Lyriost – Madentiraden

24.03.2006 um 08:57 Uhr

Klinsmann und das GIFT

von: Lyriost

Klinsmann und das GIFT

Erstaunlich ruhig und sachlich (aber mit einem Hauch von gesunder Arroganz) hat Bundestrainer Jürgen Klinsmann den selbsternannten Hobbyexperten in den Redaktionstuben die Leviten gelesen. Alle Achtung. Die Retourkutsche kam prompt: Er habe "gegiftet", hört man allerorten. Nun bedeutet aber "giften", seinem Ärger heftig schimpfend, mit boshaften, gehässigen Worten Ausdruck zu geben. So oder ähnlich kann man es in Büchern nachlesen, in denen Aussagen über Wortbedeutung gemacht werden.

Wirklich aufschlußreich, wie  überaus empfindsam die gewohnheitsmäßigen Giftspritzer sind, wie sie bei andern das Gift feinfühlig wahrnehmen, auch wenn es nur in homöopathischen Dosen in die Umgebung entweicht.

Daß so viele talentarme Möchtegerne Einfluß auf die Meinungsbildung in diesem Land haben, ist schlimm genug, aber wohl so leicht nicht zu ändern, doch daß sie auch die Fußball-Nationalmannschaft kreieren, das wird Jürgen Klinsmann hoffentlich verhindern.

Wenn er jetzt noch Jens Lehmann den Vorzug vor Oliver Kahn gäbe, dann wäre das ein weiteres Zeichen seiner Professionalität.

Weiter so mit einem wachsenden Hauch von gesunder Arroganz im fröhlichen Lächeln.


Diesen Eintrag kommentieren