Dornen im Bukett
Dornen im Bukett
Sosehr wir uns selbst auch lieben mögen, so argwöhnen wir doch im tiefsten Herzen, diese Liebe sei ein wenig übertrieben oder gar kindischer Narzißmus und unsere Mitmenschen könnten geneigt sein, derartige Übertreibungen zu belächeln. Das ist die dornige Blume im bunten Strauß unserer Eitelkeiten, die wir durch immer neue florale Überflechtungen vor den andern zu verbergen trachten.
Sosehr wir uns selbst auch lieben mögen, so argwöhnen wir doch im tiefsten Herzen, diese Liebe sei ein wenig übertrieben oder gar kindischer Narzißmus und unsere Mitmenschen könnten geneigt sein, derartige Übertreibungen zu belächeln. Das ist die dornige Blume im bunten Strauß unserer Eitelkeiten, die wir durch immer neue florale Überflechtungen vor den andern zu verbergen trachten.



der brennende wunsch geliebt zu werden ist fatal. und er gründet keinesfalls auf liebe zu sich selbst.
wie ist es erstmal mit dem wunsch überhaupt lieben zu können?
~~~
Auch wenn sie verborgen scheint, wer eine feine Nase besitzt,
dem wird der Duft dieser dornigen Blume nicht entgehen,
er wird sie orten können.
Der Wunsch nach Liebe ist elementar und jenseits jeder Moral, der Wunsch, lieben zu können, ein Reflex auf moralische Konventionen. Jenseits gesellschaftlich-moralischer Sozialisation, in ihrer naturgegebenen Disposition sind die Menschen Nehmende, nicht Gebende.
auweiha.
ich bin ernsthaft entsetzt und widerspreche nachdrücklich.
Inwiefern siehst du den Wunsch, lieben zu können, in der Natur des Menschen verankert? Ist dieser Wunsch nicht vielmehr Ausdruck unseres moralisch-kulturgeschichtlichen Liebeskonzepts, beginnend in etwa mit der platonischen Philosophie?
ja. ich lenke ab. und das ganz bewusst. weil es dinge gibt, die nicht erklär- oder beschreibbar sind...
was wäre die wilde leidenschaft in der höhle ohne die tiere mit den langen, scharfen zähnen?
*nochmallach
bin ich naiv?
ja.
herrlich.
ich bin naiv...