 02:59 Uhr

Die Lerche die davonkam

Lass nur die Sorge sein,
Das gibt sich alles schon,
Und fällt der Himmel ein,
Kommt doch eine Lerche davon.

Zitat: Johann Wolfgang von Goethe (sprichwörtlich)

Welch ein tröstliches Bild, diese Lerche, die sich singend und jubilierend erhebt , dem eingestürzten Himmel zum Trotze.

Auch wenn alles zu zerbrechen scheint, etwas bleibt immer, um darauf wieder neues aufbauen zu können.

Nur sehen muss man sie, diese Lerche.
Ich gehe sie dann mal eben suchen.
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02.10.2012 um 04:32 Uhr

Die Herzen müssen brennen

Musik: Ich hab Feuer gemacht, Purple Schulz

Die Herzen sollten brennen, für die Träume, Wünsche und Visionen die wir haben.
Für eine gute Zukunft, für das Gute, für die Liebe untereinander.
Doch oftmals, in unserer kalten Zeit, brennen sie nur für das Geld, für materielle Dinge und Erfolge jeder Art.
Wer nicht mitzieht, der wird einfach beseite geschubst.
Als "Wertlos" erachtet, in dieser Welt, die nur auf das materielle schielt,

Und dabei gibt es so vieles mehr, für welches es sich zu kämpfen lohnt, wofür Herz und Seele brennen sollten.
Nicht in der Verzweiflung des Lebens ertrinken und erfrieren, sondern sich am wärmenden Feuer des Guten erfreuen.

Es braucht nur etwas Mut, verrückt zu sein, anders zu sein, sich nicht zu fragen, was könnten die Anderen denken.
Mut zu leben, so wie man es möchte und für sich braucht.

Purple Schulz, ja der, von "Ich will hier raus" und "verrückte Jungs", will uns zu diesem Mut mit seinem Song : "Ich hab Feuer gemacht" animieren.
Er ist inzwischen älter geworden. Verrückt. Vielleicht ein wenig,
Wohin uns das "Normale" geführt hat, können wir ja täglich beobachten. Und oftmals gefällt es uns nicht, was wir da sehen.

Meine Tochter hat mir dieses Lied empfohlen. Sie sagte, es sei ein "mutmachender und tiefgehender" schöner Song und die Bilder des Videos erinnerten sie an den Garten und das Lagerfeuer.
Und ja, es stimmt, es ist ein schöner Song und ein wunderbares Video, welches Purple Schulz da produziert hat.

Ich hab Feuer gemacht, jetzt.
Vielleicht schliessen sich ja welche an, und machen auch Feuer, sorgen dafür, dass ihr Herz wieder brennt, für alles was gut ist auf dieser Welt.
Lasst diese Flamme tief in euch, für alles was gut und richtig ist, niemals verlöschen.




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27.09.2012 um 04:05 Uhr

Worte suchen

Worte sind schon etwas eigenartiges.
Es ist ein Glück, dass wir sie haben, die Worte.
Denn wie sollten wir uns sonst verständlich machen?
Gut, es mag auch ohne Worte gehen, könnte dann aber zu Missverständnissen führen. So ganz wortlos, wie man dann eben ist.

Auf der Suche nach Worten.
Scheu wie sie sind, verstecken sie sich manchmal, wollen sich nicht zeigen, lassen uns ohne Worte zurück.
Dabei sind sie doch im Grunde so gesellig, mögen nicht für sich alleine stehen, fassen sich an den Händen und bilden ganze Wortketten und Sätze. In Gesellschaft unter ihresgleichen fühlen sie sich erst richtig wohl.
Worte, gerade ausgesprochen, verhallen, nur leise Nachschwingungen von ihnen bleiben erhalten.
Geschrieben fühlen sie sich wohler bilden sich ein sie stünden dort für die Ewigkeit, wenn keine Tränen sie benetzen und verwischen.
Aber selbst dieses nehmen die Worte heroisch hin, von ihrer Wichtigkeit überzeugt.Worte wollen leben, so lasst sie leben und miteinander ihren Tanz aufführen.
Sie verbinden das Gestern, Heute und das Morgen, so gut sie es eben können.
Jetzt gehe ich die Worte suchen, denn einige von ihnen haben sich wieder irgendwo sehr gut versteckt.
Sie raunen mir nur leis zu, sie seien um kein Worte verlegen. Wenn sie da zusammen ihren Reigen aufführen haben sie gut reden. Doch mir bleiben sie verborgen
Dann eben ohne Worte.

