Gedanken oder Fragen

30.01.2013 um 22:49 Uhr

Liebe findet immer ihre eigenen Worte

"Uralte Nächte und ferne Klänge" hat Robert Kincaid gesagt, und Francesca verstand ihn. "
...die Silberäpfel mir vom Mond, die goldenen vom Sonnenrand" (Yeats). Solche Sätze würde heute kein Mann von sich geben, weil kaum jemand den Tiefgang hat, diese Sprache zu verstehen. Die beiden beherrschten sie, das war es. Solche Übereinstimmung, derselbe Wellenschlag, das gibt es in unserem Universum nur sehr selten, und im Leben - wenn überhaupt - nur einmal. Das meinte Kincaid. Deshalb berührt diese Geschichte so sehr, ohne gleich sagen zu können, warum.

Diesen Kommentar schrieb Sanja, zu der Frage nach einem Filmzitat aus "Die Brücken am Fluss".

Ja, die Geschichte berührt. Sehr sogar.
Diese Liebe, die es in unserem Leben nur einmal gibt.
Derselbe Wellenschlag, wie es Sanja so schön ausdrückt, diese Übereinstimmung des Fühlens zwischen zwei Menschen.


Es mag ja sein, dass heute kein Mann mehr solche Sätze von sich geben oder auch nur denken würde.
Die Poesie ist auf der Strecke gelieben.
Doch seien wir einmal ehrlich, welche Frau würde heute noch solche Sätze von ihrem Liebsten hören wollen?
Ich glaube, sie würde ihn nur entgeistert anschauen und sich fragen was in ihn gefahren sein mag.
"Die Silberäpfel mir vom Mond"

Selbst wenn heute kaum noch ein Mann solche Sätze zu seiner Liebsten sagen würde, so bleibt doch ein Trost.
Liebe ist und macht erfinderisch. So findet und fand sie schon zu allen Zeiten ihre eigenen Sätze und Worte, die das Herz des anderen berührten.

Gedanken oder Fragen/Die Brücken am Fluss *klick*

11.12.2012 um 19:34 Uhr

Wer kann schon entscheiden was er träumt

von: sternenschein   Kategorie: Aus den Kommentaren   Stichwörter: Liebe, Träume, Sehnsucht, Leben, Herz, Gedanken

Wer kann schon entscheiden was und wovonn er träumt?
Die Gedanken sind frei, sie wandern wohin sie wollen.
Lassen uns träumen, von Dingen und Begebenheiten, die wir uns wünschen.
Oftmals auch von Menschen, die wir uns an unsere Seite wünschen würden.
Nur die Realität sieht manchmal anders aus, lässt das Herz alleine mit seinen Wünschen und Vorstellungen.

Hier der wunderschönerText einer Frau aus einem Kommentar dazu:

Ich war heute morgen beim Arzt. Man hat mir bescheinigt, das ich nicht verrückt bin, da bin ich schon mal erleichtert.

Kein Kontakt mehr, am Anfang kommt man damit zurecht, aber ich spüre noch immer deine Gegenwart. Sie hält mich gefangen! Diese Wunden scheinen niemals zu heilen, dafür ist der Schmerz zu stark. Es war einfach zu viel Gefühl! So viel, dass es selbst die Zeit niemals auslöschen kann...

Du gabst mir ein zweites Leben! Du berührtest mein Herz! Ließest mich diese Lektion verstehen, um mich selbst zu finden, um nicht wieder darin zu versinken! Ich hätte alles und noch mehr für dich getan. Sollte es schmerzen dich zu lieben? Das tat es! Das tut es! Du warst alles was ich brauchte, um mich zum Strahlen zu bringen, um mir das Gefühl zu geben, zu leben und nicht nur lebendig zu sein. Konnte ich dir zeigen, was du für mich bist?

