Lyriost – Madentiraden

29.02.2008 um 19:23 Uhr

Silikonbrustneid

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken   Stichwörter: Broder

Silikonbrustneid

Liest man den neuesten Artikel des Erbsenzähler-Verächters Henryk Marcin Modest Broder über Verona Feldbusch, "die nichts außer sich selbst zu vermarkten hatte" (sic!), aufmerksam, kann man zu der Auffassung kommen, daß es eine neue männliche Variante des als obsolet geltenden Freudschen Penisneides gibt, deren kompensatorische Umsetzung an dieser Stelle schleichend zum Ausdruck kommt. Ich will das mal Silikonbrustneid nennen.

Broder versucht hier mit geradezu nekrologischer Akribie, der Frau Feldbusch (jetzt Poth) die Luft aus der Brust abzulassen. Und ich frage mich mal wieder, was so viele Intellektuelle an dieser Broderschen Poltergeistlosigkeit finden.

Verona hat fertig

29.02.2008 um 10:09 Uhr

Vulkanisches Wesen

von: Lyriost   Kategorie: Aphorismen

Vulkanisches Wesen

Wenn wir mit dem Goethe der Xenien feststellen, daß wir alle auf Vulkanen schlafen, so bleibt uns nur noch festzustellen, daß wir selbst gewissermaßen die Spitze des Eisbergs sind.

27.02.2008 um 22:56 Uhr

Über Unvergleichlichkeit

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Über Unvergleichlichkeit

Wenn man sich ein wenig in der Wissenschaftstheorie auskennt (man denke nur an Thomas Samuel Kuhn), oder auch nur in der Physik, wird man leicht feststellen können, daß es durchaus Unvergleichlichkeit gibt. Auch in der Mathematik gibt es kommensurable und inkommensurable Werte.

Man kann es sich aber auch einfacher machen: Wer abwechselnd in eine schimmlige, angefaulte Tomate und eine frische reife beißt, wird feststellen, daß die Faulschimmelige auch dann unvergleichlich schlecht schmeckt, wenn man nicht der Meinung ist, daß die frische unvergleichlich gut schmeckt. Etwa wenn man von Hause aus keine Tomaten mag.

Im Alltagssprachgebrauch bedeutet "unvergleichlich" nicht, daß man nicht verglichen hätte, sondern das Wort bezeichnet einen graduellen Unterschied, der durch Vergleich deutlich geworden ist.

Bei Kommentaren ist das genauso: Es gibt, wenn auch selten, unvergleichlich gute und unvergleichlich schlechte: Die schon öfter. Ein Leser mit Urteilsvermögen bemerkt den Unterschied.

Hasso Wedel  

26.02.2008 um 07:34 Uhr

FAZ Reading Room

von: Lyriost   Kategorie: Statements

FAZ Reading Room

Solange es auf derartigen Spielwiesen nicht möglich ist, ohne den Zensorstift auszukommen, halte ich nicht viel davon. Eine wirkliche Debatte kann sich nicht entwickeln, wenn ich einen Beitrag schreibe und dann lange, lange darauf warten muß, daß irgendein Volontär sich erbarmt (oder auch nicht), ihn freizugeben. Es ist so wie Fernschach per Post.

Ich empfinde den Littell-Raum als ein statisches, lebloses Gebilde. Nehmen Sie sich ein Beispiel an ZEIT online. Dort gibt es tatsächlich lebendigen Meinungsaustausch. Und daß dort Regelverletzern durch NACHTRÄGLICHE redaktionelle Eingriffe entgegengetreten wird, empfinde ich nicht als Zensur. Bei der FAZ ist das leider anders, und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß so mancher mißliebige Kommentar der Schere zum Opfer fällt. Auch die Begrenzung auf 1000 Zeichen finde ich problematisch. Oder ist man der Meinung, den sogenannten Experten könne man bei der graphischen Repräsentation ihrer gedanklichen Welt eine Raffung nicht zumuten, dem gemeinen Fußvolk jedoch ohne weiteres?

