Lyriost – Madentiraden

30.01.2015 um 20:55 Uhr

Kulturbeutel

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Kulturbeutel
 
Wenn ich, leider allzu häufig, in einem Roman wiederholt den Ausdruck „Kulturbeutel“ lese – und zwar ganz unironisch gebraucht und auch nicht eine Figur charakterisierend –, statt von Necessaire, Waschbeutel, Waschtasche oder dergleichen zu sprechen, dann weiß ich, dieser Autor ist nicht ernst zu nehmen, es fehlt ihm am Nötigsten, was ein Schriftsteller haben muß: Abstand, semantisches Reflexionsvermögen, kurz Eigenständigkeit.       

25.01.2015 um 22:32 Uhr

Denkgefühl

von: Lyriost

Denkgefühl

Zum Glück kann man sein Denken nicht fühlen. Wäre das Denken ein Sinn, das gäbe bei den meisten unerträgliche Schmerzen. Nicht nur im Kopf.

25.01.2015 um 20:17 Uhr

Aufmarsch

von: Lyriost

Aufmarsch

Wahnendes Mahnen
hinterm Schädelholz
fliegende Fahnen
Straßen flackern
fahle Farben
falsche Blicke
dummer Stolz

24.01.2015 um 14:23 Uhr

Ohne

von: Lyriost

18.01.2015 um 10:26 Uhr

... dann schlag ich ...

von: Lyriost

... dann schlag ich ...

Machen wir uns doch nichts vor: Natürlich ist der Islam gewalttätig, und zwar von Gesellschaft zu Gesellschaft verschieden, von Gruppe zu Gruppe, und im einen Jahrhundert mehr und im anderen weniger. Genau wie das Christentum auch. Und die anderen Religionen, besonders die monotheistischen, und alle Ideologien, bei denen klar ist, daß es eine Wahrheit gibt und man selbst diese Wahrheit ganz genau kennt. Gleiche Brüder, gleiche Kappen. Und willst du nicht mein Bruder sein ...

13.01.2015 um 10:54 Uhr

Selbstkarikatur

von: Lyriost   Kategorie: Gedichte

 
 
Selbstkarikatur

Arabischer Schnee
getürmt zu Schneekamelen
zu Männern gerollt

mit Nasen gar den roten
ist mancherorts verboten



Fatwa

 

 

12.01.2015 um 23:36 Uhr

Tirade 210 – Psychopathendämmerung

von: Lyriost

11.01.2015 um 16:31 Uhr

für zartgewebt

von: Lyriost

für zartgewebt

 

@bigblueboo

 

11.01.2015 um 13:42 Uhr

Was sind die Dinge?

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Was sind die Dinge?

Sind nicht die Dinge tatsächlich nichts weiter als die Essenz eines Konglomerats unterschiedlich strukturierter Wahrnehmungen und Wahrnehmungsstörungen? 

09.01.2015 um 21:41 Uhr

Stabenwandern

von: Lyriost

Stabenwandern  
Auch große Staben
wandern gerne 
wenn auch nicht immer
in die Ferne
und manchmal
wird aus Stoffelmoffel
ganz heimlich dann ein
Doppelstoffel
 
Rechtschreibung
  BLOED

08.01.2015 um 10:48 Uhr

Jazenjuk fordert

von: Lyriost

Jazenjuk fordert

Jazenjuk fordert neue Milliarden. Mit welchem Recht? frage ich mich und denke mir, auch ich könnte mal losziehen und dies und jenes fordern von der Bundesregierung, und als deutschem Staatsbürger stünde es mir wohl eher zu als irgendeinem hergelaufenen, letztlich durch einen Putsch an die Macht gekommenen Merkwürden. Wenn sie in der Ukraine unbedingt einen Bürgerkrieg führen wollen, dann sollen sie sich die dafür nötigen Milliarden bei ihren eigenen Milliardären holen – oder in Washington. Aber nicht bei uns.

n-tv

FAZ 

Am Rande 

Hintergrund 

 

 

