Lyriost – Madentiraden

09.04.2015 um 20:00 Uhr

Erhabene Natur

von: Lyriost

Erhabene Natur

Wenn die Erde bebt
über Ufer tobt das Meer
wenn der Wind sich dreht zum Sturm
Heuschrecken singen 
das Wanderlied der Migranten
zum Lob
der Natur wie
der Schimmel die Fäulnis preist
und das wilde Tier brüllt
wenn es dich reißt
laut wie der Blitz
der dich erschlägt
leis wie der stille Stein
oder die Schlange 
in jedem Fall
faszinierend natürlich

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenzartgewebt schreibt am 10.04.2015 um 09:42 Uhr:Da muss ich jetzt darüber nachdenken,
    über deine Denke, Lyriost, denn …
    für mich, ist das Erhabene nichts Grausames.

    Die Natur ist mächtig, gewalt(tät)ig , in all ihren
    Facetten faszinierend; NATÜRLICH ;-), doch
    erhaben wird sie nur durch M;EINE „Schau“ darauf.
    Erhabenheit beginnt in mir, und kann sich in
    jedem Moment offenbaren, ist überwältigend groß.

    Erhabenheit ist für mich, wenn ich so darüber
    nachdenke, das schönste Gefühl überhaupt.
    Wenn mir Erhabenheit widerfährt, dann
    löse ich mich selbst, in dem was ich „schaue“, auf,
    dann bin ich irgendwie nicht mehr;
    eigentlich kann ich es nicht wirklich beschreiben,
    weil es gar so übermächtig ist.

    Auf alle Fälle ist es wundersam, dieses Gefühl,
    und hin und wieder ... nässt es spontan mein Auge.

  2. zitierenLyriost schreibt am 10.04.2015 um 10:13 Uhr:Du hast recht, erst die Bewegung unseres Gemüts im Verbund mit moralischen Denkfiguren macht das Schöne, wie wir von Kant erfahren durften, zum Erhabenen. Gelegentlich sollte dieser befeuchtete Schauplatz aber ein wenig ironisch befönt werden, damit sich das Gefühl nicht verselbständigt und uns versuchen läßt, die Natur zu moralisieren.

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