Lyriost – Madentiraden

07.06.2006 um 10:01 Uhr

Fesseln

von: Lyriost

Fesseln

Wenn wir nicht genau wissen, wohin wir vorwärtskommen wollen, haben Fesseln einen großen Nutzen: Sie hindern uns daran, ziellos in der Gegend herumzulaufen, und zwingen uns dazu, darüber nachzudenken, was wir wirklich wollen.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenzartgewebt schreibt am 07.06.2006 um 10:24 Uhr:Fessel und Anker sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe...
  2. zitierenLyriost schreibt am 07.06.2006 um 10:36 Uhr:Anker lassen sich zu leicht lichten. Seeleute sind nicht unbedingt Leute mit Zielbewußtsein. Oft Flüchter.
  3. zitierenzartgewebt schreibt am 07.06.2006 um 12:14 Uhr:Hm, da habe ich aber jetzt ein anderes Bild vor Augen.



    Seeleute stechen nicht ziellos in die See - da würden sie unweigerlich verloren gehen.



    Der Anker steht für mich für Stabilität, Zuflucht, Geborgenheit - FÜR ANHALTEN UND NICHT FÜR FESTHALTEN.

    Da steckt KEIN Zwang dahinter.



    Das leichte Lichten sehe ich von Vorteil, geschieht es ja auf freiwilliger Basis, den Anker aber immer greifbar in der Hosentasche.



    Der Anker, eine heilsame Bindung, wenn klar durchschaut und bewusst eingesetzt.



    Wenn ich als unabhängiges Wesen eine Bindung (Fessel) eingehe in FREIER SELBSTBESTIMMUNG, dann darf, ja soll das, woran ich mich binde, sogar so sein wie es ist und wird.

  4. zitierensanftmut schreibt am 07.06.2006 um 12:45 Uhr:mir tut gut was ihr da diskutiert...

    ich hab oft den eindruck wenig einfluss auf die dinge zu haben..



    aber herz ist herz

    und haupt haupt..



    viele wege haben gute ziele..

    ich liebe dich°*
  5. zitierenLyriost schreibt am 07.06.2006 um 14:03 Uhr:Johnny ist es meist egal, ob die Reise nach Valparaiso oder Tanger geht. Hauptsache, weg. Aber wenn uns nichts wirklich fesselt, ertrinken wir im Strudel unserer sich ständig wandelnden Motive.
  6. zitierensanftmut schreibt am 07.06.2006 um 14:09 Uhr:wenn es keine worte gibt

    nur das alte schwere

    trauerschweigen



    dann such ich deine

    leisen hände



    einen atemzug nur

    aus einer anderen stille-



    ein fiedergang

    durch sanfte klänge



    ein wiegen

    in dem meine augen

    ausruhen

    ohne tränen



    den hohen seegang

    der bäume im wind



    perlende lüfte

    im herz-



    STURMVOGELSTILLE °*°

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