19.09.2012 um 22:05 Uhr

Karl Jaspers und die Freiheit

Freiheit

"Freiheit erweist sich nicht durch meine Einsicht, sondern durch meine Tat"

Zitat: Karl, Jaspers,

Wie frei sind wir wirklich?
Die Gedanken sind frei, heisst es in einem Lied.

Und sperrt man mich ein, im finsteren Kerker,
es bleibet dabei, die Gedanken sind frei.


Sperren wir uns nicht manchmal selbst in diesen finsteren Kerker, legen uns und unser Denken an Ketten?
Verharren in Situationen, auch wenn wir diese garnicht wollen, anstatt uns davon zu befreien.

Es kann so einfach sein. Durch die Tat.

Durch das hinausgehen oder ändern der Situationen.
Ja, das Denken und die Gedanken sind frei, nur sie alleine verändern nichts, nicht ohne das handeln.

Was nützen die freien Gedanken einem Menschen, der in einer Situation ausharrt?
Sie bieten Trost. Vielleicht. Aber bewegen tun sie nichts wirklich.
Das schafft erst das handeln.
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18.09.2012 um 05:39 Uhr

War das Paradies die Hölle

War das Paradies die Hölle?
Frage ich mich manchmal.
Gut, es war alles sehr grün, mit zahmen Tieren darinnen, die sich streicheln liessen.
Ein Kuschelzoo, sozusagen.
Dann nahm Gott einen Klumpen Lehm und formte daraus Adam, den ersten Menschen. Der lief jetzt so Mutterseelenalleine durch dieses grüne Paradies in dem wohl Milch und Honig flossen. Für seine Ernährung war gesorgt, er brauchte nicht arbeiten und Hartz IV gab es auch noch nicht.
Aber es muss doch stinklangweilig dort so alleine gewesen sein, in diesem Paradies.
Vielleicht führte Adam schon Selbstgespräche in seiner Einsamkeit oder hüpfte hin und wieder durch die Gegend. Nur erfüllt wird ihn dieses auch nicht gerade haben.

Platz, er hatte ganz viel Platz, dort für sich so alleine, keine 7 oder 9 Milliarden Menschen um sich herum. Nur Adam in seiner Einsamkeit in dieser menschenleeren grünen Weite. Da kann man ja nur dumm bei werden, kein Gedankenaustausch nichts. Nicht einmal Internet gab es da.

Und jetzt kommt das gemeine. Bei lebendigen Leibe schnitt er Adam eine Rippe heraus und formte daraus eine Frau. Eva, die Rippe, war geschaffen. Vielleicht verfügte Gott aber schon über Chloroform oder andere Betäubungsmittel, so dass Adam diese Prozedur nicht allzu schmerzhaft erleben musste.
Ander Quellen sprechen davon, er schnitt ihm ein Stück Fleisch aus seiner seite, halbierte ihn förmlich, spielte ein wenig mit den Genen herum, und formte aus dieser Hälfte die Eva.
Wer weiss das schon, es war ja keiner dabei,

Jetzt waren sie zu zweit im Paradies, Adam und seine Eva.
So hüpften sie gemeinsam, Hand in Hand durch das grüne Gras.
Langweilig war es wohl trotzdem, denn von Liebe und Zärtlichkeit wird nicht berichtet, von Sexualität zwischen den beiden schon garnicht.
Sie gab es nicht und durfte es auch nicht geben.

Zudem bekamen sie ganz klare Anweisungen was sie durften und was sie nicht durften. Waren nicht ihrer eigenen Herren, sondern irgendwie Untertanen, die zu gehorchen hatten und ja nicht selbst denken sollten. "Wer denkt, der sündigt"
Das Paradies war gepflastert mit Verbotstafeln, die vor allem um den Baum der Erkenntnis herum standen. Von dessen Früchten durften sie nicht essen, sie sollten nicht "erkennen", was es für Möglichkeiten gibt und in welcher misslichen Lage sie sich befinden.

Frauen sind nun einmal neugierig, und so schlich Eva immer wieder um den Baum der Erkenntnis herum, bis eines Tages ihr eine Schlange, ( diese falsche Schlange) eine Apfel vom Baum der Erkenntnis gab, sie solle mal davon kosten.;br: Dieses tat sie auch sogleich, biss herzhaft in den Apfel, er schmeckte einfach köstlich und gab Adam die andere Hälfte zum kosten.