Grundsätzlich bin ich sehr dafür, wichtige oder wichtig erscheinende Publikationen an solch einem Ort wie dem Reading Room umfassend zu diskutieren, auf ein Scheinforum, das nur dazu dient, das Leseverhalten zu steuern, kann ich allerdings gut verzichten. Expertengestützte Lesartenvorgabe mit ausgewählten Kommentaren ist eine Verhöhnung der Leser.

Daß dieser Kommentar auch nach Tagen ebensowenig akzeptiert und freigeschaltet wurde wie meine wiederholte Frage, wer der Hilter sei, den man mit Stalin vergleicht, paßt bestens ins Bild. Seit über einer Woche sieht man im Reeding Room eine große, breite Überschrift, in der von einem Herrn Hilter (statt Hitler) die Rede ist. Nun frage ich mich: Was kann ich von einer Redaktion erwarten, die noch nicht einmal in der Lage ist, den Namen des Repräsentanten eines Systems richtig zu schreiben, über das sie sich wortreich äußert? Der Name des Redakteurs, Lorenz Jäger, immerhin, scheint richtig geschrieben zu sein.

26.02.2008 um 06:38 Uhr

Krankheit und Symptom

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Krankheit und Symptom

Jede Ideologie, die als alleinseligmachende Repräsentantin der Wahrheit auftritt, ist eine Krankheit wie die Pest. Fanatismus ist nur die dazu passende Beule – ein Symptom dieser Krankheit.

25.02.2008 um 13:53 Uhr

Zufall

von: Lyriost   Kategorie: Aphorismen

Zufall

Zufall nennt man die Maske, die die Notwendigkeit aufsetzt, wenn sie zum Karneval geht.

24.02.2008 um 10:43 Uhr

Mord ist Mord

von: Lyriost

Mord ist Mord

Viele Deutsche tun sich schwer mit ihrem Erbe. Und manche nehmen jede sich bietende Gelegenheit wahr, um die historische Schuld kleinzureden. So auch jetzt wieder anläßlich der Littell-Debatte. Da hört man etwa Mord sei Mord, und deshalb könne es keine Relativierung solcher Taten geben. Doch gerade eine solche Aussage relativiert, indem sie versucht, Ungleiches in einen Topf zu werfen.

Das "Mord gleich Mord" ist das Relativierungsargument? Wäre Mord tatsächlich gleich Mord, dann machte solch ein gerichtliches Instrument wie die "Feststellung der Schwere der Schuld" keinen Sinn. Bei der Relativierung geht es doch gerade darum, daß auch "die anderen" gemordet haben oder morden. Dieser Hinweis dient dazu, die eigenen Verbrechen als habituelles menschliches Verhalten darzustellen und damit weniger schlimm aussehen zu lassen und von der besonderen Schwere der eigenen Schuld abzulenken.

Aber es ist nun mal ein Unterschied zwischen den Verantwortlichen und den Ausführenden eines Systems ausgeklügelter Fließbandmorde und mehr oder weniger affektiven Mördern. Die besondere Schwere der deutschen Schuld läßt sich nicht wegdiskutieren. Man sollte das gar nicht erst versuchen.

23.02.2008 um 19:00 Uhr

Allein auf dem Meer

von: Lyriost   Kategorie: Gedichte

Allein auf dem Meer

Ich habe dich
im Meer gesehn
wie eine Rose blutrot
es war im Traum
die Sterne wehn
der Wind schleicht
über das Boot

22.02.2008 um 10:28 Uhr

Wer ist Hilter

von: Lyriost

Wer ist Hilter?

hilter

 

FAZ

Hilter

22.02.2008 um 10:13 Uhr

Geschichtsschreibung

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Geschichtsschreibung

Die Geschichtsschreibung ist Ausdruck politischer Kultur und gesellschaftlicher Machtverhältnisse, und es ist eine Illusion, daß es in der offiziellen Historiographie so etwas gäbe wie eine lineare Annäherung an die geschichtliche Wahrheit. In Wirklichkeit findet ein ständiges Umschreiben statt und ein Interpretieren von Interpretationen, das letztlich nur noch dazu dient, die Quisquilienverliebtheit einiger weniger zu befriedigen. So wendet man sich vom Beschriebenen ab und verliert sich in Debatten über Beschreibung und Beschreiber. Am Ende dann das Mündungsdelta, wo die Informationen in unterirdische Fußnotenfriedhöfe fließen, zu denen nur noch "ausgewiesene" Fachleute Zugang haben.