Du hast mich immer und immer wieder gerettet. Ich muss gestehen, du bist es, der mich immer stärkt. Mein Mut das Leben so zu gestalten das ich damit zurechtgekommen bin und meine Kraft jeden Tag zu meistern. Und dieses Band, was uns verbindet hatte immer genug Kraft mich zu fangen, wenn ich falle. Ich bin gefallen.... Es ist jetzt irgendwie anders geworden. Aber DICH kann ich nicht vergessen:

Ich erinnere mich an jedes Detail, als wäre es erst gestern gewesen, in Münster, in Duisburg , an die ganzen eMails, das neue Leben, sich freuen sich jeden Tag austauschen. Ich sehe dich immer noch am Bahnsteig stehen, 70 Meter von mir entfernt nach der langen Zeit. Erwarteter knallharter Geschäftsmann, entpuppte sich als großer Junge im Anzug mit großem Herzen. Ein verschmitztes, aber sympathisches Lächeln und einen klaren Blick. Erinnerst du dich, dass ich dir nicht in die Augen schauen konnte? Ob du da schon gemerkt hast was in mir vorgeht, was diese schicksalhafte Begegnung macht ..

Ich habe nie verstanden, was dich an mir interessiert hat, bin ich doch so ein freches Wesen mit einem eigenem Kopf, die unendlich nerven kann wenn sie was will, aber umso besser weiß ich, was mich an dir fasziniert hat und mich auch heute noch immer fasziniert: Deine Fähigkeit, bis in die tiefsten Tiefen meiner Seele vorzudringen, Punkte zu berühren, die niemand zuvor entdeckt hat und besonders, mir gnadenlos den Spiegel vorzuhalten und wenn wir nicht einer Meinung waren.

Weißt du was mich früher und auch heute noch am Meisten umgehauen hat? Dein Blick. Du hast diesen Blick, mit dem du mich immer angesehen hast und an den ich mich so genau erinnern kann. Als würdest du das Buch zu meinem Herzen, durch einen einzigen Blick, öffnen…Unbeschreiblich.

Was ist es, das mich immer wieder zu dir treibt? Warum ignoriere ich jede Alarmglocke, die anfängt zu läuten, wenn es um dich geht? Warum genügt nur eine Erinnerung von dir, um meinen ganzen Körper erzittern zu lassen? Warum reicht schon ein Wort von dir, um mein Herz zum Hämmern zu bringen, wie die Trommeln eines afrikanischen Stammes? Warum reicht es schon, deine Nähe nur zu spüren nur einen" Klick entfernt" von mir zu spüren und ich brenne so voller Leidenschaft, wie die Sonne an einem Vorabend im Herbst, die zärtlich die Blätter im Wind srtreichelt .Warum geistert mir das alles durch den Kopf mal stärker mal weniger stark... Warum versuche ich dich verzweifelt zu erreichen, obwohl ich dich doch eigentlich nur vergessen will?

Ich habe so sehr versucht mir klar zu machen, das es vorbei ist, das es keine Perspektive für mich ist, aber ich spüre dich in jeder Faser meines Körpers. Ich kann dich nicht gehen lassen, es zerreißt meine Seele, wenn ich daran denke. Ich kann nicht ändern wer ich bin.

Aber das ist es, was du nie wolltest! Du freust dich doch immer, wenn ich dir schrieb...

Ich weiß noch, wie du sagtest, dass du Angst vor dem Tag hast, und nicht möchtest

das ich wegen dir mein Leben ändere.Hattest du zu viel Angst? Vor mir?

So tief war ich schon vorherin meiner Welt gefangen, nur Pflichten erfüllen um es anderen recht zu machen, bis man sich in den Fluten des Webs wiederfand. Erinnerungen wieder hochkamen, Bilder durch den Kopf schiessen .Nur für dich wollte ich in mir nach der Frau suchen, die für so lange Zeit verschollen war! Sie ist wieder da, sie schreibt gerade so einen langen Schwachsinnnstext

Bin ich die, die du immer wolltest? Auch wenn es jetzt zu spät ist? Zu spät für uns, ja! Zu spät für mich? Nein!