Eva schaute Adam treuherzig aus ihren grossen Augen an, aber was war das?
Adam war ja nackt, und sie selbst auch. Dieses erkannten sie erst jetzt und schämten sich plötzlich ihrer Nacktheit. Bedeckten schnell ihre Blösse mit Feigenblättern, Eva errötete bei Adams Anblick und die Sünde oder das erste Rouge war in die Welt gekommen. Auch und wenngleich die beiden aufgrund ihrer erwachenden Sexualität nicht sogleich über einander herfielen, gefiel Gott dieses alles garnicht. Die Menschen sollten mit Dummheit geschlagen sein und nicht mit Erkenntnis.
Er zürnte und tobte sehr, liess es donnern und blitzen, Adam und Eva erschraken, versteckten sich.
Doch wer kann sich schon vor einem Gott verstecken.? Er spürte die reuigen Sünder auf, verhörte sie scharf, Adam schob Eva die Schuld zu. Tssss... Männer, immer geben sie der Frau die Schuld. Eva gab die Schuld weiter an die Schlange,

Es half alles nichts. Sie fielen beide in Ungnade und wurden von Gott aus dem Paradies vertrieben, Nicht ohne dass er sagte, durch euch ist die Sünde in die Welt gekommen. Fortan sollt ihr im Schweisse eures Angesichtes eure Euros verdienen, und wer keine Arbeit findet, der braucht auch nicht essen oder muss einen 1 Euro Job annehmen.

Frohgemut verliessen beide Hand in Hand diese Tyranney, die sich Paradies nannte, in der es aber immer nur merkwürdige Vorschriften und Bestimmungen gab.
Zu Hause angekommen, zeugte Adam etliche Söhne mit Eva, deren Name überliefert ist, auch einige Mädchen, deren Namen keiner kennt. Diese Kinder Adams und Evas paarten sich untereinander miteinander, es gab ja noch keine anderen Menschen, und wie sonst sollte , es gehen, wenn sie den Worten folgen wollten:" Gehet hin und mehret euch". Da blieb nur die Inzucht, als Grundstock für die kommenden 7 oder 9 Milliarden Menschen auf der Erde.

Manche Quellen sprechen auch von einer Dattel oder Feigenfrucht anstelle des Apfels. vom Baum der Erkenntnis.
Im Koran gibt erstaunlicherweise nicht der Mann der Frau die Schuld für diesen Sündenfall, da nehmen sie beide die Verantwortung auf sich. Da wird auch nicht von Erbsünde die in die Welt durch die Vertreibung aus dem Paradies kam gesprochen. Gott ist dort den Menschen auch anschliessend weiter zugetan und wohlgesinnt.
Jetzt sind wir alle kleine Sünderlein und manche eben auch die Grossen.,

16.09.2012 um 00:52 Uhr

Leben und Lieben

Leben und Lieben.
Im Moment schreiben viele über die 100 Dinge die sie in ihrem Leben unbedingt noch machen oder erleben möchten.
Planen dafür, machen sich Listen, von denen sie dann das ausgeführte abhaken können.
Ich lese es gerne, es macht mir Spass, diese Freude zu sehen, wenn sie wieder etwas von ihrer Liste "abgearbeitet" und erlebt haben.

Ich habe keine solche Liste mit 100 Dingen, die ich unbedingt in meinem Leben noch machen möchte.
Da würde mir wohl auch nicht sonderlich viel einfallen.
Auf meiner Liste steht nur : "Ich möchte Leben und Lieben".
Nicht irgendwann, sondern jetzt und auch in Zukunft. Dieses ist alles und es genügt mir, diese Geschenke erleben und haben zu dürfen.
Mag langweilig klingen, keine ausgerfallenen Wünsche zu haben.
Doch das Leben ist in der Regel schon ausgefallen genug, da brauche ich mich nicht kopfüber an einem Seil von Brücken zu stürzen oder aus einem Flugzeug in einem Tandemsprung.
Von diesen Sprungabsolventen höre ich immer wieder, welch ein unglaubliches Gefühl sie dabei hatten, wie befreiend es für sie war, sprechen davon ihre Ängste überwunden zu haben.
Und sehe doch, in ihrem Leben ist die Angst geblieben, oftmals sogar ganz gross. Mit einem Bungee Sprung kann man die Lebensangst nicht überwinden.
Aber jeder wie er mag. Ich brauche diesen Kick, diesen Nervenkitzel nicht, auch nicht beim Auto oder Motoradfahren. Da unterliege ich nicht dem Rausch der Geschwindigkeit auszutesten ob die Kurve noch schneller zu nehmen ist. Will keine anderen Menschen gefährden, die mit mir fahren oder mir auf der Strasse entgegenkommen.
Mag langweilig sein, aber das macht mir nichts.

