Lyriost – Madentiraden

09.11.2009 um 09:05 Uhr

Der Teufel und das Weihwasser

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Der Teufel und das Weihwasser

Jeder weiß: Der Teufel meidet das Weihwasser. Doch warum tut er das? Kleriker führen die Zurückhaltung Luzifers auf die Kraft ihrer Lehre zurück. In Wirklichkeit jedoch hat auch der Leibhaftige einen Internetanschluß und weiß, daß sich im Weihwasser trotz oftmals sogar jährlichem Wechsel allerlei Bakterien und garstige Geißeltierchen tummeln.

Hintergrund

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenGretchen schreibt am 09.11.2009 um 11:11 Uhr:Guten Morgen, Lyriost.
    Strindberg schreibt in seinem "Inferno" Lucifer die gute Rolle zu und "Gott" (im Unterschied zum "Der Ewige") die böse. Im ersten Akt gleich zu Beginn beschreibt er Lucifer mit folgenden Worten: "Lucifer ist jung und schön, hat etwas von Prometheus, Apollo, Christus; die Farbe des Gesichts ist weiss, leuchtend, die Augen blitzen, die Zähne glänzen; hat einen Heiligenschein über dem Kopf."
    Im Dialog mit "Gott" läßt Strindberg Lucifer folgendes über ihn ("Gott") sagen: "Du wirst siegen, weil du strak bist wie das Böse! Für die Menschen wirst du Gott sein, Du, der Verleumder, der Satan!"
    Im Vergleich zu Milton blickt Strindberg gnädig auf "Lucifer", ja, er ist in seinen Augen fast so etwas wie ein tragischer Held, welcher in intrigante Machenschaften dieses obskuren "Gottes" gerät und schließlich gestürzt wird. ..

    Mit lieben Grüßen
    Gretchen
  2. zitierenGretchen schreibt am 09.11.2009 um 11:14 Uhr:sorry, "stark"
  3. zitierenLyriost schreibt am 09.11.2009 um 11:36 Uhr:Beachtenswert ist auch die Umdeutung der Paradiesszene bei Strindberg: Aus Verlust wird Gewinn.

    Liebe Grüße
    Ly

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