Lyriost – Madentiraden

06.01.2006 um 09:17 Uhr

Ars dialectica interna

von: Lyriost

Ars dialectica interna

Hinter den Hornhäuten
graben im eigenen Sumpf
kein Spatenschaben
zu weich
wie die Hände
wie die Hoffnung
mumifiziert
im inneren Moor
zäh wie Leder

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenjuerg1940 schreibt am 06.01.2006 um 10:01 Uhr:was ist ein inneres Moor?

    Und Spatenschaben?



    Servus



    Jürgen
  2. zitierenLyriost schreibt am 06.01.2006 um 10:12 Uhr:Erst einmal sind das metaphorische Anregungen. Aber schließ mal versuchsweise die Augen, und stopfe die Ohren zu, vielleicht hörst und siehst du es dann, vielleicht aber auch nicht. Möglicherweise mußt du zum Verständnis erst einen metaphorischen Sinn in dein System implementieren.
  3. zitierenjuerg1940 schreibt am 06.01.2006 um 10:17 Uhr:Verzeih, wie kann ich das implementieren?



    Ich glaub nämlich, dass Methamorphose schon zu meinem Naturell gehört, man es aber kaum \"lernen\" kann.



  4. zitierenLyriost schreibt am 06.01.2006 um 10:33 Uhr:Metamorphose hat ja nun kaum etwas mit Metaphern zu tun, außer daß das Wort als Metapher benutzt werden kann. Dein Naturell: Bist du eine Raupe? Lernen kann man so ziemlich alles, wenn man es will. Aber wer will schon alles lernen? Gedichten jedenfalls sollten keine Gebrauchsanleitungen beiliegen, und sie sind auch keine, auch wenn sie mit Gebrauchsanleitungen oft eines gemein haben: den Mangel an unmittelbarer intellektualistischer Verständlichkeit. Zumindest bei Gedichten ist dieser Mangel jedoch häufig produktiv, weil er das Denken anregen kann, sich außerhalb der gewohnten Bahnen einen Weg zu suchen.

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