Achterbahn und Riesenrad mag ich gerne. Besonders wenn die wackelige schwankende gondel des Riesenrad ganz oben in luftiger Höhe lange anhält. Da hat man dann immer so eine wunderbare Aussicht über die ganze Umgebung, und die Menschen die unten stehen sehen so klein aus.
Ja, das mag ich gerne, habe auch keine Höhenangst.

Leben und Lieben. Das ist es.
Mit und voller liebe durchs Leben gehen, nichts mehr wünsche ich mir und versuche auch es so zu leben.

Viele tragen ja den Wunsch in sich, geliebt werden zu wollen. Suchen manchmal verzweifelt nach der Liebe.
Aber hey, ihr braucht nicht suchen, geht voller Liebe durch das Leben,geliebt werdet ihr dann von ganz alleine. Praktisch Vollautomatisch. Wer liebe gibt wird auch Liebe bekommen.

"Jeder von uns ist die Liebe im Leben eines anderen."

Heisst es so schön in einem Zitat aus "Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli"

11.09.2012 um 06:50 Uhr

Montaigne über sich ungezwungen geben

"Ich habe oft beobachtet, wie diese Art, sich ungezwungen zu geben,
absichtlich und künstlich nachgeahmt wurde, aber meist ohne Erfolg:
solche Versuche erinnern leicht an den Esel in Aesops Fabel:
der den Hund nachmachte und freudig seinem Herrn entgegensprang und ihm die Vorderbeine auf die Schultern legte; aber wärhend der Hund gestreichelt wurde, bekam der arme Esel für dieselbe Begrüssung die doppelte Menge Prügel.: jedem steht das am besten an, was ihm am natürlichsten ist."

Zitat: Michel de Montaigne (1533 - 1592 )

Der arme Esel, er meinte es doch nur gut, wollte anstatt immer nur Schläge zu bekommen, auch mal gestreichelt werden.
: War lernfähig, lernte aus seinen Beobachtungen, doch alles half nichts.
Er blieb der Esel, und der Hund blieb Hund.
Sollte der Esel einem leid tun, da er die scheinbar falschen Schlussfolgerungen aus dem Verhalten seines Herrn gezogen hatte?
Sich weiter quälen, triezen und prügeln lassen, ohne jemals die Aussicht zu haben, wenigstens wie ein Hund behandelt zu werden.

Im Märchen die "Stadtmuskanten" kommen die anderen Tiere vorbei, die es auch schlecht bei ihren Besitzern hatten, sagten :" Komm mit uns mit, etwas besseres als hier findest du überall", und so zogen sie nach Bremen.

Viele Gedanken kann man sich zu dem Text machen.
Selbstverständlich haben wir es gerne, wenn wir mal in den Arm genommen werden, eine Hand auf die Schulter gelegt wird, doch nicht bei und von jedem. Was bei dem einen angenehm und schön erscheint, kann bei einem anderem als plumpe und unangenehme Geste empfunden werden.
Gespielte und nur aufgesetzte Zuneigung spürt man.Sie erscheint einem künstlich, da sie nicht von Herzen kommt.
Aber dennoch, wenn wir abgewiesen werden, muss es nicht unbedingt etwas mit uns und unserem Sein zu tun haben. Wir sind doch kein Esel und haben immer die Wahl.
Können uns dann sagen: "Etwas besseres als hier finde ich allemal", und lassen den Abweiser stehen.
Was der Esel in "Die Stadtmusikanten" kann, werden wir ja wohl auch noch hinbekommen, oder etwa nicht?
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08.09.2012 um 04:33 Uhr

Monika Morell Später wann ist das

"Später wann ist das, hab ich dich gefragt.
Du hast nur gelacht und hast später gesagt".

Sang die Schweizer Schlagersängerin Monika Morell im Jahr 1974. Ja, später, wann ist das, können auch wir uns manchmal fragen, wenn wir etwas aufschieben, für das auch morgen oder eben später noch Zeit ist.
"Später da wolltest du leben, später ist für dich gestern gewesen. Später ist für dich zu spät gewesen"
Heisst es am Ende dieses Liedes.

