"Gutmensch"
"Gutmensch"
Der "Gutmensch" ist eine Spezies, die dem gewöhnlichen Menschen ein Stachel ist, weil er ihn beständig daran erinnert, daß er in moralischer Hinsicht weniger Luft auf den Reifen hat, als er zu denken beliebt.
Der "Gutmensch" ist eine Spezies, die dem gewöhnlichen Menschen ein Stachel ist, weil er ihn beständig daran erinnert, daß er in moralischer Hinsicht weniger Luft auf den Reifen hat, als er zu denken beliebt.



Solche, die ein besonders hohes Maß an moralischen Werten aufweisen und sich daran orientieren?
Wenn ja, wessen Moral vertreten sie?
der Begriff gehört, wie du dir denken kannst, nicht zu meinem Vokabular, und ich betrachte mich selbst durchaus nicht als "Gutmenschen". Im allgemeinen wird er als Schimpfwort gebraucht, etwa für Millionäre, die sich für die Wiedereinführung der Vermögenssteuer einsetzen, oder für Ärzte, die sich darüber empören, daß viele ihrer Kollegen nur noch Privatpatienten behandeln wollen.
Die Moral dahinter ist eine ganz einfache: Man betrachtet alle Menschen als Menschen, nicht nur die der eigenen Hautfarbe oder Klasse, Religion oder Bildungsschicht.
Gruß
Lyriost
DIe Beispiele, die Du nennst, sind recht plausibel. So aus dem Bauch heraus empfinde ich aber auch einige Menschen gut, die sich gegen die gängige Moral stellen. Weil ich der Meinung bin, daß Moral sehr stark dem Zeitgeist unterliegt und nicht durchweg positiv zu werten ist.... zumindest aus meiner Sicht. ;)
Grüße zurück!
Z.
ist er doch sehr treffsicher, wenn er zum Einsatz gelangt.
*...anderen ihre Identität zu rauben und sie an die eigene Lebensweise mit ihren reduzierten Vorstellungen anzupassen.*
Wusch ... das sitzt!
Ich denke, da darf sich jeder mal an die eigene Nase fassen ;-)
welch phrasenreicher Bullshit.
Wenn man es auf das Wesentliche reduziert (und wie immer ist eine Reduktion auf das Wesentliche das Optimum - welch paradoxe Weisheit ^^ *schmunzel*) dann soll, ja muss, dort stehen:
Der Gutmensch versteckt sich hinter seiner Interessen-Moral um seine Motive und Absichten durchzusetzten resp. seine Schwächen und Inkompetenzen zu kaschieren, ja sogar zu adeln!
Zu meinem Vokabular zählt der Begriff (wie seltsam, das er hier von Menschen benutzt - ja gar iniziert wird, die ihn nach eigenem Bekunden garnicht nutzen ^^ eine interessante Diskussion über Schein und Heiligkeit. *lächel*), denn dieser widerwärtige Typus Mensch begegnet einem auf Schritt und Tritt. Seine Begleiter sind Niedertracht, Faulheit und Ignoranz.
Und auch die Moral, alle Menschen als Menschen zu betrachten ist eine klassische Gutmenschen-Aussage. Denn sie lebt von der Lüge und bestenfalls Illusion, das alle Menschen gleich sind vor dem Auge des Betrachters oder auch objektiv. Sich selbst erhöhend, indem ich tabuisierte Merkmale geißele und mich dann genüsslich auf meine eigenen - ja so viel begründerteren und "wertvolleren" zurückzuziehen, erfüllt den Tatbestand des Gutmenschentums für das es eigentlich nur zwei Synonyme gibt - die Heuchelei und der Defätismus.
Der Begriff IST ein Schimpfwort, aber er tituliert m.E. weniger die im Rampenlicht, die event. tatsächlich ihrem Gewissen folgen, sondern er gilt jenen, die sich eben über selbige echauffieren. ;O)
Ja, ich wußte doch, das ich dich mit deiner Eitelkeit bekomme. ;O)
Dem Ombrage sein Nietzsche ist dem Lyriost sein Pawlow. wau wau *lächel*
Insegsamt ein recht untauglicher Versuch, anderen ihre Identität zu rauben und sie an die eigene Lebensweise mit ihren reduzierten Vorstellungen anzupassen.* *lach*
PS Immerhin zeigt deine mühsam beherrschte Reaktion, das du mich verstanden hast - gut verstanden. ;O)
Nein, dazu wird es nicht kommen, denn mir mangelt es an Interesse und dir an Fähigkeit. Meine Einlassung wäre eine Möglichkeit gewesen, beim Thema bleibend ein wenig Reibungswärme zu erzeugen.
Aber wie immer weichst du jeder weiterführenden inhaltlichen und kritischen Auseinandersetzung mit deinen Texten aus, indem du versuchst, den Autor zu diffamieren. *lächel*
Das mag für den Teil der Zuleserschaft, den nicht einmal du erreichen willst, vergnüglich und ausreichend sein, für mich ist es der traurige Beweis, das deine Auslassungen letztlich nur einkopierte Gedanken anderer Menschen sind. Du versuchst stetig, Inhalte durch Eloquenz zu ersetzten - das motiviert den Troll in mir, sicher nicht den Gesprächspartner.
Im Grunde bist du ein aggressives, eitles Kerlchen das mir tatsächlich nur als Podium gereicht. ;O)
Soll heißen - ich lehne dein Friedensangebot ab!
Soll aber auch heißen, das du mir nun zum dritten mal in Folge bestätigt hast, das deine Themen zwar manchmal wirklich gut sind, deine Auseinandersetzung damit jedoch nicht wirklich stattfindet, was schade ist - da du durch deine Rhetorik den "Einfachen" den Mut nimmst und den anderen dein Podium nicht teilst.
In diesem Sinne verabschiede ich mich aus deinem Blog mit einem schattigen Gruß.
Vale, Lyriost
(kein Ausrufezeichen)
zurück zum Thema:
du sagst natürlich viel mehr über den "gewöhnlichen Menschen" aus, als über den sogenannten "Gutmenschen".
dazu fallen mir zwei Dinge ein:
- was ist denn dein Bild von einem "gewöhnlichen Menschen"?
- ich kenne den Begriff "Gutmenschen" als von explizit rechts-konservativen Menschen benutzte, diffamierende Beschreibung von Menschen, die im politischen Spektrum eher links orientiert sind (Grüne, Linke, amnesty, greenpeace etc.).
Das freut mich!
Er fordert dich heraus, du - was tust du? - begiebst dich auf sein Terrain - schon mal über Sun Tzu gelesen?
Dein Terrain ist die Ästhetik - da bin ich Laie, und ich kenne noch ein paar Andere...
Gegen Ebenbürtige habe ich nichts. Aber ombrage ist ganz sicher kein Ebenbürtiger. Da ist viel Pose, aber keine Substanz. Nichts dahinter.
Schöne Grüße
Ly