Lyriost – Madentiraden

28.01.2014 um 08:33 Uhr

Kommen und Gehen

von: Lyriost   Kategorie: Gedanken

Kommen und Gehen

Wir stehen mit offenem Mund vor den Tatsachen des Lebens, dem ständigen Kommen und Gehen, und denken: Welch eine Verschwendung; aber bei genauerer Betrachtung sehen wir, hinter dem Schleier der Maya – der herausfordernden Blenderin –, daß Geburt und Tod nichts weiter sind als eine Art scheindifferente Verpuppungserscheinungen des Seienden, metamorphotische "Auswüchse" des immergleichen Seins.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenAlcide schreibt am 28.01.2014 um 11:27 Uhr:Ein schöner Gedanke... 'Verpuppung' impliziert für mich eine irgendwie geartete Form von Teleologie in diesem Prozess... ein schönes Gegenbild zur blinden Notwendigkeit, zum kausalmechanischen Ablauf...
  2. zitierenLyriost schreibt am 28.01.2014 um 11:36 Uhr:Teleologie, nun ja, aber so wie das Telos eines Kindes im Sandkasten ...
  3. zitierenAmanita schreibt am 28.01.2014 um 13:20 Uhr:Und hier haben wir ihn - Schopenhauers "Willen", ein ewiges "Stirb und Werde". Das Sein, die Idee - es kennt keinen Stillstand, alles andere sind die Ausführenden des "Willens", die Phänomene....
  4. zitierenLyriost schreibt am 28.01.2014 um 14:10 Uhr:Oder auch: "sarvam khalvidam brahma", wie es in den Upanishaden heißt. Schopenhauer war sehr von östlichem Denken beeinflußt, besonders von den Upanishaden.

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