Klare Sprache
Klare Sprache
Wenn man genug in Mülltonnen nach den Perlen gekramt hat, die so manche Herren Philosophen zu ihrer Belustigung und zur Abgrenzung vom gemeinen Volk hineingeworfen haben, merkt man irgendwann, daß diese Suche nicht nur schmutzige Hände macht, sondern auch Lebenszeit kostet. Deshalb ziehe ich heute die Denker mit der klaren Sprache entschieden vor.
Wenn man genug in Mülltonnen nach den Perlen gekramt hat, die so manche Herren Philosophen zu ihrer Belustigung und zur Abgrenzung vom gemeinen Volk hineingeworfen haben, merkt man irgendwann, daß diese Suche nicht nur schmutzige Hände macht, sondern auch Lebenszeit kostet. Deshalb ziehe ich heute die Denker mit der klaren Sprache entschieden vor.



Eigentlich ist das sehr schade, denn dadurch entgeht uns u.U. Wissen, nur weil es keinen sprachlichen Ausdruck findet.
Mich überkommt jedoch immer wieder die Idee, daß das menschliche Streben nach Klarheit und Definition im Widerspruch zum wahren Wesen der Natur liegen könnte. Vielleicht ist das Grundprinzip des Universums ja gerade die nebelige Unschärfe. Insofern wäre die Unschärfe in unserer sprachlichen Ausdrucksweise sogar viel natürlicher als der Versuch, die Natur in Regeln und Gesetze zu pressen.
Und hieße das nicht auch, daß die Kunst der Wissenschaft auf Dauer überlegen wäre, eben weil sie natürlicher ist?
von dem, was ihr zwei mit euren Worten vermitteln wollt.
Beim letzten Kommentar jedoch (Nr. 4), da bin ich „ganz bei dir“ Lyriost.
Da tut sich mir ein altbekanntes Bild auf ;-)
Sicher weiß die schöpferische Natur nichts von ihrem wahren Wesen - nicht nach menschlichem Ermessen - aber sie folgt ihm unbeirrbar.
Nach meinem, zugegeben beschränktem Weltblick, liegt ein bedeutendes Wesensmerkmal der Natur wohl auch darin, sich dem menschlichem Verstand dauerhaft zu entziehen. Das heißt, auch die Wissenschaft lebt eher vom Weg (der Forschung) als vom Ziel (der absoluten Erkenntnis).
Es gibt da übrigens ein interessantes Pradoxon:
Die Quantenphysik versucht die Unschärfe der Materie mit scharfen wissenschafltichen Methoden zu beschreiben.
Die Natur stört sich nicht an Paradoxa.
Gruß
Gretchen