Lyriost – Madentiraden

14.04.2012 um 09:27 Uhr

14. April 1912

von: Lyriost   Kategorie: Gedichte

14. April 1912

Im Lärm der Lichter
spuckt der Koloß schwarzes Blut.
Der Wind weht Wahnsinn.
Und weiße Hände greifen
nach tausend kleinen Fähnchen.

Ein Stoß, zwei Schreie
und knisterndes Zerfetzen.
Der Wind übt Halbmast.
Und alle Hände greifen
nach Seilen und Schimären.

Nach Sonne schluchzen
rauhreifverbrannte Rosen.
Kein Wind mehr. Stille.
Erstarrte Hände greifen
ins Leere der Äonen.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenLullaby schreibt am 14.04.2012 um 12:19 Uhr:Das gibt den großen Tumult wieder, der da geherrscht haben muss. Aufwühlend. Gutes Gedicht.

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