Lyriost – Madentiraden

29.07.2014 um 13:01 Uhr

„F. A. – Verbotenes Verlangen“, Seite 10

von: Lyriost   Stichwörter: Family, Affairs

F. A. – Verbotenes Verlangen“, Seite 10

Chloe fällt das Handy aus der Hand. Das kann schon mal vorkommen, ist meist jedoch nicht so schlimm, denn die Dinger sind heutzutage doch einigermaßen robust, wenn sie nicht gerade in irgendeinen Tümpel fallen.

Aber wehe, wenn man so eine Quasselbox beim Telefonieren im Bett aus den Augen verliert. So geschehen bei Chloe: Es „verschwand auf Nimmerwiedersehen zwischen den zusammengeschobenen Falten“: Wenn man es genau nimmt und ein wenig nachdenkt, dann kann es selbstverständlich keine „zusammengeschobenen Falten“ geben, denn Falten entstehen dort, wo Stoff zusammengeschoben wird; auch dieses Bild ist also genauso purer Quatsch wie die Wendung „auf Nimmerwiedersehen“, denn natürlich ist Chloes Bett kein Klo, und deshalb heißt es im nächsten Satz: „... bis sie es wieder in Händen hielt“. Gemeint ist das „auf Nimmerwiedersehen“ verschwundene Handy.

Was sie hört, das gefällt unserer Hauptperson so gar nicht, „und mit einem Mal fühlte Chloe eine feste Hand, die sich um ihr Herz legte und es so fest quetschte, das sie den imaginären Schmerz körperlich spüren konnte“. Das würde wohl jeder mitkriegen, wenn eine Hand sich ums Herz legt und ordentlich zudrückt, die Frage ist nur: Wie kommt die Hand dort hinein? Unter die Rippen.

Die Antwort: gar nicht. Ist ja nur ein „imaginärer“ Schmerz, also frei erfunden. Ach so. Doch wie kann man solchen Schmerz „körperlich spüren“? Spontan fällt mir jetzt der Phantomschmerz nach Amputation ein, aber im Gegensatz zu dem wurde hier aktuell nichts amputiert, sondern nur gequetscht, so daß ich mich jetzt nicht mit den neurologischen Grundlagen derartiger Schmerzen befassen muß. Alles nur eingebildet, auch das körperliche Spüren. Dem Himmel sei Dank.

Morgen geht’s weiter mit Seite 11 und dem „zukünftigen Stiefvater“.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenginablum schreibt am 29.07.2014 um 13:42 Uhr:Wirklich, erst morgen? Schade. Aber ich will nicht undankbar sein. Ein Lachkrampf pro Tag ist besser als keiner.

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