Auf dem Weg
Auf dem Weg
Asphaltgedrängel
Rohre werfen Staub
Sonnenregen
die Blicke spiegeln Hast
es geht
voran
Asphaltgedrängel
Rohre werfen Staub
Sonnenregen
die Blicke spiegeln Hast
es geht
voran
Die Furcht vorm Apodiktischen
Ein Dr. Steffen Graefe sagte in einem Vortrag mit dem Titel "Hermeneutik und Verstehen" so einiges, was ich nicht verstehe. Unter anderem zitiert er Emile Cioran, einen aphoristischen Philosophen und Schriftsteller:
Der Geschmack an der Einsamkeit erfährt nur in dem überwältigenden Todeswunsch vollkommene Erfüllung, der unseren Widerstand übersteigt.
Graefe: "Durch das Wörtchen nur wird der apodiktische, d.h. totalitäre, Charakter dieses Satzes, der eine bloße Behauptung zum Ausdruck bringt, offenkundig. Cioran stellt die folgende Behauptung auf:
Nur wenn ich vom Wunsch nach dem Tode überwältigt werde, soll mein Bedürfnis nach Einsamkeit vollkommene Erfüllung finden. Das ist eine totalitäre Setzung, die keinen Widerspruch mehr zuläßt."
"Die bloßen Worte mögen wir aus unseren eigenen diffusen Erlebnissen mit unseren eigenen einsamen Seelenzuständen ein Stück weit nachvollziehen können. Ob sie wahr sind oder nicht – und ob sie in jedem Fall gelten müssen – ist allerdings längst noch nicht erwiesen."
"Es gibt ... gewöhnliches Gras -
wenn der Sturm kommt, gibt das Gras nach,
und der Sturm kann ihm keinerlei Schaden zufügen.
... der Sturm wurde besiegt.
...
Der große Baum war sehr logisch,
er versuchte, Widerstand zu leisten, er versuchte, seine Stärke zu zeigen.
Wenn du versuchst, deine Stärke zu zeigen, wirst du besiegt werden.
Alle Hitler, alle Napoleons, alle Alexanders
sind große Bäume, starke Bäume. Sie werden alle besiegt werden.
Lao-tses sind genau wie kleine Pflanzen,
niemand kann sie besiegen, weil sie immer bereit sind, nachzugeben."
Identität
Identität wird realisiert in der Wahrnehmung der Verschiedenheit des Identischen.