Sicherlich, man kann nicht alles auf einmal machen aber dennoch sollte man das Leben leben dabei nicht vergessen, es nicht auf "später" verschieben.
Heute ist auch ein Tag.. lebt ihn, lasst uns leben.
Später kann es zu spät dafür sein.

Und gestern erst habe ich es in der internetzeitung gelesen, für die Sängerin Monika Morell war 2008 zu spät. Dabei dachte ich immer sie lebt noch, arbeitet an ihren Projekten.
Monika Morell starb 2008 in Zürich.
Ihr Leben war von Tragik überschattet.
Denn 1982 starb ihr einziges Kind, ihr Sohn Thommy. an plötzlichen Kindstot.
Später erkrankte Monika Morell an Polyneuropathie und als sei das nicht schon genug , bekam sie dann noch eine Krebserkrankung.
An der sie 2008 verstarb. Monika Morell wurde nur 52 Jahre alt.
R.I.P. möge sie ihren Frieden gefunden haben.

Und wir?
Wir sollten immer daran denken, nur heute kann man leben, das leben lässt sich nicht auf später verschieben.. Geniessen wir den Tag.



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07.09.2012 um 07:26 Uhr

Wenn die Schule krank macht

Wenn die Schule krank macht.
Sollte sie natürlich nicht.,br. Macht sie aber manchmal.
Wenn Kinder schon Bauchweh bekommen, wenn sie nur an die Schule denken, es ein graus für sie ist, hinzugehen, da sie von Mitschülern getriezt und gemobbt werden.
Wie Rabenmutter es hier schon einmal eindringlich von ihrem Sohn berichtete, oder aktuell @Key1, der es ein Graus ist ihre Klasse zu betreten.
Am liebsten die Schule wechseln würde.
Und es sind manchmal nicht nur die Kinder, die mobben und triezen, ja manchmal tun auch die Lehrer nichts dagegen, beteiliegen sich noch am Mobbing und machen den Schüler herunter. Beschimpfen ihn als unfähig und faul.
Natürlich sind nicht alle Lehrer so, vielleicht auch nur eine kleine Minderheit, aber selbst dann ist es schlimm genug und so etwas sollte einfach nicht vorkommen.

Sehr offen und ehrlich hat darüber

wspirat,blogspot.de /meine geschichte *klick*

geschrieben. Erschreckend an seinem Post ist, welche langen Nachwirkungen für das spätere Leben dieses Mobbing und triezen durch Lehrer oder Mitschüler haben kann.

Da sind viele Kommentatoren die ähnliches erlebt und durchgemacht haben. Teils schon 40 jahre alt, sie leiden noch immer unter diesen Kindheits und Jugenderlebnissen.
Schleppen dieses Trauma mit sich durch das Leben.
Zu fragen ist auch, wie viele Selbstmorde von Jugendlichen diesem Mobbing von Mitschülern oder Lehrern geschuldet ist.

Dabei sollte die Schule doch ein Raum für Kinder sein, in der sie in einer geschützten Atmosphäre lernen können und nicht systematisch fertiggemacht werden.
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21.08.2012 um 06:18 Uhr

Zeitsprünge im Traum

Träume sind schon etwas ganz besonderes.

Manchmal kommt es zu Zeitsprüngen im Traumgeschehen.
Besonders wenn ich von Orten meiner Kindheit träume, dann bin ich plötzlich im Traum wieder ein Kind oder ein Junge, der spielend Dinge erlebt, durch Räumlichkeiten sich bewegt, die es zwar früher gab, allerdings nicht in der Art, wie sie im Traum erscheinen.
Da werden Dachböden und Zimmer erkundet, in die man nur durch enge Luken oder Rutschen gelangen kann.
Es scheint alles sehr geheimnisvoll in diesen schönen Träumen.

Selbst der Bach fliesst wie auf diesem abstrusen Bild der optischen Täuschung, ohne ein wirkliches Gefälle zu haben, immer wieder zu seinem Anfag zurück.
Schön ist es, die Sonne scheint warm und ich lasse mich auf dem Rücken im Wasser liegend, mit der Strömung, die es eigentlich garnicht geben dürfte, sanft durch das kühle Nass treiben. Sehe auf des Bachesgrund einige kleine Algen, die dort wachsen, sich in der Strömung leicht hin und her bewegen.

