Lyriost – Madentiraden

13.08.2014 um 08:54 Uhr

„F. A. – Verbotenes Verlangen“, Seite 27

von: Lyriost   Stichwörter: Family, Affairs

F. A. – Verbotenes Verlangen“, Seite 27

Er hat erst zwei Sätze gesagt, natürlich „rau“ und „kratzig“, und schon setzt „ein verräterisches Klopfen in ihrer Mitte ein“ – vielleicht ist dort eine Tür, von der wir bisher noch nichts gehört haben – „und wurde stetig heftiger, lauter. Ihr Körper schrie nach ihm. Lieber Himmel ...“ Also wenn ich das richtig verstehe, klopft einer immer heftiger von innen an eine Tür (nur wer?), und ein anderer, größerer, schreit, ein dritter, noch größerer solle reinkommen, aber nur zum Teil. Habe ich das richtig verstanden?

Nach einigem Durcheinander müht sich Chloe, „den alkoholgeschwängerten Nebel, in dem sich ihr gesunder Menschenverstand verirrt hatte, wieder halbwegs zu klären“. Der Mann lacht (was ich verstehen kann) „heiser“ (was zu „rau“ und „kratzig“ passen soll und was er im Buch noch gefühlte fünfzigmal tun wird). Ja, manchmal ist der „gesunde Menschenverstand“ selbst der Nebel, und da findet man nicht so leicht hinaus. Klären kann man Nebel sowieso nicht, weder den richtigen noch den metaphorischen, vor allem dann nicht, wenn im Nebel ein „gutturaler Laut … sich nun den Weg in die Freiheit bannte [gemeint ist sicher bahnte]“, der vorher „tief in seiner Kehle“ geruht hatte. So funktioniert wohl die Lautbildung unter Einfluß des gesunden Menschenverstandes im Nebel.

Morgen geht’s weiter mit Seite 28 und quietschenden Sohlen.


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