Ich versuche so sehr, nicht an dich zu denken. Aber wer kann entscheiden was er träumt? Wer entscheidet, wen das Herz gefangen hält und nicht bereit ist jemals wieder los zu lassen??? Du bist der Grund, weshalb ich lebe und mich selbst liebe. Es klingt banal und idiotisch aber meine ganze Kraft und Power und Anstrengungen im neuen Aufgaben und hole ich ganz tief aus mir heraus.

Denn obwohl Du immer bei mir bist, bin ich die ganze Zeit allein…

.

10.12.2012 um 02:00 Uhr

Wenn die Kinder zu Hause ausziehen

Die erste eigene Wohnung.
Irgendwann ist es immer soweit, die Kinder sind erwachsen geworden, sie nehmen sich die erste eigene Wohnung, ziehen von zu Hause aus.

Vieles ändert sich dadurch, es fällt schwer, die Kinder gehen zu lassen und doch muss es sein.

Die erste eigene Wohnung, welch ein Gefühl wenn man dort dann sitzt und sich seine eigenen vier Wände anschaut.
Eine Mischung zwischen ganz toll und stolzsein, aber auch Wehmut über das verlorene Kinderzimmer.
Auf eigenen Füssen zu stehen, ist nicht immer ganz leicht und dennoch auch etwas schönes.

Darüber schrieb ich hier vor 6 Jahren, es war einer meiner ersten Einträge:

Wenn die Töchter selbständig werden*klick*

@angelmagia schrieb damals in einem Kommentar:
"Noch habe ich es vor mir"
Heute lebt @Angelmagia in Wien, hat den Schritt gemacht. Wohnt nicht mehr "zu Hause".

Etlichen, die diesen Schritt auch machten, fiel er mehr oder weniger schwer.
So wie etwa @Muffin, die jetzt in München lebt und dort studiert, aber manchmal doch von der Sehnsucht gepackt wird nach ihrer Heimat, nach den Eltern und nach dem "zu Hause". Sie freut sich schon wahnsinnig auf die Weihnachtsferien, die sie daheim verbringen kann.

Ähnlich geht es wohl @filino, die in einem Kommentar zu meinem Eintrag schrieb:

filino schreibt am 25.08.2008 um 11:56 Uhr:

Dieser Eintrag hier ist zwar schon uralt (ich stöber immer ganz gerne in den Blog-Anfängen rum), aber ich möchte ihn trotzdem kommentieren.
Mir hat's beim lesen Tränen in die Augen getrieben, weil es mich an meinen Auszug erinnert hat. In den ersten Wochen habe ich ständig nach Mängeln in der Wohnung gesucht, damit mein Vater vorbeikommen muss - und er kam auch immer ;-)
Mittlerweile sehen wir uns seltener...telefonieren auch nicht mehr jeden Tag. Aber er ist immer noch meine erste Anlaufstelle, wenn ich Kummer habe und manchmal, wenn es mir schlecht geht, würde ich am liebsten meine sieben Sachen packen und wieder nach Hause ziehen.
Ich glaube nicht, dass man als Vater etwas verliert...es "gehört" einem irgendwie immer noch...es ist nur manchmal nicht mehr so deutlich zu erkennen.

Und ganz, ganz sicher erinnert auch ihr euch alle noch an dieses Gefühl, die erste eigene Wohnung zu haben. Zu Hause auszuziehen.
War es nicht grandios, diesen Schritt zu machen, oder eher beängstigend für euch?

Nur so, wie hier in diesem Viedeo "Jesse" von Stefan Waggershausen und Victor Laslo sollte es wohl nicht sein.

21.09.2012 um 07:56 Uhr

Nie wieder heiraten?