Jünger war ich schon desöfteren im Traum, kann mich aber nicht erinnern, jemals älter als in der jeweiligen Realität im Traum gewesen zu sein.
Ich weiss nicht, ob unser Gehirn sich da weigert, einen Zeitsprung nach vorne zu machen. Es wäre ja sozusagen ein "Zukunftstraum von etwas was erst noch geschehen kann.
In die Zukunft können wir nicht sehen. Vorstellen könnten wir uns sie schon, machen wir ja auch manchmal, aber Träume die uns unsere Zukunft zeigen, sie sind wohl eher selten. Kann mich an keinen erinnern.

An einem Traum, aus einem vergangenen Leben, aber schon sehr klar und deutlich. Falls es so etwas überhaupt gibt. Vergangene Leben, die man vor seiner Zeit durchlebte.
An diesen Traum kann ich mich sehr deutlich erinnern, denn da war ich nicht ich, was ich erst erschrocken bemerkte, als ich so handelte, wie ich es heute ablehnen würde. Im Traum sagte ich, das bin ich doch garnicht, wer ist denn dieser Mensch, der so tut als sei ich es.
Dieser Gedanke liess mich aufschrecken und erwachen.br> Ich lasse mir doch nicht meine Identität, mein Sein, klauen.
Lange grübelte ich, wer es gewesen sein könnte, suchte Zusammenhänge, bis mir der Name dieses Menschen einfiel. Erst Monate später, der Traum liess mir keine Ruhe, fand ich bei Libri Geschichtsbücher, in denen ich nachschlagen konnte. Das Traumgeschehen kann sich so in der Realität abgespielt haben, der Protagonist des Traumes starb wohl zwei Jahre vor meiner Geburt.
Die Frage ist und bleibt, ob wir mehrere Leben haben, ob es eine Wiedergeburt nach dem Tode gibt.
Wenn und falls es so sein sollte, dann hätte ich in dem Leben viel Schuld auf mich geladen, war kaltherzig.
Wüsste aber auch, weshalb ich in diesem Leben so sehr gegen Miltarismus, töten durch erschiessen im Krieg oder bei Unruhen bin.
Die Frage ist, kann man Schuld aus einem anderen Leben in diesem jetzigen abtragen?
Und meine These würde nicht mehr passen, dass wir in einem weiteren Leben, falls es so etwas gibt, von den anderen Menschen genauso behandelt werden, wie wir heute die anderen Menschen behandeln. .

16.08.2012 um 18:34 Uhr

Karl Marx war auch ein Dichter

Das Mägdlein steht da so bleich,
so stille und verschlossen;
die Seele, engelweich,
ist trüb und verdrossen ...
sie war so fromm, so mild,
dem Himmel ergeben,
der Unschuld seliges Bild,
das Grazien weben.
Da kam ein Ritter hehr
auf prunkendem Rosse,
im Auge ein Liebesmeer
und Glutgeschosse.
Das traf so tief in die Brust;
doch er zog von dannen,
hinstürmend in Kriegeslust;
nichts mag ihn bannen.

Zitat: Karl Marx, Auszug aus "Schicksalstragödie"

Das prunkende Ross und die Augen ein funkelndes Liebesmeer, hört sich schön an. Gefällt mir, auch wenn bei Marx hier die augen nicht funkeln, sondern er nur im Auge ein Liebesmeer sieht.

Dennoch, da muss man ersteinmal drauf kommen, auf Brust. hinstürmend in Kriegeslust zu reimen.
Dabei gibt es doch so viele andere Lüste, hier soll es aber die Kriegeslust bei Marx sein.

Aber es stimmt ja, denn wieviele zogen unter lauten Hurrarufen damals in die Kriege, der 1. und 2. Weltkrieg legt davon Zeugnis ab.
Wieviele Männer liessen ihre Frau oder Freundin in der Heimat zurück um in den Krieg zu ziehen. Sie liebten die Waffen scheinbar mehr als ihre Frauen. Und kehrten oftmals niemals mehr zurück. Verendet auf den Schlachtfeldern.

Sag mir wo die Blumen sind, wo sind sie geblieben,
wann wird man je verstehen, wann wird das je geschehen...

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26.07.2012 um 01:08 Uhr

Liebe und Mühe

In einem Augenblick gewährt die Liebe,
Was Mühe kaum in langer Zeit erreicht.


