Lyriost – Madentiraden

15.03.2009 um 10:07 Uhr

Das Alphabet der Gefühle

von: Lyriost   Kategorie: Gedichte

Das Alphabet der Gefühle

Zertretene Schuhe sprechen
von der Schuld des Wandernden
warum ging er auf Stein
nicht auf Gras
war nicht auf Rosen gebettet
der Fuß

warum trat der
der trat
nicht heraus
aus der Reihe

weshalb kann nicht spüren
wer nicht lesen kann
die Gefühle

wieso kann nicht hören
wer nicht spüren kann
die Gedanken

und

wer ist schuld an
der Schuld
und der Scham
ohne Reue

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenRoth schreibt am 15.03.2009 um 12:36 Uhr:...schön...
  2. zitierenzartgewebt schreibt am 15.03.2009 um 14:18 Uhr:Mich rühren deine Zeilen sehr an Lyriost.
    Sie bewegen etwas ganz tief in mir,
    bringen Angestautes zum Fließen …
  3. zitierenEmilia schreibt am 15.03.2009 um 14:33 Uhr:Wer das Nahe nicht sieht und schätzt
    ist der schönen Aussicht selbst ein Blinder.
    Herrliches Gefühl und heili'ger Sinn sind ein Band
    daß uns eint und auch ein Maß des Schönen im Denken

    Ich liebe deine Worte, Hajo

    innigst deine Emilia
  4. zitierenLyriost schreibt am 15.03.2009 um 17:53 Uhr:Sie ist nicht leer
    die Stadt
    im trüben Morgen
    die Menschen
    atmen still
    im Schatten
    müder Wolken
    Und weiße
    Raben schwarzgefärbt
    umkreisen laut die
    dunklen Türme
    wie Kriegerscharen wild und
    stolzgeschwellt

    doch drohn sie nur
    sie töten nicht
    nicht selbst
    sie sprechen nur
    Verheißung
  5. zitierenEmilia schreibt am 15.03.2009 um 18:41 Uhr:Wo wäre es würdiger, als bei dir?

    Nicht Verheißung nur lautes Rufen
    zum Mahl der kahlen Opfer
    ziehen kreisend über deines Hauptes Sonn'
    die stumme Legion und breiten ihre Schirme

    Sehr schön, Hajo, deine Webschnur...
    Liebe Grüße
    Deine Emilia
  6. zitierenLaß uns gemeinsam weben schreibt am 15.03.2009 um 20:20 Uhr:lyriost - du Wort und sanfte Flut der Gedanken du reicher Hort du Liebesglut

    wir mischen unser einig' Blut mit der kalten Nacht und gebären frohe Kinder spielend im Gipfel dem Stahle der Zeit

    Emilia
  7. zitierenNr. 5 betreffend schreibt am 15.03.2009 um 20:28 Uhr:zieht kreisend ... müßte es freilich heißen

    nicht böse sein, Hajo.

    Ich übe noch
    Emilia
  8. zitierenLyriost schreibt am 15.03.2009 um 20:48 Uhr:Senora Silavon, seien Sie herzlich gegrüßt. Ich freue mich sehr. Mögen wir die Landschaft unter den Wolken ein wenig vergessen und die frische Luft im Schatten der Bergspitzen genießen.
  9. zitierenIn Deiner Begleitung schreibt am 15.03.2009 um 21:13 Uhr:fühl' ich, wer ich sein möchte - und hier ein trefflich' Exerzitium dazu.

    Hoher Gemahl des Wortes, ich will ganz in Dir sein. Führe mich in deine Schritte und baue, weise und zerreiße in deines Geistes Hand, was dir gefällt als nötig ist zu tun.

    Deine Emilia
  10. zitierenLyriost schreibt am 15.03.2009 um 21:37 Uhr:Emilia, nicht möcht ich vergessen
    zu danken für freundliche Gaben
    die Worte, die du einst besessen
    hab Dank für den Morgen, die Raben
  11. zitierenEmilia schreibt am 15.03.2009 um 22:15 Uhr:Ehrwürdiger, rein ist dein Sinn.
    Nie hab' ich verstoßen dein Licht.
    Raben schweben über'm Revier
    Du gibst mir deine Wärme - ich bin
    dein Schatz, wenn auch verborgen,
    umfange mit meinen Armen deine Sorgen
  12. zitierenEmilia schreibt am 16.03.2009 um 20:14 Uhr:Hajo, verzeihen Sie mir.
  13. zitierenLyriost schreibt am 16.03.2009 um 22:31 Uhr:7+7 Mal wollt ich verzeihen
    wenn ich nur wüßte was
    den Schuldigen befreien
    und geben Schulderlaß
  14. zitierenEmilia schreibt am 16.03.2009 um 22:42 Uhr:Das ist meinem Herzen genug. Leben Sie wohl, Lyriost.
    Ich wünsche dir und mir Frieden.

    Stammi bene, Hajo

    Emilia
  15. zitierenEmilia schreibt am 17.03.2009 um 00:09 Uhr:Verachte mich nicht, Lyriost, und wegen dieses Nachrufens, das ich aus dem Geborgenen stahl: Ich liebe Deine Kunst.

    Emilia

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