Littell  

21.02.2008 um 09:29 Uhr

Innere Beleuchtung

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Innere Beleuchtung

Nur wer nachts hin und wieder unplanmäßig aufwacht, merkt so richtig, daß er schläft. Und daß die vermutete Nachtblindheit durch eine Luzidität der Schattenspiele überstrahlt wird, von der wir im tagesblinden Sonnenglanz nichts ahnen.

21.02.2008 um 00:09 Uhr

Zeigefinger

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Zeigefinger

Das Wichtigste beim Schreiben ist die Länge des Zeigefingers. Jeder ist gut beraten, sich mit den gesellschaftlichen Kodizes vertraut zu machen und notfalls chirurgisch tätig zu werden, denn: Ist der Zeigefinger zu lang, läuft man Gefahr, als Moralapostel belächelt zu werden, ist er jedoch zu kurz, oder zeigt man gar nur schelmisch mit dem Daumen, folgt mit großer Sicherheit der Vorwurf moralischer Indifferenz. Aufs Deuten darf selbst bei größter Eindeutigkeit niemand ganz verzichten, will er sich nicht dem Vorwurf aussetzen, ein moralischer Relativierer oder Schlimmeres zu sein.

20.02.2008 um 22:13 Uhr

Die wenig Wohlgesinnten

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Die wenig Wohlgesinnten

Die Rezensentin der ZEIT, Iris Radisch, ist dem gerade erschienenen Roman "Die Wohlgesinnten"von Jonathan Littell alles andere als wohlgesinnt. Sie führt aus:

Das "Debüt" (das im übrigen keines ist) sei "literarisch mittelmäßig bis dürftig", geringe "sprachliche Ambition", "Wälzer", "Landser-Kitsch", Edelporno, "geschwätzig", "literarische Mängel", "Bibliotheksphantasie" mit "hochkulturellen Ködern" und und und. Kaum ein pejoratives Attribut wird ausgelassen, um das Buch in die Schmuddelecke der Trivialliteratur zu werfen. Komplettverriß. Dummerweise hat der Autor jüdische Wurzeln.

Aber die Literaturkritik unterscheidet normalerweise sorgsam zwischen Autor und Protagonist. Deshalb gehen "Widerwärtigkeiten", "Kitsch" usw.

"... Nicht auf Littells Konto. Das muss man ausdrücklich hervorheben, weil Autor und Figur sich immer wieder zwillingshaft zu vereinen scheinen." Und sofort wird dies gleich wieder zurückgenommen: "Viele Ausführungen Aues kehren in Littells Interviews wieder, und die beiden teilen offenbar zahlreiche Vorstellungen und Lieblingsautoren." Das soll vorkommen. Viele mögen Brahms.

"Das ungelöste Geheimnis ... hat dieser Roman nicht gelöst." Als wären Geheimnisse eine Art Kreuzworträtsel.

"Warum sollen wir dieses Buch eines schlecht schreibenden, von sexuellen Perversionen gebeutelten, einer elitären Rasseideologie und einem antiken Schicksalsglauben ergebenen gebildeten Idioten um Himmels willen dennoch lesen?" (Stillschweigend wird hier erneut die geistige Identität von Autor und Figur mindestens angedeutet.)

Die Antwort ist einfach: um zu sehen, ob dieses Buch – gelesen ohne Enttabuisierungsüberempfindlichkeit, ohne all die voreingenommenen, literaturwissenschaftlich verbrämten Qualitätsnormen und moralischen Vorurteile – uns dem Verstehen näherbringt.