Wenn man liebt, glaubt man es sei für immer.
Doch das Leben spielt manchmal andere Spiele, hat anderes mit uns vor.
Die Partner leben sich auseinander, entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen.
Was dann? Wie soll es weiter gehen?

Lisa schrieb in einem Kommentar dazu:

lisa (Gast)
Ich bin mit einer meiner großen Lieben seit 8 Jahren verheiratet, Kind, Haus, gemeinsame Schulden, gemeinsame Arbeit...
Seit einem Jahr bin ich nun unsterblich in einen Anderen verliebt und es gibt niemanden, dem ich mich mitteilen könnte und keine Hoffnung auf Erfüllung.
Ich liebe meinen Mann trotzdem noch, aber der Schmerz der unerfüllten Lieben droht langsam alle anderen Gefühle zu überschatten.
Teilweise kann ich keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Ich weiß dass wir gut zusammen passen würden, weiß aber nicht mal, ob er meine Gefühle erwidert.
Und ich möchte weder ihn noch meinen Mann verletzen.
Also bleibt mir nur Schweigen.

Rückblickend kann ich sagen, dass ich nie wieder heiraten oder mich sonstwie endgültig an einen Mann binden würde. Ich erlebe gerade die dritte große Liebe in meinem Leben, und dazwischen gab es immer wieder kleinere Verliebtheiten.
Jede der großen Lieben war so gewaltig, dass ich mir sicher war: das hält für immer!
Und ja, die Liebe hält auch für immer!
Nur: die Beziehungen gehen trotzdem irgendwann auseinander, wir wandeln uns mit dem Leben, gehen ein Stück zusammen um dann wieder alleine oder mit jemand Anderem ein Stück gehen zu wollen... eigentlich ist das ganz normal.
Ich wünschte unsere Gesellschaft wäre anders strukturiert... das Besitzdenken und das Endgültige stört die Liebe!
Es tut gut, hier zu erfahren, wie vielen es so geht ...
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21.09.2012 um 07:19 Uhr

Zahlt den Busfahrern angemessene Löhne

Zahlt den Busfahrern endlich angemessene Löhne.,
Möchte man immer wieder sagen.
Täglich befördern sie Millionen von Menschen, tragen die Verantwortung dafür, dass diese heil an ihrem Ziel ankommen.

Steuern Linienbusse durch die Stadt und durch den ländlichen Raum, fahren unsere Kinder mit den Schulbussen zur Schule.
Ohne sie, die Busfahrer. würde vieles nicht funktionieren, und doch, was ist ihr Lohn für diese Mühen?

Ein Gehalt von dem sie kaum ihre Familie anständig ernähren und finanzieren können.

Diese Lohndrückerei und diese unheilvolle Lohnspirale die nach unten führt, muss endlich ein Ende finden.
Denn wohin diese Abwärtsspirale bei den Löhnen führt, hat in einem eindringlichen Kommentar Melian beschrieben:

Melian (Gast)
Mein Mann ist Linienbusfahrer (in Hessen).
10,51 € ist der Stundenlohn.
Seit Jahren schon und wie alle schon bemerkt haben ist eine Besserung nicht in Sicht.
Da wir ein 4 Personen Haushalt sind, kommt man mit diesem Einkommen natürlich nicht aus. Also muß ich stundenmäßig aufstocken.
Ansonsten kann unsere Tochter in diesem Schuljahr nicht einmal die Klassenfahrt mitmachen.
Schlimmer als das Einkommen empfinde ich die Arbeitszeiten oder besser die Pausen.
An manchen Tagen geht er morgens um halb sieben aus dem Haus und kommt um 21.00 Uhr heim.
Und die Lenkzeiten? Kein Problem. Man hat ja dann mal 3 Stunden Pause in dem einen Kaff und dann wieder 45 Min in einem Anderen.
Grotesk, aber eigentlich bin ich alleinerziehend mit Mann.
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