Lola im Kartoffelsack
Lola im Kartoffelsack
Die Verleihung des deutschen Filmpreises Lola ist nicht, wie die Oscarverleihung, eine der wichtigsten Modenschauen des Jahres. Wer letzten Freitag die Vorführung der vielen auf unterschiedliche Weise am Hals befestigten Leibchen gesehen hat, der konnte einen Eindruck davon bekommen, wie ansteckend schlechter Geschmack zu sein scheint. Ich frage mich nur: Gab es vorher telefonische Geheimabsprachen zwischen den Beteiligten oder gar einen verbindlichen Dresscode?
"Ich muss unbedingt noch ein Kleid finden, das ich beim 'Deutschen Filmpreis' tragen werde", sagte Demet Gül, eine der Teilnehmerinnen beim Wettbewerb um die Aufgabe Wem gelingt die originellste Umsetzung des Themas 'Kartoffelsack als Kleidungsstück', der Interviewerin des "Münchner Wochenanzeigers". Wer die Verleihung der Lolas miterlebt hat, der weiß: Demet Gül hat, wie die meisten ihrer Kolleginnen, ihr Kleid gefunden – vermutlich in den Gelben Seiten im Bereich Sarghandel und Beerdigungsbedarf. Beinahe alle Frauen an diesem Abend sahen aus, als hätten sie ihr Outfit von der Beisetzung Bernd Eichingers der Wiederverwertung zugeführt. Die Moderatorin natürlich ausgenommen, die so schillerig übertrieb, wie sie auch überproportioniert palavernd monologisierte.
Der einzige, der auffällig gut und dennoch wie selbstverständlich gekleidet die Bühne betrat, war Wim Wenders, der es verstand, auf diese Weise erfolgreich von seinem Sechziger-Jahre-Kassenbrillengestell und der beinahe obszön-pompösen Frisur abzulenken.
Er hat zu Recht einen Preis bekommen.
Die Verleihung des deutschen Filmpreises Lola ist nicht, wie die Oscarverleihung, eine der wichtigsten Modenschauen des Jahres. Wer letzten Freitag die Vorführung der vielen auf unterschiedliche Weise am Hals befestigten Leibchen gesehen hat, der konnte einen Eindruck davon bekommen, wie ansteckend schlechter Geschmack zu sein scheint. Ich frage mich nur: Gab es vorher telefonische Geheimabsprachen zwischen den Beteiligten oder gar einen verbindlichen Dresscode?
"Ich muss unbedingt noch ein Kleid finden, das ich beim 'Deutschen Filmpreis' tragen werde", sagte Demet Gül, eine der Teilnehmerinnen beim Wettbewerb um die Aufgabe Wem gelingt die originellste Umsetzung des Themas 'Kartoffelsack als Kleidungsstück', der Interviewerin des "Münchner Wochenanzeigers". Wer die Verleihung der Lolas miterlebt hat, der weiß: Demet Gül hat, wie die meisten ihrer Kolleginnen, ihr Kleid gefunden – vermutlich in den Gelben Seiten im Bereich Sarghandel und Beerdigungsbedarf. Beinahe alle Frauen an diesem Abend sahen aus, als hätten sie ihr Outfit von der Beisetzung Bernd Eichingers der Wiederverwertung zugeführt. Die Moderatorin natürlich ausgenommen, die so schillerig übertrieb, wie sie auch überproportioniert palavernd monologisierte.
Der einzige, der auffällig gut und dennoch wie selbstverständlich gekleidet die Bühne betrat, war Wim Wenders, der es verstand, auf diese Weise erfolgreich von seinem Sechziger-Jahre-Kassenbrillengestell und der beinahe obszön-pompösen Frisur abzulenken.
Er hat zu Recht einen Preis bekommen.



http://youtu.be/-n0zHl9lQL0
Mit oder ohne Kartoffelsack,
das spielt kein Rolle ;-)
http://www.morgenpost.de/multimedia/archive/00921/sei_Lola_Krebitz_BM_921432b.jpg
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/foto/_img/foto/deutscher_filmpreis/orig_deutscher_fi lmpreis-035.jpg
kenne aber den geposteten kleinen Filmtrailer schon länger. Wollte mal in meinem Bloghaus darüber etwas schreiben (Videos finden sich ja bei mir – zwei oder drei), da ich Pina Bausch sehr verehre – mir ihre wunderbaren Tanzchoreographien sehr am Herzen liegen.
Ist so gaaaaaaaanz meins ;-)
Herzliche Grüße
von der Zarten