Deshalb habe ich das Buch heute gekauft, und mein erster Eindruck ist ein völlig anderer als der der Rezensentin. Aber ich habe auch noch nicht viel davon gelesen – und vor allem nicht so viele Interviews mit dem Autor verfolgt. Aber das ist gut so. Der Blick ist dadurch ungetrübter. Vielleicht ein Vorteil.

 

Am Anfang steht ein Mißverständnis

20.02.2008 um 00:24 Uhr

Eigene Worte

von: Lyriost   Kategorie: Aphorismen

Eigene Worte

Eigene Worte findet man nicht in fremden Köpfen.

19.02.2008 um 17:38 Uhr

Meinung

von: Lyriost   Kategorie: Aphorismen

Meinung

Das Schädlichste und Überflüssigste bei der Meinungsbildung ist das Endprodukt. 

19.02.2008 um 12:39 Uhr

Stiftungen

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Stiftungen

Beim Wort Stiftung denkt der Unbedarfte an SOS-Kinderdörfer und Bildungsförderung, an Wohltätigkeit und uneigennützes Verhalten. Es gibt unendlich viele Wohltäter, die große Vermögen stiften. Schaut man dann aber genauer hin, etwa bei den über fünfzigtausend Stiftungen in Liechtenstein, dann stellt sich heraus, daß dieser Ort so eine Art Stall für ausländische Sparschweine ist, zu dem im Normalfall nur einer Zugang hat, wenn es ans Schlachten geht: der Stifter selbst.

So etwas nennt man Etikettenschwindel.

 

19.02.2008 um 12:08 Uhr

Gesundes Volksempfinden und gesunder Menschenverstand

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Gesundes Volksempfinden und gesunder Menschenverstand

"Das gesunde Volksempfinden ist die NS-ideologische Interpretation des gesunden Menschenverstandes", lesen wir bei Wikipedia.

Das ist ja nun in vieler Hinsicht grundfalsch. Unabhängig von dem Begriff "gesundes Volksempfinden", der bei den Nazis en vogue war und heute nicht mehr so gern verwendet wird, gibt es natürlich etwas, auf das dieser Begriff rekurriert, denn Begriffe wachsen nicht auf Bäumen, sondern sind Ausdruck eines Verhältnisses des Begriffsschöpfers zu etwas Konkretem oder Abstraktem, dem er eine Bezeichnung gibt. Dieses Etwas ist das, was jeder Begrifflichkeit vorausgeht.

Verkürzt formuliert, wird hier behauptet, das Empfinden sei Interpretation des Verstandes. Nun fühlt jeder unmittelbar, daß es genau umgekehrt ist. Noch bevor irgendein Datenneuron zu flattern beginnt, war da ein Gefühl. Und alles Denken, aller Verstand zapft die Batterie der Gefühle an, bevor etwas Kognitives zu flackern anfängt. Richtig ist: Der gesunde Menschenverstand ist nichts anderes als zum kollektiven Verstand verdichtetes allgemeines Sittlichkeitsgefühl, eine Art Gefühlssubstrat, das sich als Hirnprodukt ausgibt und seine Herkunft aus der natura archetypa verschleiert.

Der gesunde Menschenverstand ist das gesunde Volksempfinden in pulverisierter Form. Ein gutes Konzentrat für den Aufguß jeder Ideologie, die um die archetypischen Bilder, die anthropologischen Tiefenstrukturen des Menschen weiß und diese inneren Bildwelten geschickt appellativ in Schwingung bringt.

Xenophobie ist nur eine von vielen möglichen biologischen Determinanten, die so gezielt zu neuem Leben erweckt werden können, wenn sie nicht ohnehin gleichsam autosuggestiv virulent sind.

Und es braucht viel skeptischen Verstand, um den schlimmsten Formen des gesunden Menschenverstands zu widerstehen und ihnen die pathologischen Züge attestieren zu können, die sie leider nicht immer für alle sichtbar auszeichnen.

