Lyriost – Madentiraden

08.03.2005 um 09:21 Uhr

Der sensible Mann

von: Lyriost

Der sensible Mann

Im kleinen Schwänzchen
so wenig graue Zellen
lohnt nicht das Denken.

07.03.2005 um 09:14 Uhr

Vom Glück

von: Lyriost

Vom Glück

Kein noch so schwerer Schicksalsschlag macht uns dauerhaft so sicher unglücklich wie unsere übertriebenen Erwartungen und illusorischen Vorstellungen vom dauerhaften Glück.

06.03.2005 um 21:59 Uhr

Schadenfreude und Grausamkeit

von: Lyriost

Schadenfreude und Grausamkeit

Die Schadenfreude ist die kleine Schwester der Grausamkeit, zahnlos und ohnmächtig. Genau das richtige Ventil für die Guten, Lieben und Netten, um ihrer auch ihnen selbst häufig verborgenen Neigungen Herr zu werden. Sicherlich ein brauchbares Ventil, um Schlimmeres zu verhüten.

05.03.2005 um 14:48 Uhr

Kurze Relativitätstheorie der Angeberei

von: Lyriost

Über Angeberei

Für den Angeber ist der, der nicht angibt, verdächtig und ein Angeber. Das ist auch einer der Hauptgründe dafür, daß der Angeber angibt, denn er möchte vor seinesgleichen auf gar keinen Fall verdächtig wirken und von ihnen als Angeber betrachtet werden.

05.03.2005 um 00:56 Uhr

Rausch und Wahrnehmung

von: Lyriost

Rausch und Wahrnehmung

Der Rausch bringt nicht eine Verbesserung der Qualität der Gedanken, er steigert nur die Intensität ihrer Wahrnehmung, und damit bewirkt er, daß der Mensch sich besser versteht.

03.03.2005 um 13:00 Uhr

Arroganz

von: Lyriost

Arroganz

Arroganz wirkt wie eine Nebelmaschine. Aber nur für den, der diese Haltung in seiner Schwäche nötig zu haben glaubt. Diejenigen, die Objekte einer arroganten Haltung sind, sehen dadurch klarer.

02.03.2005 um 00:49 Uhr

Das kannst du nicht verstehn

von: Lyriost

Gebunden

So viele Welten
und trotzdem keine Bindung
so viele Menschen

und dennoch allein mit mir
und immer allein bei dir.

01.03.2005 um 14:21 Uhr

Ansporn und Zumutung

von: Lyriost

Narren und Helden

Die Narren lauern auf den Furz des Helden.

01.03.2005 um 10:27 Uhr

Über das Schreiben im Internet

von: Lyriost

Über das Schreiben

Nie zuvor konnte jemand seine Gedanken so schnell und so ungefiltert in die Welt setzen wie heute: Stift, Papier,  Schreibmaschine, Textverarbeitungsprogramm, unwillige Verlage mit ihren eigenen Interessen, blinde Lektoren oder auch scharfsichtige – der ganze Wust von divergenten Bestrebungen und Vorurteilen spielt keine Rolle mehr. In medias res. Ein paar Kabel in den richtigen Steckdosen, eine Computertastatur, und die Gedankenflut kann sich in die Welt ergießen. Es braucht nur einen Mausklick, und du kannst dies hier lesen und – wenn du willst – mir und andern deine Meinung dazu sagen. Allerdings braucht es auch nur einen Mausklick, um dies alles wieder verschwinden zu lassen. Ob das ein Vor- oder ein Nachteil ist, muß sich erst noch erweisen.