Zitat: Johann Wolfgang von Goethe ( Tasso )

18.07.2012 um 01:31 Uhr

Schlafzimmer mit Schiebedach

Ein Schlafzimmer mit Schiebdach
Habe ich noch nicht gesehen.
Doch ich weiss wie toll es manche finden, ihr Bett unter dem Fenster der Dachschräge stehen zu haben und aus dem Bett heraus zu dem Mond und den Sternen hinauf sehen zu können.
In Sommernächten könnte ich mir auch vorstellen, wie toll es wäre, wenn das Schlafzimmer ein Schiebedach hätte. Leise surrend fährt es zurück, gibt den Blick frei auf das nächtliche Firmament.
Natürlich müssten es warme Sommernächte sein, nicht so wie jetzt zur Zeit, da würde man im Bett eher eine Regendusche von oben bekommen.
Aber es hätte doch etwas, mit diesem freien Ausblick nach oben bei dem man vielleicht ab und an eine Sternschnuppe fallen sehen könnte und es sich dabei kuschelig bequem im Bett macht.

Gut, die Vögel. Dieses will auch bedacht sein.
Weiss im Moment garnicht, ob sie ihr Geschäft im fliegen machen, oder nur wenn sie auf einem Zweig sitzen.
Mit einem Vogel oder Taubenschiss im Gesicht aufzuwachen, mag ja vielleicht Glück bringen, aber angenehm ist es sicher nicht.
Auch sollte man bei geöffneten Schiebedach das Zimmer unbeleuchtet lassen, denn sonst finden sich Mücken, Bienen, Wespen, Hornissen und anderes Flatterzeug ein, was störend wirken könnte.

Generell aber doch eine schöne Vorstellung, so ein Schiebedach für das Schlafzimmer.

Früher hatten mich immer die Kuppeln der Sternwarte am Gojenberg in Hamburg Bergedorf fasziniert. Die Gebäude standen dort auf einer Anhöhe, die runde Dachkonstruktion konnte aufgefahren werden, damit man mit einem Riesenspiegelteleskop die Sterne betrachten konnte.
Da würde ich glatt einziehen wollen, aber nur wenn das Teleskop drinnen bleibt.;-)
Steht dort jetzt wohl alles unter Denkmalschutz.
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04.07.2012 um 20:39 Uhr

Wovon träumt ein Baby

Den grössten Teil der Zeit verbringt ein Baby schlafend oder schlummernd.
Meistens wohlig, manchmal lächelnd, manchmal das Gesicht verziehend.
Bis es dann erwacht und mit grossen staunenden Augen sich die Welt betrachtet.
Aber was träumt ein neugeborenes Kind? Wenn es schläft, wird es auch Träume haben. Gute Träume, aber auch Albträume, wenn der Alb auf seiner Brust sitzt.

Nun mag sich mancher fragen, was kann ein Kleinkind, welches erst seit kurzem auf der Welt ist, überhaupt träumen, es hat ja noch nicht viel gesehen und erlebt.

Ich bin mir sicher, das Baby träumt schon im Mutterleib, alleine schon um sein Gehirn auszubilden. Es nimmt da schon Geräusche, Melodien, Zusprache und vieles andere wahr. Ebenso wohl die Stimmungslage, Gefühle und Emotionen der Mutter.
Schon alleine, da es mit deren Blutkreislauf verbunden ist.

Inwieweit das Kind im Mutterleib auch an ihre Gedanken, inneren Bilder und Erinnerungen teilhaben kann, ich weiss es nicht.
Könnte mir aber vorstellen, dass die Erinnerungen der Mutter sich teilweise auch auf das noch nicht geborene Kind übertragen könnten. In einer Art innerer Gedankenübertragung durch Botenstoffe. Aber dieses ist Spekulation von mir.

Dann kommt der Geburtsvorgang, ein Trauma für das Baby schlechthin.
Aus der schwerelosen Leichtigkeit wird es unter Gewalt in diese für ihn doch gleissend helle und kalte Welt mit ihrem Lärm geworfen. Kann kaum atmen, brauchte es bisher ja auch nicht. Wer würde da nicht schreien?

So wie die kleine Hummel von Sunny anfing zu quäken und Sunny sich fragte, können Babys überhaupt schon einen Alptraum haben?

Hummelchen/Geräusch von Sunnysightup*klick*

Beim lesen ihres Eintrages fielen mir wieder viele meiner Baby und Kleinkindträume ein, mir wurde einiges klarer und bewusster. Dafür danke ich Sunny sehr.