18.02.2008 um 13:48 Uhr

Vorbild

von: Lyriost

Vorbild

Allenthalben ist nun wieder zu hören, so wie sich manche Besserverdienende zur Zeit verhielten, könne die wirtschaftliche Elite ihre Vorbildfunktion nicht glaubhaft machen. "Jedem, der eine Führungsposition innehat, kommt eine Vorbildfunktion zu ..." Das sagte ein gewisser Herr Ackermann (Jahreseinkommen bei 13 Millionen Euro).

Ganz abgesehen davon, daß es für eine Gesellschaft sicher besser ist, sich Vorbilder woanders zu suchen als bei denen, die die Bedeutung des Geldes maßlos überbewerten – nicht bei Raffke und Co., sondern bei Menschen wie dem Dalai Lama, bei einigen Philosophen, manchen Schriftstellern, bei ehrlichen Wohltätern, bei Menschen mit Augenmaß –, sollten die auf den unteren Stufen der Wohlstandstreppe solche Vorbildsprüche mal ernst nehmen und ihren gerechten Anteil am kräftigen Anstieg der Produktivität einfordern.

Nur gut, daß uns bei aller Der-Markt-wird's-schon-richten-Euphorie und der zunehmenden Individualisierung der Erwerbstätigkeit die guten alten Gewerkschaften nicht abhanden gekommen sind.

18.02.2008 um 09:28 Uhr

Erdmann – Szenische Monodialoge 6

von: Lyriost

Erdmann – Szenische Monodialoge 6

ERDMANN verknittert, verläßt das Schlafzimmer, geht zum PC und startet ihn, dann begibt er sich ins Bad.

Du da im Spiegel
bist du's wirklich?
Spieglein Spieglein
an der Wand
jaja geschenkt
zähl selber deine
grauen Haare
und denk mal langsam
an die Alterssicherung
ein Konto in Liechtenstein
hast du ja nicht.

Nee, das bekommt man
doch erst ab fünfzig
ich meine fünfzigtausend
Pensionsanspruch im Monat.
In zehn Jahren krieg ich
die auch zusammen.
Ja wir Kinder der Neidkultur.
Hat einer mal ein klein
bißchen mehr
gleich mißgünstiges
Geraunze statt selber
Leistungsträger werden
aber wenn es dir
zu mühsam ist
die Leistung der andern
schwitzend wegzutragen
dann mußt du
dich bescheiden.

Du weiß ja
noch nicht mal
wo Liechtenstein liegt
dieses mächtige Land
dem keiner was anhaben kann
wo Finanzterrorismus
straffrei ist.

Im Fernsehen nannte
das einer Steuerschummelei*
was da jetzt rausgekommen ist
was heißt rausgekommen
als wenn nicht jeder
das längst wußte
also was da jetzt
ans Licht gezerrt wird
hat wohl noch einer
ein Hühnchen zu rupfen
mit dem Herrn
von der Post.

Apropos Post
hast du nicht erst
letztens zehn Briefmarken
die du privat geklebt hast
als Geschäftsunkosten
deklariert und abgesetzt
na und
das ist Steuerbetrug
mein Lieber
wenn das rauskommt!

Du bist jetzt gewarnt
wenn sie sogar
die Großen kriegen
die sind jetzt auch gewarnt
war wahrscheinlich
der Sinn der Übung
die Aktenvernichter
sollen ausverkauft sein
hört man.

Verläßt das Bad, hört ein Summen
Diese blöde Kiste.
Hat sich beim Runterfahren
gestern abend wieder aufgehängt
die ganze Nacht gelaufen
bei den Strompreisen
oder hab ich Trottel im Vorschlaf
nur wieder vergessen
das Ding auszuschalten?
Setzt sich kopfschüttelnd
an seinen Arbeitsplatz.

 

* Von FDP-Seite war auch das Wort "Verwerfungen" zu hören.

17.02.2008 um 16:56 Uhr

Mit Keulen fechten

von: Lyriost   Kategorie: Aphorismen

Mit Keulen fechten

Mit Keulen fechten die groben Gesellen, die den Degen ebensowenig kontrollieren können wie ihren Darminhalt.