Lyriost – Madentiraden

15.08.2014 um 09:10 Uhr

„F. A. – Verbotenes Verlangen“, Seite 29

von: Lyriost   Stichwörter: Family, Affairs

F. A. – Verbotenes Verlangen“, Seite 29

Sie „besaß“ neben „Jadeaugen“, weichen Händen und feinen Gesichtszügen „Lippen, die alles und nichts versprachen“. Was soll man sich darunter vorstellen? Richtig: alles und nichts. Während Ryan „mit rauer Stimme“ spricht, da seine „Härte pochte“ und „das Biest in seiner Hose brüllend danach verlangte, befreit zu werden“, sind ihre „unglaublich weich aussehenden Lippen [die oberen] süß, voll und so zart, dass selbst die samtigen Blätter einer Rose wie raue Baumrinden dagegen wirken mussten“.

Bei der Verwendung von Tropen, in diesem Fall der Hyperbel, sollte man darauf achten, nicht unmäßig zu übertreiben, obgleich auch die unmäßige Übertreibung der Übertreibung dann ihren Reiz haben kann, wenn sie humoristisch daherkommt, etwa: „Er war so klein, daß seine Fürze den Staub des Weges aufwirbelten, auf dem er ging.“ Von einem lateinamerikanischen Autor – aus dem Gedächtnis zitiert.

Aber Lippen, gegen die samtige Blätter wie Baumrinde wirken, das ist nur abgeschmackt.

Morgen geht’s weiter mit Seite 30 und „Sommersprossen im Licht des Mondes“.


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