Ich träumte als Baby und als Kleinkind häufig davon, ich könne fliegen. Fragte mich immer woher derartige Träume kommen könnten. Denn natürlich bin ich als Baby nicht geflogen. War am überlegen, ob es aus den Urzeiten kommt, in denen die Vorläufer des Menschen vielleicht mal fliegen konnten, dieses Wissen irgendwie gespeichert ist.
Aber dann kam mir die Erkenntnis, diese Scherelosigkeit im Fruchtwasser des Mutterleibes, es ist wie fliegen zu können. Ähnlich des schwimmens und tauchen unter Wasser.
Es half mir in meinen Albträumen, die ich als Baby hatte, den Kreaturen, wie zum Beispiel Tigern und Löwen sowei anderen Ungeheuern zu entkommen, die nach mir schnappen wollten, mich verfolgten. Gut, Tiger und Löwen hatte ich zu der Zeit auch noch nie gesehen, trotzdem kamen sie in meinen Träumen als Gefahr vor, Frage mich, was sie da zu suchen hatten?
Ich breitete dann die Arme aus, begann damit zu rudern und erhob mich in die Lüfte. Es war fürchterlich anstrengend, diese Art des Fliegens, auch nicht so wirklich durch die Armbewegungen steuerbar, mal kam ich höher, dann sackte ich trotz kräftiger und schneller Armbewegungen wieder nach unten, zu den schnappenden Bestien. Ein Gleiten durch die Lüfte, wie ich es in Gedanken machen kann, war es nie. Hatte ja auch keine Flughäute zwischen den Fingern und Armen, auch keine Engelsfederflügel.
Vielleicht hätte ich mir diese dazuträumen sollen, aber wer weiss das als Baby schon?

Nein, es war ähnlich wie eine Lageveränderung durch Arm ud Fussbewegungen im Wasser der Fruchtblase.

Auch heute noch träume ich desöfteren, ich befinde mich in irgendwelchen Gebäuden, will in einen anderen Raum, es führt aber nur ein äusserst enger Durchgang oder eine Luke dorthin, durch die man normalerweise nicht hindurchpassen würde. Ich lasse mich dann immer hindurchgleiten/fallen, wundere mich anschliessend wie leicht es doch ging, in diese ander, hinter dem äusserst kleinen Durchgang liegende schöne und interessante Welt zu kommen.
Auch diese Träume hängen scheinbar mit dem Geburtsvorgang zusammen, wenn ich es mir recht überlege.
Mit 3 Jahren, war es dann mit den Fugkünsten im Traum vorbei, da hatte mich wohl die Realität eingeholt. Auch wenn ich gerne beim herumlaufen spielte, fliegen zu können. Es klappte einfach nicht, egal wieviel Anlauf ich nahm. Selbst das einfache hinauflaufen an einer Wand funktionierte nicht so wirklich. Und beim heruntersprinen mit einem Regenschirm als Fallschirm, klappte dieser immer nach oben weg. Der Mensch ist eben kein Flieger.
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03.07.2012 um 15:04 Uhr

Wenn Kinder nicht Kind sein dürfen

Wenn andere Kinder spielen und lachen, dann kümmern sie sich um ihre Geschwister, um ihre Mutter, um ihre Familie.
Und sind dabei doch selbst noch ein Kind.
Die Verantwortung ist zu gross für eine Kinderseele und doch übernehmen sie sie.
Notgedrungen, denn wer sollte es sonst tun?

Die Kinder kranker Mütter.
Die Kindheit bleibt dabei auf der Strecke, sie erleben sie nicht, sie erleben sie anders. Hineingeschubst in ein Leben voller Verantwortung.
Und voller Angst. Angst davor, was wird sein wenn ich nach Hause komme?

Ich könnte hier einige Blogs auf Blogigo nennen, bei denen es den betreffenden Jugendlichen Schreiberinnen genau so ergeht und die darunter leiden..
Leiden unter der Angst, sie könnten zu spät kommen, wenn die Mutter mal wieder einen Selbstmordversuch machte, oder eben auch "nur" zu viel getrunken hat.
Die Verantwortung ist eine zu grosse, dazu dann noch "nebenbei" eine Ausbildung oder den Schulpflichten nachkommen zu müssen.
Wer hält das schon aus? Dazu noch die Angst, später vielleicht einmal selbst wie die Mutter zu werden.

TV Tipp: Di. 03.07. um 22:15 Uhr ZDF 37 Grad - Mein verrücktes Leben -
Von starken Kindern und kranken Müttern

Jedes fünfte Kind lebt mit einem psychisch kranken Elternteil zusammen.

Lesenswert zu diesem Thema der Spiegel Bericht von Julia Jüttner:

spiegel.de/gesellschaft/wie-kinder-psychisch-kranker-eltern-leiden *klick*
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