Lyriost – Madentiraden

20.09.2008 um 10:57 Uhr

Vorübergehend

von: Lyriost   Kategorie: Sonstiges

Vorübergehend bin ich mal wieder hier zu finden:

www.storkus.de

18.09.2008 um 12:13 Uhr

Schein-Werfer

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Schein-Werfer

Wenn wir einen Gegenstand genauer betrachten, um herauszufinden, ob er so ist, wie er scheint, erzeugen wir mit unseren Scheinwerfern gerade den Schein, der verhindert, den Gegenstand so zu sehen, wie er ist. 

17.09.2008 um 10:04 Uhr

Den andern verstehen

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Den andern verstehen

Hinter dem Wunsch, den andern zu verstehen, steckt häufig die Absicht, uns selbst mißzuverstehen und uns über unsere Tendenz zur Selbststilisierung hinwegzutäuschen. In Wirklichkeit suchen wir im andern nicht den andern, sondern uns selbst.

Wer sich selbst nicht ohne Selbsttäuschung zu verstehen versucht, versucht auch nicht, den andern zu verstehen.

12.09.2008 um 13:53 Uhr

Aletheiische Dialektik

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Aletheiische Dialektik

Lebend im Zeitalter destruierter Wahrheiten, müssen wir lernen, Lügen aufzudecken, ohne die Wahrheit zu sagen. Selbst dann, wenn wir glauben, sie zu kennen. Wenn wir Aletheia suspendiert haben, ist unser Dispens gleichbedeutend mit ihrem.

12.09.2008 um 12:52 Uhr

Die Tücken der Agonalität

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Die Tücken der Agonalität

Man sollte meinen, jede gelungene Selbstreflexion decke den verborgenen agonalen Charakter des eigenen kulturellen Denkens und Handelns auf und wäre das Einfallstor für intellektuelle Gelassenheit und eine bescheidenere Sicht. Da jedoch das Agonale archetypisch tief im Menschen verwurzelt ist, wird der Reflektierende alsbald versuchen, jeden andern in der Tiefe der Reflexion über das Phänomen der Agonalität zu übertreffen. Die eigenen Erleuchtungen sollen heller strahlen als die der andern, und wenn wir uns mit anderen Reflektierenden auf der dritten Stufe der Metaebenen befinden, halten wir doch heimlich Ausschau nach einer vierten, um die andern zu übertreffen: das Agens (sic!) jeder kulturellen und intellektuellen Entwicklung.

Vielleicht ist das auch der wahre Sinn von Goethes letzten Worten: "Mehr Licht!"

12.09.2008 um 11:24 Uhr

Ontologische Ironie

von: Lyriost   Kategorie: Aphorismen

Ontologische Ironie

Das Paradoxe am Leben ist, daß es im Menschen die Voraussetzung schafft, den Gedanken an eine Freiheit des Seins zu entwickeln, die dem Leben nicht innewohnt, ja, die es beständig durch ironische Kommentare des eigenen Körpers und die Lebensäußerungen der anderen ins Lächerliche zieht.

09.09.2008 um 11:18 Uhr

"Schwarze Milch der Frühe"

von: Lyriost

"Schwarze Milch der Frühe"

Die angeblich paradoxe "schwarze Milch der Frühe" in Celans "Todesfuge", über die so viel gestritten wurde in der Literaturwissenschaft, verliert sehr leicht einen Großteil ihres oxymorotischen Charakters, wenn man bedenkt, daß Hippokrates empfahl, bei schweren Krankheiten die Milch schwarzer Kühe zu trinken.

Todesfuge

08.09.2008 um 16:18 Uhr

Der Bruder Leidenschaft

von: Lyriost

Der Bruder Leidenschaft

In einem Buch über die Farben von Klausbernd Vollmar las ich, geistige und physische Leidenschaften seien "zwar feindliche, aber doch eng verbundene Brüder". Brüder. Der Autor ist, wie man vermuten darf, kein passionierter Sprachliebhaber.

08.09.2008 um 07:10 Uhr

Auf dem Wasser wandeln

von: Lyriost

Auf dem Wasser wandeln

Man sollte sich nicht allzusehr beeindrucken lassen von Leuten, die auf dem Wasser wandeln. Ihre Aktionen sehen spektakulär aus, aber hinter ihnen steckt nicht viel mehr als Wasserscheu und die Unfähigkeit zu schwimmen.

03.09.2008 um 12:32 Uhr

Ach wenn das Herz ganz ist ...

von: Lyriost   Kategorie: Sonstiges

... wunderbare Musik