07.01.2015 um 18:05 Uhr

Tirade 209 – Das elfte Gebot

von: Lyriost

Tirade 209 – Das elfte Gebot

Humorfreier Wahn
sollte unter Strafe stehn
ernstes Betgesicht

Unter Strafe sollte stehn
ohne Lächeln zu beten

06.01.2015 um 19:29 Uhr

Persönlich

von: Lyriost

Persönlich

Das Wort „persönlich“ sollte man mit Bedacht benutzen – oder besser gar nicht. Gut, wenn jemand persönlich vorbeikommt, statt mich einfach nur anzurufen, mich anzusimsen oder zu whatsappen, das geht in Ordnung. Aber nicht: Ich persönlich mag nicht gern laufen. Oder gar: Er persönlich beißt nicht. Gemeint ist der Hund. Eben im Radio wurde der Mißbrauch auf die Spitze getrieben. In einem Beitrag im WDR über Staatsverschuldung in Europa meinte einer, die Staaten hätten unterschiedliche, „sehr persönliche“ Probleme. Im Ernst.  

06.01.2015 um 13:16 Uhr

Besser sprachlos

von: Lyriost

Besser sprachlos
 
Der böse Fallensteller Sprache: „… musste sich der 25-Jährige einer Notoperation unterziehen, um seine schweren Verletzungen zu stabilisieren.“ Bei t-online zu lesen. Erst einmal sollte wohl der Verletzte stabilisiert werden – und nicht die Verletzungen. Zum zweiten ist es doch so, daß nicht, wie hier grammatikalisch suggeriert, das Sich-Unterziehen des Verletzten dessen Stabilisierung zur Folge hat, sondern die Operation ist die Ursache der Stabilisierung. Manchmal macht mich das gedankenlose Schreiben in Zeitungen und Blogs beinahe sprachlos. Aber besser sprachlos als gedankenlos. 

06.01.2015 um 11:51 Uhr

Wenn's ums Essen geht

von: Lyriost

Wenn's ums Essen geht

Die „FAZ“ beim Thema TTIP über regionale Lebensmittel: „Sie werden meist von einer bewussten Slow-Food-Klientel gekauft, die ohnehin nicht so gern Hamburger ist.“ Das erinnert an den Witz mit dem Gast, der den Ober fragt: „Can I become a beefsteak“, und der Ober antwortet: „I hope not, sir.“

FAZ

 

06.01.2015 um 11:15 Uhr

Selbstporträt-1

von: Lyriost

Porträt

04.01.2015 um 18:53 Uhr

Abend im neuen Jahr

von: Lyriost

Abend im neuen Jahr

Der Regen grau wie wir ihn kennen
der Schnee so leis wie letztes Jahr
die Dinge so wie wir sie nennen
im Dunkel lauert nach wie vor Gefahr

die Menschen reden weiter wie Idioten
und mancher Mund spuckt nichts als Dreck
die Amseln tun als wäre Fliegen jetzt verboten
und hüpfen mühevoll von Fleck zu Fleck

am Horizont verdecken Wolken
den Rand der neuen alten Welt
und in den Küchen klappern Teller

die Nacht ist nah das Licht wird heller 
die letzte Kuh wird stromgemolken
das Essen dampft als hätten wir's bestellt

03.01.2015 um 15:13 Uhr

Zeitungsdenken

von: Lyriost

Zeitungsdenken

„Der Drei-Schluchten-Staudamm in China hat nach eigenen Angaben den Spitzenplatz bei der weltweiten Produktion von Wasserkraft eingenommen ...“ Man sieht: Trotz guter Vorsätze der Journalisten wird bei der Formulierung von Texten also auch im neuen Jahr nicht richtig nachgedacht. „Produktion von Wasserkraft“ statt von Strom – mit Wasserkraft.

Am Ende des Artikels heißt es dann noch: „… seine volle Kapazität hat die Anlage seit 2012.“ Der Zeitung ist das „Frankfurter Allgemein“.

FAZ

 

02.01.2015 um 19:07 Uhr

ello

von: Lyriost

ello

Wenn es bei Blogigo mal wieder hakt, dann findet man mich hier: ello

 

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01.01.2015 um 23:59 Uhr

Gesundheit

von: Lyriost

Gesundheit

Alle Welt wünscht sich und einander Gesundheit, ein "gesundes neues Jahr". Für das neue Jahr habe ich mir deshalb vorgenommen, nur dann zum Arzt zu gehen, wenn ich sicher bin, ganz gesund zu sein.