Lyriost – Madentiraden

19.03.2005 um 10:11 Uhr

Einstein, Gott und die Würfel

von: Lyriost

"Gott würfelt nicht."

"Gott würfelt nicht", sagt Einstein. Theoretisch relativ richtig. Gott hat es mehr mit den Karten, und er ist ein gewiefter Zocker, denn sosehr wir uns auch den Kopf verrenken, es gelingt uns nicht, in die Karten hineinzuschauen. Wir können froh sein, wenn wir wenigstens ahnen, welches Spiel mit uns gespielt wird und welche Spielregeln für uns gelten. Gott spielt natürlich nach seinen eigenen, uns gänzlich unbekannten Regeln. Und niemand weiß, ob Gott nicht, wenn ihm das Spiel mit uns zu langweilig wird, doch noch den Würfelbecher herausholt.


Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenBernardo schreibt am 19.03.2005 um 11:02 Uhr:ich habe mal ein Expertensystem realisiert. Kerngedanke war, daß es Wissensebenen gab. Je öfters man \"warum\" fragte, in je tiefere Wissenschichten kam man.

    Ausgangspunkt war immer das. was man sah/erlebte zu vestehen.

    Bei dem Text erweitere ich mein Gedankenmodell: will ich übergeordnete Wissensebenen erreichen, dann frage ich mich \"was ist das übergeordnete Prinzip\". Ich habe das Gefühl, wir werden schnell scheitern.
  2. zitierenLyriost schreibt am 19.03.2005 um 11:09 Uhr:... aber wir müssen wenigstens so tun, als wenn wir was erreichen könnten, als wenn wir gewinnen könnten. Das ist das Spiel.
  3. zitierenBernardo schreibt am 19.03.2005 um 15:38 Uhr:ich schrieb mal:



    Despero 3



    Woran?

    Willst du die Wahrheit wissen? An meiner Unfähigkeit

    des Erkennens.

    Ich beherrsche nicht das Glasperlenspiel!

    ...
  4. zitierenLyriost schreibt am 19.03.2005 um 15:40 Uhr:... ich auch nicht, Hesse auch nicht ...
  5. zitierenBernardo schreibt am 19.03.2005 um 15:41 Uhr:heut würd ich nicht mehr despero sagen; ich wäre gelassener: es ist halt so, bei uns allen, unabhängig, wie gut wir auch immer sein mögen.
  6. zitierenLyriost schreibt am 19.03.2005 um 15:44 Uhr:Der Desperado ist ja auch nur ein Reflex und damit abhängig vom Gegenteil.
  7. zitierenBernardo schreibt am 19.03.2005 um 15:49 Uhr:... nein guck mal im \"Kleinen Stowasser\" nach desperare.
  8. zitierenLyriost schreibt am 19.03.2005 um 15:51 Uhr:Der Desperado ist verzweifelt und hoffnungslos. Und will sich nicht eingestehen, daß er dazugehören möchte.
  9. zitierenBernardo schreibt am 19.03.2005 um 15:56 Uhr:\"Der Desperado ist verzweifelt und hoffnungslos\": hab ich bisher noch nicht so \"übersetzt\". Mal nachdenken.
  10. zitierenLyriost schreibt am 19.03.2005 um 16:00 Uhr:despere, desperare – verzweifeln
  11. zitierenBernardo schreibt am 19.03.2005 um 16:07 Uhr:ja, es gibt das Verb nicht, wie ich sagte. Wie ist das auf Seite 165 zu verstehen?
  12. zitierenLyriost schreibt am 19.03.2005 um 16:13 Uhr:165?
  13. zitierenLyriost schreibt am 19.03.2005 um 16:16 Uhr:Haas/Kienle:



    desperatio (despero) – Hoffnungslosigkeit ...

    despero – keine Hoffnung haben ...

    desperatus – verzweifelt, hoffnungslos, heillos
  14. zitierenLyriost schreibt am 19.03.2005 um 16:19 Uhr:Dorminger:



    despero – keine Hoffnung haben, verzweifeln



  15. zitierenBernardo schreibt am 19.03.2005 um 18:00 Uhr:ja, eben ! Das findet sich im \"Kleinen Stowasser\" auf Seite 165.
  16. zitierenLyriost schreibt am 19.03.2005 um 18:04 Uhr:... schick mir den doch mal als Attachment ... Hat eben nicht jeder den \"Kleinen Stowasser\" rumliegen. Grins
  17. zitierenBernardo schreibt am 19.03.2005 um 19:05 Uhr:nach dem Urlaub mach in ein Bild, schick ich dir. Muß heute noch ein paar Unterlagen für meine Sitzungen am Montag zusammenstellen.

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