Lyriost – Madentiraden

26.04.2008 um 08:43 Uhr

Beziehung und Unabhängigkeit

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Beziehung und Unabhängigkeit

Das übersteigerte Bestreben nach möglichst vollständiger Unabhängigkeit hat zwar utopischen Charakter, denn der Gedanke, eine solche Unabhängigkeit des einzelnen sei auch nur annähernd machbar, ist eine der vielen Illusionen unserer illusionsgesättigten Gesellschaft, aber dieser weitverbreitete Wunsch höhlt viele Beziehungen zwischen den Menschen aus. Wer niemand anderen mehr zu brauchen glaubt und auch selbst nicht gebraucht werden will, der betrachtet die Beziehungen zu anderen Menschen mehr und mehr als eine Art Dienstleistungs-Konsumartikel. Ebenso wie man ins Kino gehen kann, aber nicht muß, nimmt man eine temporäre Beziehung auf – oder auch nicht. Kommen und Gehen nach Gusto und Belieben. Alles in eigener Verantwortung, aber nur noch für sich selbst. 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZwischenweltler schreibt am 27.04.2008 um 20:49 Uhr:Du bist wieder recht produktiv in letzter Zeit - gemessen an dem, was man hier von Dir lesen kann -, aber was ich da gerade an Ausführungen über die Verwahrlosung unserer Beziehungskultur vorfinde, ist das Treffendste seit langem. Ich mache mir häufig Gedanken, woher wohl die zunehmende Beziehungsunfähigkeit in unserer Gesellschaft kommt, und ich glaube wie Du, daß es dieses aufgesetzte Unabhängigkeitsgehabe ist. Nähe zu genießen und sich dazu zu bekennen, daß man emotional an seinem Partner klebt und somit in gewisser Weise auch von ihm abhängig ist, scheint völlig aus der Mode gekommen zu sein.
    Armes Volk...
  2. zitierenShadowfax schreibt am 28.04.2008 um 17:35 Uhr:Habe ich da einen Gedanken angeregt?
    Ja auch ich verurteile das Konsumdenken bei Beziehungsfragen. Vor allem im Internet trifft man auf so manche konsumenten die mal eben im schnelldurchlauf...kennenlernen, verlieben, treffen, ausprobieren, passt nicht, abgelegt, und weiter gehts..man hat ja mehr kontakte..man ist ja nicht mehr auf einen angewiesen und der ganze vorgang dauert auch nicht mehr wochen gar monate wie noch vor ein paar jahren

    aber das ich das nicht mit meinem beitrag sagen wollte...ich glaube das hast du erkannt oder????
  3. zitierenUnbreakable schreibt am 19.12.2009 um 23:26 Uhr:Das übersteigerte Bestreben nach möglichst vollständiger Zweisamkeit höhlt viele Beziehungen zwischen den Menschen aus; und ist ebenso eine Illusion - nicht nur staatlich, sondern auch moralisch gefördert/-fordert - wie die Illusion einer vollständigen Unabhängigkeit.
  4. zitierenLyriost schreibt am 20.12.2009 um 09:23 Uhr:Unbreakable, in meinem Beitrag steht nichts von Zweierbeziehung, von Zweisamkeit, denn das übersteigerte Bestreben nach Unabhängigkeit funktioniert in der Zweisamkeit genausogut. Dann wähnt man sich eben zu zweit in Unabhängigkeit. Beziehung ist mehr als Zweierbeziehung.
  5. zitierenUnbreakable schreibt am 20.12.2009 um 11:11 Uhr:Lyriost, selbstverständlich habe ich in deinem - bemerkenswerten - Beitrag nichts von Zweierbeziehung gelesen. Ich finde aber, dass die Kommentare zum Beitrag denselben auf die Zweierbeziehung reduzieren - das hast mich ein bisserl geärgert. Hm. ;-)
  6. zitierenLyriost schreibt am 20.12.2009 um 13:17 Uhr:Ja, das Ärgern und Sichärgern ist gut, weil produktiv. Solange man dabei gelassen bleibt. ;-)
  7. zitierenUnbreakable schreibt am 20.12.2009 um 19:14 Uhr:Ja ja ;-)
  8. zitierenWilkening, Günter schreibt am 11.07.2013 um 11:45 Uhr:Bitte um Gratiseintrag (Ratschlag).:

    Wie wichtig es doch ist, dass zwei Menschen in einer
    Beziehung/Partnerschaft folgende Regeln bzw. Grundsätze
    Unbedingt einhalten und beherzigen.:

    1.) Jeden Tag sollte man kreativ und positiv gestalten sowie
    neugierig sein und gemeinsam viel neuer aus probieren,
    denn Langeweile ist nicht gut für die gemeinsame Zeit und
    die Liebe.

    2.)Die Freiheit sollte man immer bewahren, denn beide
    Partner müssen und sollten sich immer frei entfalten
    Sowie können sich ruhig mal ein paar getrennt
    voneinander verbringen und allein sein, denn es
    es tut immer gut sich nacheinander zu sehnen.

    3.) Zeit füreinander investieren, denn wenn keine Zeit
    für gemeinsame Gespräche und Unternehmungen
    vorhanden und möglich ist, dann bedeutet es, dass die
    Beziehung/Partnerschaft nicht von Bestand ist.

    4.) Verschiedene Interessen pflegen, denn Sie müssen
    nicht unbedingt dasselbe Hobby oder den identischen
    Freundeskreis haben, denn unterschiedliche Erfahrungen
    Bereichern die Beziehung/Partnerschaft sowie die Liebe.

    5.) Sehr wichtig ist auch der Austausch von Zärtlichkeiten,
    Gefühlen, Streicheleinheiten usw., denn das und vieles
    ist die Grundlage der Liebe/Zweisamkeit, was zwei bewegt
    um gemeinsam füreinander immer da zu sein sowie der
    Nektar des Lebens.

    Bitte um Kenntnisnahme und Beachtung.


    Gruß

    Günter Wilkening

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