Lyriost – Madentiraden

25.02.2010 um 13:43 Uhr

Griesgrämigkeit und Skepsis

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Griesgrämigkeit und Skepsis

Wenn wir der verbreiteten Annahme folgten, den Skeptiker könne man an der gerunzelten Stirn erkennen, hieße das in vielen Fällen die Griesgrämigkeit adeln, denn an der quergefalteten Stirn erkennt man – wie auch an vertikal deformierten Mundwinkeln – vor allem den häufig schweigsamen Miesepeter. Zeichen von Skepsis dagegen sind weniger am Gesicht abzulesen, als vielmehr dem Satzbau des Skeptikers zu entnehmen. Im Gegensatz zum maulfaulen Griesgram ist der Skeptiker nicht mürrisch knapp, sondern hat eine Vorliebe für längere Konditionalsätze. Der Brumm-Muffel dagegen ist auf knappe konditionale Imperative beschränkt, und nur im stillen Kämmerlein weint der Arme muffelig konditional mit der Kerze um die Wette: Wenn ich nicht so benachteiligt würde ...

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